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Aichach-Friedberg

05.09.2019

Endlich wieder Kürbis-Zeit: Wir suchen das beste Rezept

Am Straßenrand verkaufen Bauern wieder Kürbisse – hier nahe dem Roten Kreuz am Chippenham-Ring in Friedberg. Hokkaido ist dabei der Renner, zu Halloween laufen auch Schnitzkürbisse gut.
Bild: Ute Krogull

Bauern verkaufen wieder Kürbisse am Straßenrand in Aichach-Friedberg. Wir suchen das beste Kürbisrezept unserer Leser.

Kürbissuppe ist aus dem Speiseplan im Herbst kaum wegzudenken. Die Riesenbeere vereint viele Vorteile. Sie ist gut zu lagern, einfach und vielfältig zu verarbeiten, sogar gesund – und regional. Allein der Lohner-Hof aus Inchenhofen, eigentlich für Spargel bekannt, hat über 100 Kürbisstände am Straßenrand zwischen Ingolstadt, Ulm und München, davon viele im Wittelsbacher Land. Auch kleinere Bauern und Gärtner bieten Kürbisse an. Renner ist überall der Hokkaido, doch es gibt noch Geheimtipps.

Stefan Mägele aus Affing schwört auf Hokkaido

Stefan Mägele baut in Affing vor allem Hokkaido an, den er auf Bauernmärkten in der Umgebung verkauft. „Er ist handlich, man kann ihn auf einmal verwerten und muss ihn nicht schälen“, nennt er die Vorzüge – wobei er selber auch den Muskat-Kürbis wegen des nussigen und intensiveren Geschmacks schätzt.

Auch für Gärtner ist der Kürbis ein dankbares Produkt. Er hat laut Mägele keine Schädlinge und braucht daher keinen Pflanzenschutz; es reiche eine Mulchfolie auf Stärkebasis – ganz ökologisch also. Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Beere, wenngleich die größte der Welt.

Er kann bis zu 100 Kilo schwer werden. Als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt stammt er aus Südamerika und gelangte über den Mittelmeerraum in hiesige Regionen.

Aufgeschnittene Hokkaido-Kürbisse sollte man innerhalb weniger Tage verzehren.
Bild: Florian Schuh/dpa-tmn

Bei Mägeles beginnt die Kürbissaison Mitte September; die Ernte wird erst einmal ein bis zwei Wochen an einem sonnigen Platz gelagert; so verschwinden die Narben. Bis Weihnachten halten sich die Kürbisse dann in einem kühlen Raum. Mägele weiß, dass die Nachfrage zum Saisonstart am größten ist. „Da hatten ihn die Leute eben lange nicht.“

Bei sonnigem Wetter Kürbis essen – geht das? Marion Goldstein findet: ja. Die Landwirtin liebt Kürbisse vom Grill. Einfach in Spalten schneiden, mit etwas Pfeffer und (Kräuter-)Salz würzen – fertig. Der Friedberger Goldsteinhof bietet seine Kürbisse neben dem Blumenfeld bereits an – allerdings nur Hokkaido. Schnitz- und Zierkürbisse seien nicht mehr so beliebt, meint Goldstein.

Der Spargelhof Lohner aus Inchenhofen hat über 100 Stände mit Kürbissen

Das ist bei der Firma Lohner anders. Sie baut Kürbisse als Zwischenfrucht an – zeitlich ergänzt sich das gut mit dem Spargel. Heuer lagen die Riesenbeeren schon recht früh am Straßenrand, weil sie früher reif wurden als im vergangenen Jahr. An den Ständen verkauft Lohner Zierkürbisse, Schnitzkürbisse sowie mehrere Sorten Speisekürbis. Diese große Auswahl locke die Kunden an, meint Peter Gutmann, der für die Außenvermarktung zuständig ist.

Der Renner sei Hokkaido, doch eine andere Sorte lege immer mehr zu, nämlich der Crown Prince. Er ist flach und grün mit hell orangefarbenem Fruchtfleisch. Der Geschmack ist leicht nussig und süß. Kunden mit Migrationshintergrund schätzen ihn laut Gutmann besonders – er erinnere sie an die Kürbisse ihrer alten Heimat. „Sie rufen schon an und fragen, wann es ihn wieder gibt.“ Außerdem hat Lohner Butternut und Mikrowellen-Kürbis im Angebot. Den könne man tatsächlich in der Mikrowelle zubereiten, sagt Gutmann. Er schmeckt leicht nach Maroni und sieht außerdem recht hübsch aus. Infoblätter mit Rezepten gibt es an den Ständen kostenlos dazu.

Der Butternuss-Kürbis hat weniger Kalorien als ein Hokkaido.
Bild:  Klaus-Dietmar Gabbert (dpa)

Denn dass Kürbis vielfältig zubereitet werden kann, haben auch die Wirte im Wittelsbacher Land schon lange entdeckt. Fast alle Lokale haben im Herbst zumindest Kürbissuppe auf der Speisekarte. Das vegane Café Seelenzeit in Mering bietet noch weit mehr Variationen an. „Er sättigt gut und hat wenig Kalorien“, sagen die Inhaberin Eva und ihre Köchin. Kürbisse bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Mit durchschnittlich 25 kcal pro 100 Gramm gelten sie als sehr kalorienarm und enthalten Vitamine und Mineralstoffe.

Eva Huber empfiehlt Kürbis als Suppe mit Kokos, Karotte oder Orange, aber auch als Ofengemüse mit (Soja-)Joghurt-Dip. Selbst in der Pfanne könne man ihn mit etwas Balsamico-Creme und Olivenöl schnell und lecker braten und gut mit anderem Gemüse kombinieren. Es gibt Kürbis-Risotto, Kürbis-Kuchen und – wenn man länger etwas davon haben will – Kürbis-Chutney.

Wir suchen die Kürbis-Rezepte unserer Leser

Appetit bekommen? Wir suchen Ihr leckerstes Kürbisrezept. Bitte schicken Sie es uns (gerne mit Foto) an die Adresse redaktion@friedberger-allgemeine.de, Stichwort: Kürbis. Wir veröffentlichen die eingesandten Rezepte.

Lesen Sie auch: Multitalent Kürbis: Kuriose Fakten zum Gemüse

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