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Fußball-Bundesliga

22.01.2016

Die Fans des FC Bayern hoffen in der Rückrunde auf Pep

Pep Guardiola und die Meisterschale – am liebsten würde der Spanier den Bayern-Fans im Mai noch den Champions-League-Pokal auf dem Münchner Marienplatz zum Abschied präsentieren. 
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Pep Guardiola und die Meisterschale – am liebsten würde der Spanier den Bayern-Fans im Mai noch den Champions-League-Pokal auf dem Münchner Marienplatz zum Abschied präsentieren. 
Bild: Alexander Hassenstein, dpa

Fans und Experten aus der Region erwarten eine spannende Bundesliga-Rückrunde für den FC Bayern und den FC Augsburg. Die Fans des TSV 1860 München setzen auf Sascha Mölders.

Das Warten hat ein Ende: Die Fußball-Bundesliga erwacht heute aus ihrem Winterschlaf. Zum Rückrundenauftakt tritt der FC Bayern am Abend beim Hamburger SV (20.30 Uhr) an. Und der Rekordmeister hat im letzten halben Jahr mit Trainer Pep Guardiola Großes vor. Fans, Spieler und Verantwortliche hoffen auf das Triple, bevor sich der Spanier nach England verabschiedet.

Auch Thomas Weinmüller, Vorsitzender des Bayern-Fanklubs „De Road’n“ aus Sielenbach, blickt voller Zuversicht in die Rückrunde: „Uns wird dieses Jahr in der Bundesliga keiner mehr gefährlich.“ Wichtig sei aber, dass seine Bayern gut aus den Startlöchern kommen. „Sonst gehen die Diskussionen darüber los, ob Pep mit dem Kopf noch in München ist“, sagt Weinmüller. Diese Gefahr sieht der Bayern-Fan aber nicht, immerhin sei es auch ein Anliegen Guardiolas, seinen Lebenslauf mit möglichst vielen Titeln zu schmücken. Abgesehen von der Trainerfrage orakeln viele Experten über ein weiteres Problem, das den FC Bayern im Laufe der Rückrunde heimsuchen könnte. Der Kader des Rekordmeisters ist in der Breite so gut aufgestellt, dass etablierte Stars wie Arjen Robben oder Franck Ribéry um ihren Stammplatz fürchten müssen. „Ich befürchte keine Unruhe, Pep wird rotieren“, sagt Weinmüller und fügt hinzu: „Die Älteren haben erkannt, dass sie mal eine Pause brauchen.“

Den FC Bayern gibt es auch im indischen Fernsehen

Den Rückrundenstart seiner Bayern gegen den HSV wird Weinmüller von Indien aus verfolgen. Dort befindet er sich seit gut einem Jahr beruflich. „Zum Glück kommt die Bundesliga im indischen Fernsehen“, sagt er und fügt hinzu: „Ich freue mich aber darauf, in drei Wochen endlich wieder ins Stadion zu können.“ Dann ist Weinmüllers Auslandsaufenthalt beendet, und er hat noch genügend Zeit, Guardiola auf seiner Abschiedstour das ein oder andere Mal live im Stadion zu sehen.

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Während es bei den Bayern nur darum geht, wie viele Titel sie im Mai auf dem Münchner Marienplatz in die Luft stemmen, plagen den FC Augsburg andere Sorgen. Nach einem verpatzten Saisonstart hat sich die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl zwar stabilisiert, befindet sich aber weiterhin im Abstiegskampf.

Joachim Schnürer, jahrelang eine Institution beim TSV Inchenhofen und früher selbst für den FCA in der 2.Bundesliga am Ball, schätzt die Situation realistisch ein: „Es wird bis zum Schluss um den Klassenerhalt gehen.“ Maßgebend sei, beim Rückrundenauftakt bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr) mindestens einen Punkt zu holen. „Sonst waren die Erfolge vor der Winterpause wertlos“, sagt Schnürer.

Ehemaliger Spieler des FC Augsburg freut sich auf den FC Liverpool und Jürgen Klopp

Einen Grund für die schwachen Leistungen in der Liga sieht der 55-Jährige im Abenteuer Europa League. Zwar sei gerade das Aufeinandertreffen gegen Jürgen Klopps FC Liverpool ein Höhepunkt für den Verein und die gesamte Region, die „Dreifachbelastung“ hinterlasse aber Spuren. „Kleinere Vereine merken den Mehraufwand durch internationale Spiele immer recht schnell“, sagt Schnürer. Damit die Rückrunde so sorgenfrei wie möglich verläuft, hat sich der FCA mit zwei neuen Spielern verstärkt. An einen kann sich Schnürer noch aus den Europa-League-Spielen gegen AZ Alkmaar erinnern: „Jeffrey Gouweleeuw ist mir da schon aufgefallen. Ein guter Spieler, dem ich zutraue, für Stabilität zu sorgen.“ Genau wie Neuzugang Nummer zwei Albian Ajeti müsse sich der Niederländer aber erst ins Augsburger Team integrieren.

Kämpfertyp Sascha Mölders soll den TSV 1860 München weiterbringen

Beim TSV 1860 München wechseln sich nach wie vor sportlicher Misserfolg, Chaos in der Führungsetage und Hoffnung auf bessere Zeiten im Wochentakt ab. Selbst Dieter Höß, Vorsitzender der „Krebsbach-Löwen“ aus Hollenbach, ist das Theater langsam leid. „Ich verstehe, wenn viele Fans frustriert sind und nicht mehr ins Stadion wollen.“ Höß sieht nur einen Weg aus der Krise: „Dieser Verein braucht auf allen Ebenen endlich mal Konstanz.“ Der Verpflichtung des neuen Sportdirektors Oliver Kreuzer steht der Löwen-Fan positiv gegenüber: „Der hat in Karlsruhe gute Arbeit geleistet.“ Ein Schritt in die richtige Richtung sei auch die Verpflichtung von Sascha Mölders. Der ehemalige Stürmer des FCA spielt bis zum Saisonende auf Leihbasis für 1860 und soll helfen, den Abstieg in die dritte Liga zu verhindern. „Seine Tore können goldwert sein“, hofft Höß. Außerdem sei Mölders ein echter Kämpfertyp.

Bis zum Rückrundenstart in der 2. Bundesliga haben die Löwen aber noch Zeit. Sie starten erst am Samstag, 6. Februar, beim SC Freiburg. Eine schwierige Aufgabe für den Tabellenvorletzten, doch Höß hat seine Zuversicht noch nicht verloren. „Irgendwie werden wir den Klassenerhalt schon wieder schaffen“, sagt er.

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