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Sturm auf Kapitol
07.01.2021

Merkel: Wütend und traurig über Ereignisse in den USA

„Mich haben die Bilder wütend und auch traurig gemacht“, sagte Angela Merkel über die Ausschreitungen in den USA.
Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archiv)

Angela Merkel verurteilte die Vorfälle in Washington außergewöhnlich scharf. Auch Bundespräsident Steinmeier will sich im Laufe des Tages äußern.

Es waren ungewöhnlich deutliche Worte, die Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Vorgänge in Washington fand. „Mich haben die Bilder wütend und auch traurig gemacht“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Merkel war der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe zugeschaltet und nutzte zu allererst die Gelegenheit, sich zur Lage in Washington zu äußern.

 

Wir ihr gehe es sicherlich Millionen Menschen auf der Welt, die auch zu den Bewunderern demokratischer Traditionen in den USA gehörten, sagte Merkel, die sichtlich berührt von den Ereignissen wirkte.  „Eine Grundregel der Demokratie ist: Nach Wahlen gibt es Gewinnern und Verlierer“, erklärte sie. Sie bedauere sehr, dass Trump seine Niederlage nicht eingestanden habe, sagte Merkel. Kurz nach ihrer Ansprache tauchte eine Eilmeldung auf, wonach der US-Präsident seine Niederlage eingestanden haben soll.

Nach Merkel will sich auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu den Ausschreitungen in den USA äußern

Merkel gab Trump die Schuld an den Ausschreitungen in Washington. Zweifel an der Wahl seien geschürt worden, sagte sie. „Das hat die Atmosphäre dafür bereitet, das die Ereignisse der Nacht möglich“ geworden seien, sagte Merkel. Merkel betonte aber auch, die weltweiten Reaktionen und vor allem die in den Vereinigten Staaten zeigten, „dass diese Demokratie sich als viel stärker erweisen wird als die Angreifer und Randalierer.“

Merkel: Wütend und traurig über Ereignisse in den USA
15 Bilder
Eindringlinge im Kapitol: Chaos in Washington
Foto: Andrew Harnik, dpa/AP

Es sei tragisch, dass Menschen in der Nacht ihr Leben verloren hätten, bedauerte die deutsche Regierungschefin. Für sie sei es ein Zeichen der Hoffnung, dass der US-Kongress später seine Arbeit fortgesetzt habe. Die USA könnten nun „in weniger als zwei Wochen, so wie es sein muss, eine neues Kapitel ihrer Demokratie eröffnen“.

Nach Merkel wollte sich am Vormittag auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu den Vorgängen in den USA äußern. Es kommt selten vor, dass das Staatsoberhaupt und die Regierungschefin so deutlich und massiv die innenpolitischen Vorgänge in einem anderen Land kommentieren.

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