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Landkreis Augsburg

27.03.2013

Autofahrer stehen stundenlang in der Kälte

Vor Adelsried staute sich am Dienstag stundenlang der Verkehr.
Bild: Bernhard Weizenegger

Winterdienst vom Wetterumschwung überrascht. Sogar Räumfahrzeuge stecken im Stau auf der A8.

Autofahrer, die am Dienstag auf der A8 zwischen Augsburg und Burgau in Richtung Stuttgart unterwegs waren, mussten viel Geduld mitbringen: Zwischen etwa 18.30 Uhr und 23.50 Uhr staut sich der Verkehr auf einer Strecke von 17 bis 20 Kilometer. Ausgelöst wurde der Stau von Lastern, die aufgrund der Straßenglätte die Steigung vor Adelsried nicht mehr schafften, stehen blieben und die Fahrbahn blockierten. Zusätzlich kam es zwischen den Ausfahrten Augsburg-West und Zusmarshausen zu zahlreichen Rutschunfällen, die aber glimpflich verliefen. Nach Auskunft der Polizei wurde niemand schwer verletzt.

Im Stau steckten auch zwei Räumfahrzeuge der Pansuevia, die als Betreiber des Ausbaus der Autobahn zwischen Ulm und Augsburg für den Winterdienst auf dieser Strecke verantwortlich ist. Laut Stefan Schmid, Autobahnmeister der Pansuevia und Einsatzleiter vor Ort, wurden die Betreiber vom plötzlichen Wetterumschwung überrascht. „Wir hatten die Autobahn zuletzt um 14 Uhr freigemacht. Nach unserem Wetterbericht sollte es erst um 20 Uhr so schneien“, sagte Schmid. Tatsächlich bekam die Pansuevia schon um 18.30 Uhr den Hinweis der Polizei, die Straßen erneut zu räumen. „Hätten wir gewusst, wie das Wetter wird, hätten wir natürlich früher Streusalz ausgefahren“, sagte Schmid.

Zusammen mit dem Winterdienst rückten die Polizei und die Feuerwehr Gersthofen aus, die den Verkehr auf der Gegenfahrbahn in Richtung München anhielten, damit der Winterdienst überhaupt durchkam und die Strecke vom Schnee befreien konnte. Die Pansuevia setzte fünf ihrer sieben Fahrzeuge ein. Kurz vor Mitternacht war die Autobahn wieder befahrbar – bis die Autos wieder im gewohnten Tempo fahren konnten, dauerte es aber noch eine Weile.

Autofahrer stehen stundenlang in der Kälte

Zahlreiche Lasterfahrer hatten ihre Wagen in Erwartung stundenlangen Wartens einfach auf der Autobahn ausgeschaltet und sich schlafen gelegt. Die Laster standen auch noch dort, als die Fahrbahn wieder frei war. Die nachfolgenden Autos mussten sich um sie herumschlängeln, was zusätzlich Zeit kostete.

Erich Kick, Dienststellenleiter der Autobahnpolizei Gersthofen, erklärte, dass es bis spät in die Nacht gedauert habe, bis der Verkehr wieder flüssig lief. „Erst um 1.40 Uhr war der Stau endgültig aufgelöst“, sagte Kick. Mitarbeiter des Vereins ACO, der Unfallfolgehilfe anbietet, kümmerten sich um die Menschen, die auf der Autobahn festhingen und schenkten ihnen Tee aus.

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