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Schwabmünchen

20.10.2019

Kommunen stehen geschlossen hinter der Sicherheitswacht

Nach der Bestellung haben die Mitglieder der Sicherheitswacht für Schwabmünchen und das Lechfeld – (vorne von links) Stephan Deibler, Uwe Korowiak, Liane Deibler, Manuela Valentin und Heiko Schäfer – volle Rückendeckung durch (von links) Gernot Hasmüller (Polizeiinspektion Schwabmünchen), Rüdiger Landsto (Vertreter Gemeinde Graben, Simon Schropp (Bürgermeister Untermeitingen), Lorenz Müller (Bürgermeister Schwabmünchen), Wilhelm Haupeltshofer (Ordnungsamt Schwabmünchen) und Johannes Bergdolt (Polizeipräsidium Schwaben-Nord).
Bild: Uwe Bolten

Fünf Mitarbeiter werden ab 1. November in Schwabmünchen, Untermeitingen und Graben auf Streife gehen. Sie sollen für die Polizei „Augen und Ohren“ sein.

25 Jahre gibt es nun bereits die Sicherheitswacht in Bayern. Und während in Nürnberg das runde Jubiläum gefeiert wird, bekamen nun erstmals auch in Schwabmünchen fünf Bürger ihre dunkelblaue Dienstbekleidung, die sie als Teil dieser ehrenamtlichen Sicherheitseinrichtung kennzeichnet, ausgehändigt.

Liane und Stephan Deibler aus Schwabmünchen, Manuela Valentin aus Landsberg, Uwe Korowiak aus Klosterlechfeld sowie Heiko Schäfer aus Graben bekamen nun ihre Dienstausweise und Bestellungsurkunden im Rathaus Schwabmünchen ausgehändigt. Zum 1. November werden sie ihre Fußstreifen, eingeteilt durch die hiesige Polizeiinspektion, in Schwabmünchen, Untermeitingen und Graben aufnehmen. Die Kommunen hatten durch Ratsbeschlüsse formell die Einführung dieses ehrenamtlichen Sicherheitsorgans beantragt.

Polizeichef ist ein bekennender Befürworter dieser Einrichtung

„Vor einem Jahr gingen wir durch die kommunalen Gremien und warben für die Einführung der Sicherheitswacht. Heute ist es soweit“, sagte Gernot Hasmüller. Der Chef der Schwabmünchner Polizei ist ein bekennender Befürworter dieser Einrichtung. „Die Sicherheitswacht ist ein weiterer Baustein der Sicherheit. Ich gehe davon aus, dass Störungen der öffentlichen Ordnung deutlich früher erkannt und begegnet werden können“, sagte er und bezeichnete das Personal der Wacht als wandelende Notrufsäulen.

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„Bei größeren Störungen oder Vorfällen werden die ehrenamtlichen immer die Polizei rufen“, ergänzte Hasmüller. Nach einer Eignungsprüfung hätten die Bewerber in 40 Unterrichtseinheiten sich mit Themen wie Kommunikation, Recht, Konfliktbewältigung, örtliche Bestimmungen und interkulturelle Kompetenz auseinandersetzen müssen, beschrieb Hasmüller Teile der Ausbildung. „Für den Dienst in der Sicherheitswacht gilt der alte pädagogische Grundsatz: Man muss Menschen mögen“, schloss er seine Ansprache.

Eine sehr engagierte Truppe

Johannes Bergdolt vom Polizeipräsidium Schwaben-Nord in Augsburg, begrüßte die Einrichtung ebenso. „Die Sicherheitswacht, als Augen und Ohren der Polizei vor Ort, ist flexibel einsetzbar. Mit ihnen haben wie eine sehr engagierte Truppe“, richtete er seine Worte an die Ehrenamtlichen und ergänzte, dass er froh sei, von den acht zur Verfügung stehenden Stellen, fünf habe besetzen können. Sein besonderer Dank ging an die Polizeiinspektion Schwabmünchen, deren Mitarbeiter sich intensiv in die Ausbildung eingebracht hatten.

„Schwabmünchen und das Lechfeld sind erfreulicherweise kein Hotspot der Kriminalität. Die Sicherheitswacht gibt in Zeiten, in denen man beispielsweise bei einer Ruhestörung einfach nur miteinander reden sollte, ein sicheres Gefühl“, sagte Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller. Die Lechfeldgemeinden waren durch Untermeitingens Bürgermeister Simon Schropp und Rüdiger Landto als Vertreter der Gemeinde Graben an der Bestellungsfeier vertreten. Beide betonten in ihren kurzen Worten, dass für sie die Sicherheitswacht als Vertrauenspersonen wichtig seien.

Nach der offiziellen Bestellung übernahmen die fünf Mitglieder der Sicherheitswacht weitere Ausrüstungsgegenstände wie Trillerpfeife, Taschenlampen, Warnwesten und ein Reizstoffsprühgerät zur Selbstverteidigung. Die dazugehörigen Funkgeräte lagern in der Polizeiinspektion. „Ich werde es einfach auf mich zukommen lassen, es wird bestimmt interessant. Es ist ein besonderes Ehrenamt“, sagte Stephan Deibler, und seine Kollegen stimmten dem zu.

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