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Entsorgung: Gemeinsam funktioniert es im Kreis Neu-Ulm

Entsorgung: Gemeinsam funktioniert es im Kreis Neu-Ulm
Kommentar Von Rebekka Jakob
31.07.2020

Plus Illertissen, Weißenhorn und Vöhringen tun sich bei der Gelben Tonne zusammen. Der Schulterschluss könnte ein Modell für den ganzen Landkreis sein.

Abstand halten ist zwar nach wie vor das Gebot der Stunde – aber bei der Müllentsorgung darf es trotzdem zumindest der sprichwörtliche Schulterschluss sein. Illertissen, Vöhringen und Weißenhorn machen jetzt gemeinsame Sache und lassen die Leichtverpackungen, die in ihren Städten anfallen, über die Gelbe Tonne entsorgen.

Endlich, sagen viele, denen der Weg zum Wertstoffhof längst zu lang und die Platzkapazitäten daheim für die Trennung von Tetrapacks, Blechdosen und Plastikhüllen längst zu knapp geworden ist. Lange haben die drei Städte darum gerungen, wie es mit der Entsorgung weitergehen kann, und stießen dabei immer auf zwei Hürden: Zum einen hat der Wertstoffhof offenbar nach wie vor auch viele Fans, die die Entsorgungsfahrt wahrscheinlich auch gerne für die Pflege ihrer Sozialkontakte nutzen. Das dürfen sie nun auch weiterhin – denn die Gelbe Tonne wird keine Pflichtveranstaltung und Leichtverpackungen dürfen auch dort entsorgt werden.

Jede der drei Städte für sich wäre zu klein

Zum anderen waren die Städte jede für sich allein schlichtweg zu klein, um für den Anschluss an das Duale System interessant zu sein. Da hatten es die Nachbarlandkreise Günzburg und Unterallgäu leichter: Dort ist die Müllentsorgung grundsätzlich über den Landkreis geregelt. Die flächendeckende Einführung der Gelben Tonne bei den Nachbarn vor wenigen Jahren lief deshalb relativ geräuschlos ab. Und die Rückmeldungen von dort klingen durchaus positiv. Illertissen, Weißenhorn und Vöhringen bekamen erst zu dritt die Möglichkeit zum Anschluss.

Entsorgung: Gemeinsam funktioniert es im Kreis Neu-Ulm

Müllentsorgung im Landkreis: Schluss mit dem Flickenteppich

Im Landkreis Neu-Ulm ist die Sache deutlich schwieriger als in Günzburg und Mindelheim. Denn die Müllentsorgung gleicht hier einem Flickenteppich, in der jede Kommune selbst zuständig ist. In Bayern ist das außer Neu-Ulm nur noch im Landkreis München so. Seit Anfang dieses Jahres laufen nun im Landkreis Neu-Ulm die Gespräche, ob sich das ändern soll. Der Gemeinderat Altenstadt wird beispielsweise in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag das Thema „Rückübertragung abfallwirtschaftlicher Aufgaben auf den Landkreis Neu-Ulm“ besprechen.

Das Beispiel der drei Städte im Süden zeigt, wie viel Sinn eine solche Zusammenlegung machen könnte. Der bisherige Flickenteppich ist reif fürs Recycling – und ein gemeinsames Agieren in Sachen Müll wäre eine wirklich saubere Sache.

Mehr dazu lesen Sie hier:

So funktioniert die Gelbe Tonne für Illertissen, Weißenhorn und Vöhringen

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