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Stadtbergen

24.01.2020

Jonas Sauer: „Ich habe schon Ambitionen, 2. Liga zu spielen“

Jonas Sauer ist schon mit 20 Jahren ein Führungsspieler bei der BG Leitershofen/Stadtbergen
Foto: Marcus Merk

Jonas Sauer wurde der Basketball schon in die Wiege gelegt. Warum der 20-Jährige nach ewigen Zeiten mal wieder ein Buch liest.

Auch wenn die Basketballer der BG Leitershofen/Stadtbergen in dieser Saison schon den einen oder anderen Wackler aufs Parkett gelegt haben, Jonas Sauer hat immer seine Leistung abgeliefert. Obwohl der Point Guard mit 20 Jahren einer der jüngsten ist, ist er aus dem Team der Red Kangaroos nicht mehr wegzudenken, hat alle 15 Spiele mitgemacht. Mit 182 Punkten steht er hinter dem US-Amerikaner Charly Brown (334) und Spielertrainer Emanuel Richter (189) auf Platz drei in der BG-Statistik. Bei den Zuschauern, bei denen der 1,88 Meter große Schlacks vor allem auch durch seinen bedingungslosen Einsatz und Willen beliebt und angesehen ist, gilt er bisher als Spieler der Saison.

Jonas Sauer wurde der Basketball in die Wiege gelegt. Sein Vater Uwe bestritt 42 Länderspiele für Deutschland, spielte in der Bundesliga für Köln (zweimal deutscher Meister), Bayreuth und Ulm. Im Nachwuchsprogramm des Bundesligisten Ratiopharm Ulm begann er bereits mit sechs Jahren mit dem Basketball, durchlief alle Stationen bis zur Jugend-Bundesliga. „Mein Vater war gewissermaßen schon ein Vorbild für mich, aber er hat mich nie gedrängt“, sagt Jonas Sauer, der nach einem Schüleraustausch in Florida zuletzt bei den scanplus baskets in Elchingen spielte. Beim TSV Schwaben Augsburg macht er derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr, trainiert 3. und 4. Klassen in verschiedenen Grundschulen sowie Jugendmannschaften im Verein. Am Samstag (19.30 Uhr) will Jonas Sauer mit den Kangaroos im ersten Heimspiel des Jahres gegen Herzogenaurach mit dem Regionalligisten den Lauf fortsetzen. Zuvor legt er bei der AL-Elferkette die Antworten in den Korb.

1 Bunte oder schwarze Schuhe?

Meine Basketballschuhe sind relativ schlicht. Es ist für mich nicht so wichtig, stets das neueste Modell zu tragen. Bei den Straßenschuhen habe ich schon eher ein paar besondere Exemplare. Die dürfen dann auch mal bunt sein.

2 Michael Jordan/Dirk Nowitzki?

„Air“ Jordan ist für mich der beste Basketballer aller Zeiten. Seine ganze Einstellung, seine Präsenz auf dem Feld – das hat nochmals eine andere Klasse. Auch seine Marke ist ja in Basketballkreisen weit verbreitet. Was ich von ihm auf Clips gesehen habe, war wirklich beeindruckend. Dirk Nowitzki ist der beste deutsche Basketballer. Ihn habe ich schon mit der Nationalmannschaft spielen sehen. Ich werde nie vergessen, wie er mir nach dem Spiel über die Haare gestrichen hat, als ich mir ein Autogramm geholt habe. Zurzeit liegt sogar sein Buch „The great Nowitzki“ auf meinem Schreibtisch. Das war schon ewig nicht mehr der Fall, dass ich etwas gelesen habe.

3 Dunking oder Dreier?

Ganz klar der Dunking. Meine Stärke ist eine athletische Spielweise, die immer zum Korb hin ausgerichtet ist. Deshalb nutze ich das gerne. Wenn es sein muss, nehme ich aber auch den Dreier.

4 FCA oder FCB?

Ich schaue eher wenig Fußball. Mal Champions League oder Weltmeisterschaft vielleicht. Deshalb habe ich auch keinen Lieblingsklub in der Bundesliga. Früher war es mal der FC Barcelona, weil mich Messi beeindruckt hat.

5 Ordnungsfanatiker oder Chaot?

Puh! Ich glaube, ich mag es eher ordentlich. Aber nicht zu extrem. In der WG in Neusäß, die ich mir mit Charly Brown und einem weiteren, neuen Amerikaner namens Daniel McGhee, der künftig in der 2. Mannschaft spielen soll, teile, klappt das mit der Ordnung oft nicht so. Aber ich gebe mein Bestes.

6 Fisch oder Fleisch?

Eindeutig Fleisch. Ich bin fast jeden Tag am Kochen. Meistens Fleisch oder Hühnchen mit Nudeln, aber auch selbst gemachte Pizza. Nur ab und zu schiebe ich mir nach dem Training ein Tiefkühlteil in den Ofen. Mein Lieblingsgericht ist paniertes Schnitzel mit Spätzle. Das bekomme ich meist, wenn ich zu Hause in Thalfingen bei Ulm bin.

7 Stadtbergen oder Ulm?

Ich fühle mich hier in Stadtbergen und Augsburg sehr wohl und mein Vater besucht mich auch bei den meisten Heimspielen. Es ist aber auch immer wieder schön, zu Hause bei Familie und Freunden in Ulm zu sein.

8 Helene Fischer oder AC/DC?

Nichts von beiden. Da ich überhaupt keinen Rock höre, müsste ich wohl trotzdem Helene Fischer sagen. Ich stehe auf Hip Hop und Rap.

9 Strand oder Berge?

Ich hatte das Glück, als Austauschschüler in Amerika bei einer Familie in St. Augustine an der Ostküste Floridas in einem Haus am Strand leben zu dürfen. Muss ich noch mehr sagen?

10 Kraftraum oder Waldlauf?

Ich gehe immer wieder ins Fitnessstudio, bin nicht so der Riesenfan vom Joggen. Höchstens mal im Sommer. Beim Basketball machen wir in der Vorbereitung eher Intervallläufe.

12 Regionalliga oder 2. Bundesliga?

Ich habe natürlich schon Ambitionen, in der 2. Bundesliga zu spielen. Anfang der Saison hatten wir auch vor aufzusteigen. Verletzungspech hat dann zu einer Serie von fünf Niederlagen geführt. So ist es realistisch gesehen nun ziemlich unwahrscheinlich, dass noch was geht, zumal Tabellenführer Ansbach zu sehr dominiert. Wir wollen die Saison aber bestmöglich zu Ende spielen und dann schauen wir, wie es weitergeht. So genau habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht. Am liebsten würde ich mit Stadtbergen aufsteigen. Hier stimmen die Rahmenbedingungen mit einer tollen Halle und einem tollen Publikum. Vielleicht klappts ja dann auch sportlich.

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