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Kreis Neu-Ulm

27.11.2020

Startschuss für Elektrifizierung der Illertalbahn gefallen

Solche Züge fahren bald als Regio-S-Bahn von Ulm in Richtung Memmingen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Bayern zahlt 10,4 Millionen Euro für der Vorplanung der Arbeiten. Auch ein zweigleisiger Ausbau soll kommen, eine Voraussetzung für die Regio-S-Bahn.

Startschuss für den Ausbau der Illertalbahn: Der Freistaat Bayern beauftragt die Deutsche Bahn und die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) mit den Vorplanungen für die Elektrifizierung der Strecke zwischen Neu-Ulm und Kempten samt der Stichstrecke nach Weißenhorn. Dass der Freistaat die Kosten für die Vorausplanungen übernehmen und die Kosten für den Ausbau vorstrecken will, hatte der damalige Verkehrsminister Hans Reichhart bereits Anfang des Jahres angekündigt. Die Maßnahmen sind Teil des länderübergreifenden Projekts Regio-S-Bahn Donau-Iller. Außerdem treibt die Staatsregierung ihre Strategie voran, das Bahnnetz in Bayern weiter zu elektrifizieren. Das gibt das Verkehrsministerium in einer Pressemitteilung bekannt.

Die Bahnstrecke Ulm – Kempten ist eine der am stärksten ausgelasteten eingleisigen Strecken in Bayern. Die Kosten für die Vorplanung in Höhe von rund 10,4 Millionen Euro finanziert der Freistaat vollständig und geht damit in Vorleistung für den angestrebten Streckenausbau. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer spricht in der Mitteilung von einem Meilenstein für ein zukunftsträchtiges Bahnprojekt an der Nahtstelle zwischen Bayern und Baden-Württemberg: „Mit der Elektrifizierung machen wir die Illertalbahn und die Stichstrecke nach Weißenhorn nicht nur umweltfreundlicher und leiser, sondern gleichzeitig auch schneller und pünktlicher.“

Illertalbahn Ulm-Kempten soll elektrifiziert werden

Neben der Elektrifizierung sind weitere Ausbauten geplant: Eine weitgehende Erneuerung der Leit- und Sicherungstechnik zwischen Neu-Ulm und Memmingen soll den Betrieb zuverlässiger machen. Außerdem entstehen zwischen Gerlenhofen und Senden sowie zwischen Kellmünz und Pleß kurze zweigleisige Abschnitte, auf denen sich Züge begegnen können. Ein zu Jahresbeginn vorgestelltes Gutachten hat ergeben, dass damit ein Halbstundentakt möglich wird, der als Grundlage für die Regio-S-Bahn gilt.

Die jetzt in Auftrag gegebenen Vorplanungen sollen unter anderem zeigen, wie viel der Ausbau voraussichtlich kosten wird. Gerechnet wird nach ersten Schätzungen mit einer Größenordnung von rund 300 Millionen Euro. Um eine Förderung des Bundes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erhalten zu können, lassen die beiden Länder und der Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für das Gesamtprojekt anfertigen. Vorabmaßnahmen wie den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Senden haben der Freistaat und die Deutsche Bahn bereits auf den Weg gebracht. (az, mase)

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