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Fußball

14.12.2020

Beim SSV Ulm 1846 Fußball herrscht gute Stimmung in einer komplizierten Zeit

Die Stimmung ist nach dem 3:0 gegen Stadtallendorf prächtig bei Trainer Holger Bachthaler und den Ulmern – auch wenn Fußball in der Regionalliga derzeit ein schwieriges Geschäft ist.
Bild: Horst Hörger

Plus Der SSV Ulm 1846 Fußball spielt wegen Corona nicht in Alzenau gegen Alzenau und die Spieler absolvieren einen wahren Test-Marathon

Am Thema Corona kommt derzeit niemand vorbei. Auch nicht der SSV Ulm 1846 Fußball. Das fängt schon damit an, dass das Spiel der Regionalliga Südwest am Dienstag (19 Uhr) gegen Alzenau eben nicht in Alzenau ausgetragen wird. Die Stadt mit ihren 18500 Einwohnern liegt zwar nur ein paar Kilometer von der Landesgrenze entfernt. Aber eben doch noch in Unterfranken und damit in Bayern. Im Freistaat ist aber anders als in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland Regionalliga-Fußball nicht erlaubt. Alzenau spielt deswegen gegen Ulm auf Kunstrasen im hessischen Walldorf – natürlich mit einem strengen Hygienekonzept, zu dem auch Schnelltests vor dem Spiel gehören.

SSV Ulm 1846 Fußball spielt im DFB-Pokal gegen Schalke 04

Die Spieler, Trainer und der Betreuerstab des SSV Ulm 1846 Fußball werden aber noch gründlicher gecheckt, denn sie haben in einer Woche das Spiel in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Schalke 04 vor der Brust und im Profibereich nimmt man es viel genauer. Zu den Schnelltests kommen reguläre Corona-Tests, vier an der Zahl. Zwei haben die Ulmer schon hinter sich gebracht, der letzte steht am kommenden Sonntag auf dem Programm. Anschließend begeben sich die Spieler in häusliche Quarantäne, am Montag fahren sie mit dem Bus nach Gelsenkirchen. Trainer Holger Bachthaler legt zwar den Fokus auf die zwei in diesem Jahr noch ausstehenden Punktspiele. Er kommt aber gar nicht umhin, sich auch schon mit dem Pokalspiel, mit all seinen Begleitumständen, zu beschäftigen. Die Bundesligapartie zwischen dem FC Augsburg und den Schalkern am Sonntag hat sich Bachthaler natürlich außerdem angeschaut. „Ein bisschen genauer als sonst“, wie er zugibt. Am Ende hieß es 2:2, Schalke ist damit seit 27 Spielen sieglos. Bachthaler warnt trotzdem eindringlich vor der Schlussfolgerung, dass das so etwas wie eine Partie auf Augenhöhe wird für die Ulmer: „Schalke ist immer noch eine mit Nationalspielern gespickte Mannschaft. Wenn ein Viertligist gegen einen Erstligisten gewinnen will, dann muss alles passen.“

SSV Ulm 1846 Fußball gewinnt das erste Spiel klar

Viel lieber würde der Trainer der Spatzen ja über Alzenau reden und vielleicht noch über die Hausaufgabe gegen Hessen Kassel am kommenden Samstag – wenn nur die Themen Corona und Schalke nicht wären, die ja wegen der Testserie und dem Tausch des Heimrechts mit dem Bundesligisten auch noch miteinander zu tun haben. Tatsache ist trotzdem, dass Ulm den gefühlten Saisonstart mitten in der Spielzeit am vergangenen Samstag gegen Stadtallendorf mit einem 3:0-Sieg prima hin bekommen hat und entsprechend gut ist derzeit die Stimmung in der Friedrichsau – zumal der Gegner aus Mittelhessen so ganz und gar nicht den Eindruck machte, als wolle er eigentlich gar nicht spielen. Eintracht Stadtallendorf hat bekanntlich zusammen mit mehreren anderen Vereinen gegen den Neustart geklagt und verloren. Die Mannschaft ging dann überaus rustikal zur Sache. Bachthaler sagte mit Anspielung vor allem auf das harte Einsteigen von Nestor Djengoue gegen Tobias Rühle und Burak Coban: „Wenn der Gegner nach 20 Minuten nur noch zehn Mann auf dem Platz hat, dann darf er sich nicht beschweren.“

Lesen Sie auch: So lief das Spiel des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Stadtallendorf

Als Vertreter des verletzten Stammtorhüters Niclas Heimann stand am Samstag übrigens Maximilian Reule und nicht Christian Ortag im Ulmer Gehäuse. Bachthaler sagt dazu: „Reule hat gut trainiert und die beiden sind auf einem fast identischen Niveau.“ Ein Wechsel auf dieser Position ist auch am Dienstag gegen Alzenau nicht vorgesehen. Reule hat schließlich zu Null gespielt und sehr viel mehr kann niemand von einem Torhüter erwarten.

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