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Landkreis Augsburg

04.03.2019

Faschingsumzüge: Bunt, fröhlich und fast immer friedlich

Bunt, fröhlich und meistens friedlich: So wurde der Fasching am Wochenende gefeiert. Tausende zog es zu den großen und kleinen Umzügen auf die Straßen. In Welden waren 60 Gruppen und Mottowagen zu sehen – und lustige Verkleidungen.
Bild: Marcus Merk

Tausende feiern am Wochenende die fünfte Jahreszeit. Bei der Party in Welden kommt es zu mehreren Vorfällen, die eine klare Ursache haben: zu viel Alkohol. Die Polizei ermittelt jetzt.

Der Fasching steuert auf seinen Höhepunkt zu: Tausende Menschen feierten schon am Wochenende auf den Straßen und bei Bällen die fünfte Jahreszeit. In Welden, Zusmarshausen und in Rettenbergen zogen dutzende Mottowagen bei Umzügen durch die Straßen. In Gersthofen lud die Lechana auf dem Stadtplatz zum glitzernden Spektakel mit befreundeten Faschingsgesellschaften. Sport und Gaudi waren in Thierhaupten angesagt: Dort war beim Schubkarrenrennen in Verkleidung vor allem Geschicklichkeit gefragt. Wer es gemütlicher vorzog: In Zusmarshausen wurde bei der Wohltätigkeitsveranstaltung in der Schwarzbräuhalle ein mehrstündiges, sehenswertes Abendprogramm auf die Beine gestellt. Aber nicht überall war die Stimmung ausgelassen. Schuld daran war zu viel Alkohol.

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Während es beim großen Umzug in Welden zu keinen größeren Vorfällen kam, gab es am Abend und in der Nacht im Partyzelt Ärger. Ein 26-Jähriger Mann soll laut Polizei eine gleichaltrige Frau „angetanzt“ und von hinten festgehalten haben. Die junge Frau sei nach eigenen Angaben von den insgesamt vier Männern auch im Intimbereich überhalb der Kleidung begrapscht worden. Wer die drei anderen Männer waren, wurde nicht bekannt.

Ein 26-Jähriger hält eine Frau von hinten fest

Der 26-Jährige wurde von einem Securitymitarbeiter gegen 19.30 Uhr festgehalten. Er war laut Polizei erheblich angetrunken. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,5 Promille. Auch die 26-jährige Frau war alkoholisiert: Der Test ergab bei ihr einen Wert von 1,18 Promille. Der Mann erhielt von der Polizei einen Platzverweis. Von den drei anderen Männern, die die 26-Jährige angefasst haben sollen, fehlt jede Spur. Die junge Frau feierte nach dem Vorfall im Partyzelt weiter. Verletzt wurde sie nicht. Wer den Vorfall mitbekommen hat, soll sich bei der Polizei in Zusmarshausen melden.

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Ordentlich Alkohol im Blut hatten in Welden auch zwei andere Partygäste. Nämlich eine 18-Jährige und ein zwölf Jahre älterer Mann. Die junge Frau gab gegenüber der Polizei an, dass sie sie in der Bar des Festzeltes von dem 30-Jährigen angeblich grundlos mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sei. Zur Tatzeit gegen 19.20 Uhr hatte die 18-Jährige 1,70 Promille, der ältere Mann 1,08 Promille. Eine ärztliche Behandlung sei laut Polizei nicht notwendig geworden, ebenso seien keine äußeren Verletzungen bei der jungen Frau zu erkennen gewesen. Der Faustschläger erhielt einen Platzverweis. Auch in diesem Fall bittet die Polizei Zusmarshausen um weitere Hinweise.

Zeugen könnten helfen, einen weiteren Vorfall zu klären

Zeugen könnten auch helfen, einen weiteren Vorfall zu klären: Gegen 22 Uhr wollte ein erheblich angetrunkener Mann – ein späterer Alkoholtest ergab 2,06 Promille – unbedingt ins Festzelt, um nach einer Freundin zu suchen. Die Securitymitarbeiter ließen ihn ausnahmsweise herein. Allerdings nur mit der Maßgabe, dass er anschließend sofort wieder aus dem Zelt kommt.

Das passierte dann nicht. Fast wie zu erwarten kam der 29-Jährige nicht mehr freiwillig aus dem Zelt. Der Sicherheitsdienst musste ihn deshalb einige Zeit später an die frische Luft tragen. Dabei stellten die Mitarbeiter der Security laut Polizeibericht fest, dass der Mann Schürfwunden im Gesicht hatte. Diese stammten nicht vom Sicherheitsdienst. Wie es zu den Verletzungen gekommen war, konnte der angetrunkene 29-Jährige selbst aber nicht erklären. Eine ärztliche Behandlung vor Ort war jedoch nicht notwendig. Trotzdem ermittelt jetzt die Polizei.

Auslöser für viele Streitereien ist meist die Volksdroge Nummer eins: Alkohol nur in Maßen

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