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Lokale Sportgeschichte(n)

17.11.2018

Am Tag, als Dettmar Cramer kam

Als die Fußballer des SV Donaualtheim vor 30 Jahren in der Bezirksliga spielten, konnten sie sich vor allem auf Tore von Anton Schnelle verlassen. Im Bild links verwandelt er gerade einen Elfmeter im Spiel gegen Spitzenreiter TSV Burgau. Eine Superleistung zeigten die Höchstädter Gewichtheber im Bayernliga-Heimkampf gegen Regensburg, als sie 470,5 Kilopunkte erreichten. Im Bild rechts (hinten, von links): Ernö Matko, Uwe Lory, Norbert Lory Andreas Kugler, Anton Kraus; (vorne, von links): Gerald Jessenwanger, Anton Erdle und Alfons Zawacki.

Ex-Coach des FC Bayern referierte in Lauingen – Schiedsrichter fällt und bricht FCG-Spiel ab

Richard von Weizäcker war Bundespräsident, Rita Süssmuth wurde gerade zur neuen Bundestagspräsidentin gewählt, sie war damit die erste Dame im Hohen Haus. Die Sportwelt blickte zum Marathonlauf nach New York. Über zwei Millionen Menschen verfolgten im November 1988 das Rennen in Manhattan. Der Waliser Steve Jones lief in 2:08:20 Stunden ein einsames Rennen an der Spitze. Bei den „Stuttgart-Classics“ sorgten zwei deutsche Tennisspieler für Aufsehen. Zunächst besiegte am dritten Spieltag Lokalmatador Carl-Uwe Steeb den Weltranglistenzweiten Ivan Lendl (CSSR) mit 7:6 und 7:5, dann bezwang Eric Jelen den US-Amerikaner Jimmy Conners mit 3:6, 6:4 und 6:2. In der Fußball-Bundesliga spielten noch Vereine wie die Stuttgarter Kickers oder Bayer Uerdingen, während auf lokaler Ebene die Kicker des SV Donaualtheim in der Bezirksliga Nord mitmischten. Für einen Spielabbruch sorgten die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen beim Gastspiel in Starnberg. Dies und einiges mehr lesen Sie in unserer Serie „Lokale Sportgeschichte(n)“. Heute blicken wir auf das Geschehen im November 1988 zurück.

Die schwäbischen Meisterschaften im Badminton wurden vor drei Jahrzehnten in Dillingen ausgetragen. Dabei nutzten die Akteure des TV Dillingen in eindrucksvoller Art und Weise den Heimvorteil. Alle fünf zu vergebenen Titel in der A-Klasse blieben nämlich in der Donaustadt. Elke Hintermayr verteidigte ihre drei Titel im Einzel, Damen-Doppel und Mixed. Im Doppel spielte sie mit Waltraud Sterzinger, im Mixed mit dem Teamkollegen Michael Kudlek, der sich an der Seite von Gregor Sterzinger auch den Titel im Herren-Doppel sicherte. Die Krone im Herren-Einzel setzte sich der Dillinger Werner Rabak bereits zum zweiten Mal auf.

Bei der Pokalverleihung zum Wettbewerb um den schwäbischen Dressurreiterpokal 1988 wurde in Mindelheim offiziell bestätigt: Elke Wölz aus Gundelfingen erreichte mit ihrem Pferd „Fandango“ 266 Punkte, die höchste Wertungszahl aller Teilnehmer, und wurde somit Siegerin der Juniorinnen/Junge Reiter in der Klasse L/M.

Eine „Super-Veranstaltung“ war nach Aussage der etwa 100 Teilnehmer die Jugendfußball-Mitarbeiterschulung mit Dettmar Cramer im Lauinger Auwaldstadion. Auch Landrat Dr. Anton Dietrich, Bürgermeister Georg Barfuß und BLSV-Kreisvorsitzender Toni Kuster ließen es sich nicht nehmen, den ehemaligen Trainer des FC Bayern München live zu erleben. Cramer bedauerte bei seinem Referat vor allen Dingen den Verlust des Straßenfußballs, welcher manchem Kicker ohne Trainer die Grundtechniken des Fußballs nahe brachte. Dass der prominente Gast auch mit 63 Jahren in der Praxis noch einiges drauf hat, bewies Cramer mit A-Jugendlichen aus Dillingen, Gundelfingen und Lauingen bei einer Trainingseinheit mit Schwerpunkt Zweikampfschulung.

Heute „nur“ in der A-Klasse West III beheimatet, vor drei Jahrzehnten der Beletage des schwäbischen Fußballs angehörend: Wie sich doch die Zeiten auch beim SV Donaualtheim geändert haben. In der Saison 1988/89 spielte der SVD in der Bezirksliga Nord. Für Schlagzeilen sorge die Mannschaft im Heimspiel gegen Spitzenreiter TSV Burgau, das durch zwei verwandelte Elfmeter von Anton Schnelle sowie einem Treffer von Schneider mit 3:1 gewonnen wurde. Ferner gehörten zum damaligen SVD-Team: Furch, Ansbacher, Reiter, Alfred Gumpp, Walter Gumpp, Schaf, Bernhard Lederle, Vitus Lederle, Hermann Schmid und Schwertberger.

0:2 lagen die Fußballer des FC Gundelfingen im Landesliga-Auswärtsspiel bei der SpVgg Starnberg zurück, als in der 85. Minute FCG-Spielertrainer Franz Stark Schiedsrichter Maier aus München berührte und dieser zu Fall kam. Stark blieb bei einem Lauf mit dem Fuß an dem des Unparteiischen hängen. Der Referee fühlte sich allerdings tätlich angegangen, zeigte Stark prompt die Rote Karte und brach die Begegnung ab. Der Gundelfinger „Übeltäter“ schilderte die Szene so: „Ich wollte den ballführenden Starnberger Spieler angreifen und laufe dabei an Schiedsrichter Maier vorbei. In diesem Moment macht der einen Schritt zur Seite, und ich bleibe an seinem Fuß hängen. Es lag keine Absicht von mir vor.“

Eine Superleistung zeigten die Gewichtheber der SSV Höchstädt beim Wettkampftag in der Bayernliga gegen das Team der AC Regensburg. Trotz der beachtlichen 470,5 Kilopunkte ging der Sieg aber an die Gäste, die unglaubliche 500,5 Kilopunkte erzielten. Für die SSV Höchstädt gingen Gerhard Jessenwanger, Anton Erdle, Norbert Lory, Andreas Kugler, Josef Susok und Ernst Matko an die Hantel. Außer Konkurrenz wurde Uwe Lory eingesetzt, der mit 95 Kilo im Reißen eine neue Bestleistung erreichte und mit 115 Kilo im Stoßen seine bisherige Bestleistung egalisierte.

Besuch aus der französischen Partnerstadt Segré bekam der TV Lauingen. 50 französische Sportler der SSG Segré trafen sich mit den Gastgebern zu einem Stehempfang in der Stadthalle. „Dies ist die erste sportliche Zusammenkunft dieser Art, seit es die Partnerschaft gibt“, ließ der Abteilungsleiter der Lauinger Handballer, Rolf Brenndörfer, wissen. Bürgermeister Georg Barfuß stellte klar, dass die größte Sorge vieler, nämlich dass sich die Beziehungen beider Städte nur im Polittourismus äußern könnten, damit ihre Begründung verloren hätten. Den Handball-Vergleich gegen die französischen Gäste gewann der TV Lauingen mit 23:19 Toren. (her)

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