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Corona-Test

06.08.2020

Infos zur Corona-Testpflicht: Risikogebiete, Ablauf, Kosten

Auslandsurlauber können kostenlos einen Corona-Test durchführen lassen. Für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt eine Corona-Testpflicht.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Ab Samstag gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Welche Länder sind betroffen? Hier finden Sie die Infos zu Ablauf und Kosten.

Die Corona-Testpflicht kommt: Künftig müssen sich alle Rückkehrer aus Risikogebieten auf das Coronavirus testen lassen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag angekündigt. Für alle anderen Auslandsurlauber gibt es die Möglichkeit, freiwillig einen kostenlosen Corona-Test durchführen zu lassen.

Welche Länder gelten überhaupt als Risikogebiete? Im diesem Artikel bekommen Sie alle Informationen zur Corona-Testpflicht.

Ab wann gilt die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer?

Die Corona-Testpflicht gilt ab Samstag, 8. August 2020. Sie betrifft nur die Rückkehrer aus Risikogebieten.

Welche Länder gelten als Corona-Risikogebiete?

Die Liste dieser Länder, die ständig aktualisiert wird, ist lang. Neben Russland, der Türkei, Ägypten, den USA und weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas stehen auch einige europäische Länder darauf, etwa Bosnien-Herzegowina, Luxemburg, Serbien und seit Freitag die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.

Urlauber sollten zur Sicherheit kurz vor der Abreise auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts prüfen, ob ihr Zielland zum Risikogebiet erklärt wurde. Dort gibt es eine Liste, die ständig aktualisiert wird: zur Liste.

Wo finden die Tests statt?

Egal ob bei einem freiwilligen Test oder der Testpflicht: Grundsätzlich sollen die Tests dort stattfinden, wo die Reisenden ankommen. Am Münchner Flughafen etwa konnten Reisende schon bisher einen kostenpflichtigen Corona-Test machen. Angeboten wurde dies von der Tochtergesellschaft des Flughafens, MediCare, im medizinischen Zentrum des Airports. Dieses Angebot wird nun kostenfrei vom Freistaat zur Verfügung gestellt. Auch am Nürnberger Flughafen hat die Staatsregierung begonnen, ein Testzentrum einzurichten. In Memmingen sollten die Tests am Donnerstag starten. Am Freitag war die Einrichtung, die sich außerhalb des Terminals in einem öffentlich zugänglichen Bereich befindet, allerdings noch nicht in Betrieb, wie eine Sprecherin des Flughafens auf Nachfrage erklärte. Grundsätzlich sollen sich in den Testzentren auch Reisende testen lassen können, die nicht aus Risikogebieten einreisen. Nach Angaben der Staatskanzlei sollen mit dem Betrieb der Testzentren externe Betreiber beauftragt werden. Das reguläre Testangebot soll täglich von 5 Uhr bis 23 Uhr und auch am Wochenende zur Verfügung stehen.

Was ist mit Urlaubern, die mit Bahn oder Auto unterwegs sind?

Um möglichst viele Infizierte bei der Rückkehr nach Bayern zu identifizieren, sollen zudem Kontrollen an den großen Grenzübergängen nach Österreich stattfinden. Die Testzentren werden an den Rastanlagen Hochfelln-Nord (A8), Heuberg (A93) (dauerhaft ab 7. August, bis dahin übergangsweise Inntal-Ost) und Donautal-Ost (A3) eingerichtet. Weitere Testzentren sollen in den Hauptbahnhöfen von Nürnberg und München entstehen. Diese sollen bis Freitag kommender Woche einsatzbereit sein und auch von externen Betreibern betreut werden. Zudem sollen im Bahn- und Straßenverkehr aus Risikogebieten Stichprobenkontrollen durchgeführt werden, um die Einreisebestimmungen durchzusetzen.

Wie sicher sind die Tests?

Ein einzelner Test liefert keine verlässliche Aussage darüber, ob eine Person das Virus in sich trägt. Es kann vorkommen, dass das Virus bei einem erst kürzlich Infizierten zum Testzeitpunkt noch nicht nachweisbar ist. „Eine negative Testung kann immer nur eine Momentaufnahme darstellen“, heißt es im Beschluss der Minister. Fünf bis sieben Tage nach dem Einreise-Test sei ein Wiederholungstest sinnvoll. Wer nach einem negativen Test unklare Symptome habe, müsse sofort Kontakt zu einem Arzt aufnehmen. Es gelte aber die Eigenverantwortung.

Corona-Test nach dem Urlaub: Wer übernimmt die Kosten?

In Bayern hat der Freistaat angekündigt, die Kosten zu übernehmen, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Bei den Tests an Flughäfen wird überlegt, zumindest Kosten für die Infrastruktur vor Ort „perspektivisch“ über die Flughafengebühren auf die Ticketpreise umzulegen. Hierfür prüfe der Bund die Schaffung einer Rechtsgrundlage, heißt es im Beschlusspapier der Minister.

Redakteurin Stephanie Sartor macht im Selbstversuch einen Corona-Test in der Praxis von Hausarzt Dr. Sören Dülsner in Stettenhofen (Langweid).
Video: Christoph Lotter

Wie laufen die Corona-Tests nach der Reise ab?

Laut einem Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums werden sogenannte PCR-Tests durchgeführt. Dabei nehmen Helfer in der Regel mit einem Stäbchen Abstriche aus Nase oder Rachen, die dann auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 untersucht werden. Die Proben werden zur Auswertung in ein Labor geschickt. Die Urlauber können ihre Heimreise fortsetzen und werden benachrichtigt, sobald die Testergebnisse vorliegen. Sollte es einen positiven Befund geben, erfolgt eine Benachrichtigung der Person sowie des zuständigen Gesundheitsamtes, das dann die notwendigen Maßnahmen anordnet. (mit sge, dpa)

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