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Wertingen

23.05.2019

Wertingen stimmt Sparkassen-Fusion zu

Der Stadtrat Wertingen sieht eine Fusion der Sparkasse Dillingen mit Nördlingen positiv. Wichtig ist den Stadträten vor allem, dass der Marktbereich Wertingen und somit die Präsenz in Wertingen erhalten bleibt. Das Sparkassengebäude an der Schulstraße ist also weiter mit Leben erfüllt.
Bild: Hertha Stauch

Der Stadtrat Wertingen votiert für die Bankenehe zwischen Dillingen und Nördlingen. Ein Kriterium war dabei für die Räte aus dem Zusamtal entscheidend.

Den Wertingern bleibt ihre Sparkasse als eigener Marktbereich erhalten. Das war die wichtigste Nachricht für den Stadtrat am Mittwochabend, die ein einstimmiges Votum für eine Fusion der Sparkassen Dillingen und Nördlingen zur Folge hatte. Wertingen ist nun der dritte Sparkassenbereich im Landkreis, der der Bankenehe zugestimmt hat. Gundelfingen, Lauingen und der Dillinger Kreistag müssen folgen, ehe der Zweckverband der Dillinger Sparkasse am 12. Juli das letzte Wort spricht.

Diese Rolle spielt künftig der Marktbereich Wertingen

Der Vorstandsvorsitzende der Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen, Thomas Schwarzbauer, informierte den Stadtrat über die Einzelheiten der Fusion. Entscheidendes Detail für die Stadträte war, welche Rolle der Marktbereich Wertingen künftig spielen wird. Wertingen, das bisher mit zwei Prozent an der Sparkasse Dillingen beteiligt war, erhält künftig 1,5 Prozent der Anteile. Wie bisher wird Wertingen auch künftig zwei von insgesamt 25 Sitzen im Sparkassen-Zweckverband einnehmen in den Personen von Bürgermeister Willy Lehmeier (Stellvertreter Johann Bröll) und Alfred Schneid (Stellvertreter Reinhold Wörle). Weiterhin gibt es auch einen von insgesamt zwölf Sitzen für Wertingen im Verwaltungsrat der Sparkasse, den ebenfalls Alfred Schneid einnimmt. Die Vertretungen von Wertingen seien rechtlich auf Dauer garantiert, erklärte Thomas Schwarzbauer, auch bei künftigen Fusionen sei dies der Fall.

Was Sparkassenchef Schwarzbauer zur Präsenz in der Zusamstadt sagt

Gerne hörten die Stadträte auch folgenden Satz von Sparkassen-Vorstandsmitglied Martin Jenewein: „Die Sparkasse wird langfristig in Wertingen bleiben.“ Sprich der Marktbereich bleibt im Gebäude an Ort und Stelle, und auch in Buttenwiesen soll die Geschäftsstelle bestehen bleiben. „Wir sind eine Flächen-Sparkasse, wir bleiben präsent mit Kompetenz,“ sagte Jenewein, was bedeute, dass auch Baufinanzierungsberatung und Immobilienvermittlung weiter vor Ort möglich sei. Auswirkungen für die Kunden habe die Fusion nicht, denn Kontonummer und Kontokarte bleiben gleich.

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Einer hatte anfangs Bedenken

Stadtrat Alfred Schneid berichtete von seinen anfänglichen Bedenken, dass sich Wertingens Position durch die Fusion verschlechtern könnte. Doch nun sei das Gegenteil eingetreten – „die Position hat sich verbessert“, stellte Schneid fest. Auch die Rechtssicherheit, die Schwarzbauer zusicherte, befand Schneid als positiv. Er dankte der Sparkasse, die die Fusionsverhandlungen im Interesse der kleinen Städte geführt habe. Sein Wunsch aus Wertinger Sicht sei, dass die Präsenz der Sparkasse auf dem jetzigen Stand erhalten bleibe – „die Sparkasse soll mit einem Gesicht hier vertreten sein.“

Auch Bürgermeister Willy Lehmeier sah das Ergebnis der Fusionsverhandlungen positiv, vor allem, dass kein Träger eine Haftungsverantwortung habe, wenn eine einzelne Sparkasse einmal in Schieflage gerate.

Die Wertinger Sparkasse wurde 1834 gegründet und schloss sich 1977 mit der Sparkasse Dillingen zusammen. Durch die jetzige Fusion mit Nördlingen erhalten die Sparkasse ein Geschäftsgebiet mit über 130000 Einwohnern und erreichen eine Bilanzsumme von fast zwei Milliarden Euro. Insgesamt wird es 60000 Geschäfts- und private Girokonten geben, die Anlagen der Kunden werden über zwei Milliarden Euro betragen, Kredite kann die neue Sparkasse in Höhe von einer Milliarde gewähren.

17 Geschäftsstellen und 365 Mitarbeiter

Laut Thomas Schwarzbauer wird es 17 Geschäftsstellen und zwölf SB-Geschäftsstellen geben, die neue Sparkasse wird 365 Mitarbeiter beschäftigen, betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

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