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Verkehr im Wittelsbacher Land

12.11.2015

Meringer CSU biegt auf die Osttangente ein

Im Westen von Mering-St. Afra soll die Osttangente zur Staatsstraße in Richtung Königsbrunn führen. Darauf verständigten sich CSU und SPD.
Bild: Archivfoto: Josef Stöhr

Kompromisspapier öffnet die Tür für gemeinsame Linie. Das sind die Eckpunkte.

Aichach-Friedberg Für die Kreistagsresolution zur Ostumgehung ist jetzt der Weg frei. Die Meringer CSU hat sich auf einen Kompromiss mit der SPD zu dem umstrittenen Projekt geeinigt. Wenn das Thema in der kommenden Woche erneut im Marktgemeinderat behandelt wird, ist eine positive Stellungnahme zu erwarten. Dies teilt der 2. Bürgermeister und Ortsvorsitzende der CSU Mering, Florian Mayer, gestern unserer Zeitung mit. Die Kernaussage: ja zu einer kreuzungsfreien Umgehung westlich von Kissing und Mering-St. Afra, die auf die Staatsstraße nach Königsbrunn mündet, aber kein autobahnähnlicher Ausbau (siehe Infokasten).

In Berlin geht der neue Verkehrswegeplan in die entscheidende Phase. Im Verkehrsministerium wird derzeit der Referentenentwurf für das Papier erarbeitet, in dem die wichtigsten Infrastrukturprojekte für die kommenden Jahrzehnte aufgelistet sind. Angemeldet ist dafür auch die Osttangente, die von der Autobahn A8 bei Derching über Friedberg, Kissing und Mering zur Bundesstraße 17 bei Königsbrunn führen soll. Um der Forderung nach dieser Straße Nachdruck zu verleihen, sei ein starkes Signal aus der Region hilfreich, hatte der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) bereits im Sommer gesagt.

Bislang waren sich die drei großen Anliegerkommunen im Landkreis in ihrer Bewertung allerdings uneins. Während Friedberg und Kissing durch die Straße eine Entlastung der Anwohner entlang der B300 und der B2 erwarten, sorgte die CSU im Meringer Gemeinderat gemeinsam mit den Grünen für eine Ablehnung. Hauptargumente gegen die Osttangente sind der Flächenverbrauch, die Zunahme der Lärmbelästigung, die Gefahr von Hochwasserschäden durch die Flächenversiegelung und Eingriffe in die Naturschutzgebiete.

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Parteiübergreifend wuchs in den vergangenen Wochen aber der Druck. Die SPD beantragte ein Votum des Kreistags für die Osttangente und brachte die CSU damit in Zugzwang, der CSU-Kreisvorsitzende Peter Tomaschko wies die Meringer Parteifreunde auf die Konsequenzen ihrer Haltung hin. Dann müsse man nämlich die Pläne für eine separate Kissinger Umgehung vorantreiben, die nördlich von St. Afra wieder auf die B2 münde und zusätzlichen Verkehr in den Ort bringe. Eine Aussicht, die auch der Meringer CSU nicht gefällt.

Darum setzten sich jetzt der Bundestagsabgeordnete Durz, Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler (SPD), sein Vize Florian Mayer und der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Kreistag, Roland Fuchs, zusammen. Gemeinsam suchten sie nach einem Kompromiss, der nächste Woche im Marktgemeinderat mehrheitsfähig sein soll. In dem 25-köpfigen Gremium hat die CSU elf Sitze, die SPD neun und die Grünen fünf. Bei einem positiven Votum wird es voraussichtlich auch zu einer gemeinsamen Initiative von SPD und CSU auf Landkreisebene kommen.

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