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Basketball

25.03.2020

Die Hängepartie geht auch für Ratiopharm Ulm weiter

Dribbeln, passen, werfen oder dunken so wie hier der Ulmer Gavin Schilling: Die Profis der Basketball-Bundesliga werden ihrem Beruf bis mindestens 30. April nicht mehr nachgehen.
Bild: Horst Hörger

Plus Die Saison soll in der Basketball-Bundesliga irgendwie und irgendwann fortgesetzt werden. Selbst wenn das klappt – der sportliche Wert wäre fraglich

Die Fußball-Europameisterschaft wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben, die Olympischen Spiele wurden verschoben, die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat die Saison beendet – die Basketballer tun sich weiterhin schwer mit einer klaren Entscheidung.

Bereits vor knapp zwei Wochen hatten die Bundesligisten vereinbart, den Spielbetrieb vorläufig auszusetzen. Am Mittwoch stand eine weitere Videokonferenz der Geschäftsführer mit dem Liga-Präsidium auf dem Programm, erwartet worden war, dass die Basketballer dem Beispiel der DEL folgen. Stattdessen: Der Spielbetrieb wird bis mindestens zum 30. April weiter ausgesetzt. In einer Pressemitteilung der Basketball-Bundesliga (BBL) heißt es: „Es bleibt das erklärte Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen, gegebenenfalls mit einem gekürzten respektive verdichteten Modus.“ Varianten sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.

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Diskutiert werden vor allem zwei Möglichkeiten: Erstens ein sofortiges Ende der regulären Saison und Play-offs auf der Grundlage der aktuellen Tabelle. Ratiopharm Ulm wäre als Zehnter dann raus. Zweitens Fortsetzung der regulären Saison und keine Play-offs.

So oder so stellt sich allerdings die Frage, welchen sportlichen Wert ein derartiger „Spielbetrieb light“ mit ein paar deutschen Profis und Nachwuchsspielern noch hätte. Viele amerikanische Spieler haben sich in die Heimat verabschiedet, ihre Verträge wurden teilweise aufgelöst. Auch bei ausländischen Profis, deren Arbeitspapiere noch gültig sind, dürfte sich in Corona-Zeiten die Neigung zur Rückkehr in Grenzen halten. Ingo Weiss, der Präsident des Deutschen Basketball Bundes, sagte beispielsweise: „Ich glaube nicht, dass wir in dieser Saison einen Basketball-Meister küren werden. Meine Hoffnung ist, dass wir die neue Basketball-Saison wie geplant im Oktober starten können und dann wieder alles hochfahren.“

Auch bei Ratiopharm Ulm haben sich einige Amerikaner verabschiedet

Viele Vereine befinden sich bereits nach rund zwei Wochen ohne Spielbetrieb in argen finanziellen Nöten. In Gießen beispielsweise hat man sich deswegen schon von sechs Spielern getrennt. „Die Gehälter sind erst einmal vom Etat weg. Das hilft uns“, sagte Geschäftsführer Michael Koch der Gießener Allgemeine Zeitung. „Die Situation ist wirklich sehr ernst“, bestätigte Stefan Niemeyer, der Club-Boss von Rasta Vechta. Die Niedersachsen haben deshalb wie der MBC, Braunschweig, Bamberg, Ludwigsburg, Bonn, Göttingen, Frankfurt und auch Ratiopharm Ulm einige ihrer US-Profis in die Heimat ziehen lassen. Die Ulmer haben mit denen für den Fall einer nach wie vor überaus unwahrscheinlichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine Rückkehr vereinbart. Geschäftsführer Andreas Oettel stellt klar: "Bei allen zukünftigen Entscheidungen steht weiterhin die Prävention der Ausbreitung an erster Stelle."

Die Bundesligisten werden sich spätestens am 30. April erneut besprechen. Die BBL stellt dann sogar eine „finale Entscheidung“ in Aussicht: „Sofern möglich...“

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