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Lagerlechfeld

11.09.2020

Eurofighter rollt zwischen Lagerlechfeld und Kaufbeuren über die B17

Die an den äußeren Tragflächenenden angebrachten Bodenstrahler machten die Dimension des elf Meter breiten Fluggerätes auf der Straße sichtbar.
Bild: Uwe Bolten

Plus Wie schon vor rund drei Monaten ist erneut ein Bundeswehr-Eurofighter über die B17 von Lagerlechfeld nach Kaufbeuren transportiert worden.

In Kaufbeuren wird das Fluggerät zur Schulung von Personal am Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe Abteilung Süd eingesetzt. Begleitet von rund 20 Fahrzeugen der Transportfirma, der Bundeswehr, Polizei und Verkehrssicherungsunternehmen rollte der Transport kurz nach 20 Uhr an der Anschlussstelle Oberottmarshausen auf die Bundesstraße. Autofahrer erhielten über die Verkehrsnachrichten die Information, dass ein Schwertransport mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde ein zügiges Vorankommen auf der Strecke nach Landsberg verhindere, genau wie schon im Juni 2020.

Eurofighter-Transport in Lagerlechfeld: Viele Schaulustige

„Ich habe es auch im Radio gehört und habe den Transport umfahren. Jetzt stehe ich hier und schau es mir mal an“, sagte eine Dame aus der rund 20-köpfigen Gruppe an Schaulustigen, die sich auf der Brücke in Verlängerung der Lagerlechfelder Heimgartenstraße eingefunden hat. Dort herrschte im Vergleich zum letzten Transport eine lockere Stimmung: Anstatt Regen, wie vor drei Monaten, lockte ein trockener Spätsommerabend und sorgte für angenehmere Verhältnisse.

Der Eurofighter-Transport zwischen Lagerlechfeld und Kaufbeuren im Juni 2020.
Bild: Mathias Wild

Kolonne begleitet den Eurofighter nach Kaufbeuren

Schnell fanden sich Experten, die Fakten über das Flugzeug oder Tricks und Kniffe der Fotografie austauschten. „Die Aussicht von der Brücke hier ist klasse“, sagte ein Besucher aus Schwabmünchen: „Durch die lange Gerade und die abfallende Straßenführung kann man sogar die zwei Kilometer entfernte Brücke an der Abfahrt Kleinaitingen sehen“, sagte er und richtete seinen Blick nach Norden, wo mittlerweile ein Blaulicht auf der Brücke auszumachen war. Ebenso ließ der fehlende Verkehr den Transport in Kürze erwarten.

Ein Fahrzeug der Streckenposten auf der nun leeren Straße, begleitet durch ein Polizeimotorrad mit Sondersignal, wurde scherzhaft als Werbekolonne der Tour de France bezeichnet. Am Horizont, deutlich sichtbar in der Dunkelheit, kündigte ein Meer von Blinkleuchten den Schwertransporter mit seiner übergroßen Fracht an.

Eurofighter: Transport einer elf Meter breiten Fracht nach Kaufbeuren

Gegen 20.30 Uhr erreichte das um Seitenleitwerk und Antriebsaggregate erleichterte Fluggerät, festgezurrt auf einem Tieflader, die Brücke. Als ob der Fahrer den Schaulustigen ein besonders schönes Motiv bieten wolle, fuhr der Tieflader mit seiner elf Metern breiten Fracht vor der Brücke sehr langsam, das Auslösen von Handys und Spiegelreflexkameras war deutlich vernehmbar.

Lichtermeer auf der B17 wegen Eurofighter

Die an den seitlichen Begrenzungen der Tragflächen nach unten strahlenden Scheinwerfer zeichneten die Dimension des Transportes eindrucksvoll auf den Asphalt: Auf der einen Seite berührten die Lichter des Fliegers fast die Mittelleitplanke, auf der anderen Seite wurde der Standstreifen überschritten. Der Eurofighter selber, auf dem Transporter von Scheinwerfern angestrahlt, lagerte dort hoch genug, um seinen Weg nach Süden fortzusetzen. Nach wenigen Minuten verschwand der Transport mit seinem Wirrwarr an Blinklichtern und beleuchteten Warntafeln auf den Begleitfahrzeugen aus dem Sichtfeld.

Nur die vielen ausgebremsten Fahrzeuge hinter dem Transport ließen etwas vom Schwertransport erahnen. „So etwas habe ich noch nie gesehen. Das war schon beeindruckend“, sagte eine Klosterlechfelderin, die noch Minuten nach dem Passieren des Schwertransportes vom Lichtermeer überwältigt schien.

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