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Politischer Aschermittwoch

17.02.2021

Markus Söder zeigt sich als Typ mit Eckbank und Kanten

Dieses Bild vom CSU-Wohnzimmer twitterte Markus Söder bereits vorab. Dort hielt er seine Rede zum Politischen Aschermittwoch.
Foto: Markus Söder via Twitter

Die Parteien machen den Politischen Aschermittwoch in Bayern zu "Schöner Wohnen". Warum der Platzhirsch CSU - zumindest in Sachen Gemütlichkeit - klarer Punktsieger ist.

Normalerweise interessieren wir uns ja brennend dafür, was hinter den Kulissen der großen Politik passiert. An diesem Aschermittwoch sind die Kulissen selbst der Star. Corona zwingt die Redner zur neuen Häuslichkeit. Wohnzimmer statt Bierzelt. Besonders gemütlich richtet es sich die CSU ein.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nimmt auf einer rustikalen Eckbank Platz. Seine Idole blicken ihm aus gerahmten Bildern über die Schultern. Auf der einen Seite der Stoiber Edmund, auf der anderen FJS. Ein Wimpel vom Club, das putzige Hundebaby Molly, eine Kachelofenattrappe und – Gott sei Dank – ein Kruzifix über dem Türstock. Gäbe es Geruchsfernsehen, man könnte den Bierdunst riechen.

Besser als nichts: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor Pappaufstellern, die als Publikum dienen.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Dieser Aschermittwoch steht unter dem Motto: Zeig mir, wie Du wohnst und ich sag dir, wer du bist. Söder gibt in Passau also den bodenständigen Typen mit Eckbank und Kanten. Ein paar Kilometer weiter in Vilshofen spricht SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz an einem aus Euro-Paletten zusammengezimmerten Pult, was wohl einen Rest von Arbeiterpartei symbolisieren soll.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Vilshofen. Als Rednerpult dienen zusammengezimmerte Euro-Paletten.
Foto: Armin Weigel, dpa

Annalena Baerbock und Robert Habeck tauschen ihre samtige Psychotherapeuten-Couch vom Parteitag gegen stylische Sessel. Dass die Grünen ihr „Schöner Wohnen“ in Berlin aufgebaut haben, gibt allerdings massive Abzüge in der B-Note (B wie Bayern, Bierzelt, Blasmusik). Und Stimmung will auch nicht so recht aufkommen. Klarer Punktsieger ist am Ende der Platzhirsch CSU.

Abzüge in der B-Note: Annalena Baerbock und Robert Habeck haben sich im fernen Berlin häuslich eingerichtet.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Und Armin Laschet? Der schickt zumindest ein joviales Grußwort in Söders Passauer Wohnzimmer - und sagt, dass er sich ein Deutschland ohne CSU nicht vorstellen kann. Kommt gut an, nachdem die jüngsten Wortmeldungen des CDU-Chefs zur Corona-Politik in München ja nicht ganz so gute Laune ausgelöst hatten.

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