Newsticker

Seehofer will Grenzkontrollen zu anderen EU-Staaten Mitte Juni aufheben
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Kinderpornografie: Kripo durchsucht Wohnungen

Landkreis Neu-Ulm/Günzburg

12.03.2020

Kinderpornografie: Kripo durchsucht Wohnungen

Die Polizei hat Wohnungen in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg durchsucht. Es ging dabei um den Austausch von kinder- und jugendpornografisches Material in Messengergruppen.
Bild: Martin Gerten/dpa

Die Polizei hat am Donnerstag Wohnungen in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg durchsucht. Unter den Beschuldigten sind auch Jugendliche.

Im Rahmen einer großen Durchsuchungsaktion hat die Kriminalpolizei Neu-Ulm am Donnerstagmorgen Wohnungen in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg durchsucht. Unterstützt von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei suchten die Beamten dabei nach kinder- und jugendpornografischem Material.

Durchsuchung: Polizei beschlagnahmt Handys, Tablets und Computer

Die Durchsuchungen fanden nach Angaben de Polizeipräsidiums in den Dienstbereichen der Polizeiinspektionen Illertissen, Weißenhorn, Neu-Ulm, Günzburg und Burgau statt. Es wurden insgesamt zehn Durchsuchungs- und Beschlagnahme-Beschlüsse bei 15 Beschuldigten vollzogen. Die Staatsanwaltschaft Memmingen führt gegen alle Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes oder der der Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie. Ein Teil der Beschuldigten waren Jugendliche, so die Polizei. Es wurden mehrere Mobiltelefone, Tablets, Computer und andere Datenträger beschlagnahmt.

Kinderpornografie in Messenger-Chat-Gruppen erhalten

In vielen der genannten Strafverfahren besteht nach Polizeiangaben der Verdacht, dass die Beschuldigten nicht aktiv nach entsprechendem Bildmaterial gesucht haben, sondern dieses in diversen Messenger-Chat-Gruppen verschiedener Onlinedienste erhalten haben. Falls sich Kinder- oder Jugendpornografisches Bildmaterial auf den beschlagnahmten Gegenständen befinden, folge in der Regel die Einziehung der jeweiligen Geräte im Strafverfahren.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Polizei rät: Besser nicht in große Messenger-Gruppen gehen

In diesem Zusammenhang möchte die Kriminalpolizei Neu-Ulm sensibilisieren, dass das Empfangen und das damit oftmals einhergehende automatisierte Herunterladen solchen Bildmaterials auf die Endgeräte bereits den Straftatbestand des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie erfüllen kann. Damit werde bei behördlichem Bekanntwerden solcher Fälle in der Regel ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und eine Wohnungsdurchsuchung sowie die Beschlagnahme von Mobiltelefonen, Computer und anderer Datenträger ist oftmals die Folge daraus.

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm rät daher, die Mitgliedschaft in großen Messenger-Gruppen mit persönlich nicht bekannten Mitgliedern zu vermeiden. Im Zweifel sollte man aus solchen Gruppen austreten und die Mediendateien daraus löschen. (az)

Mehr zum Thema lesen Sie hier:

Sexueller Missbrauch im Netz: Der tägliche Kampf gegen Kinderpornografie

So funktioniert die Jagd auf Kinderschänder-Plattformen

Bayern will seine Schüler besser vor Straftaten in Chats schützen

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren