1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Viele Bürger wollen den Rathausneubau

Diedorf

23.02.2017

Viele Bürger wollen den Rathausneubau

Seit vielen Jahren gibt es in der Diedorfer Ortsmitte immer wieder Stau. Viele hoffen, dass sich das mit einer Umfahrung ändert.

Das Projekt ist beim Bürgerratsch der CSU-Ortsverbände ein wichtiges Thema. Der Bau der Ortsumgehung wird lange dauern.

Den Besuchern Rede und Antwort stehen ist das Anliegen des regelmäßigen Bürgerratschs der CSU-Ortsverbände Anhausen, Diedorf-Biburg, Willishausen und der Jungen Union. Vier Themen standen diesmal auf dem Programmzettel: ein neues Rathaus für Diedorf, der Planungsstand zum Bau der Umfahrung B300, der neue Flächennutzungsplan und freies WLAN. Dass diese Themen in der Marktgemeinde durchaus eine gewisse Brisanz haben, zeigte die hohe Besucherzahl.

Mit dem möglichen Neubau eines Rathauses waren die anwesenden Diedorfer Bürger weitgehend einverstanden. Die Mitglieder des Marktgemeinderats haben sich bereits ein Bild davon gemacht, wie das neue Rathaus in Diedorf aussehen könnte: Sie waren in den Verwaltungsgebäuden von Thannhausen, Meitingen und Stadtbergen zu Gast.

In der CSU-Fraktion rechnet man derzeit mit Kosten in Höhe von acht Millionen Euro. „Keinesfalls soll ein neu geplantes Rathaus bereits in den nächsten fünf Jahren wieder zu klein sein“, betonte CSU-Gemeinderat Horst Heinrich. Den anwesenden Bürgern waren die Nachteile des alten und engen Rathauses, dessen Ämter zudem auf zwei Standorte verteilt sind, durchaus bewusst. Sie bemängelten vor allem die fehlenden Möglichkeiten eines ungestörten Gesprächs unter vier Augen mit den Rathausangestellten mangels ausreichendem Platz. Auch die engen Treppen stellten, wurde moniert, für alte und gehbehinderte Bürger eine immense Barriere dar. „Das Rathaus ist seit 25 Jahren im Gespräch. Wann sollen wir es anpacken, wenn nicht jetzt“, so ein Bürger, der für seine Meinung viel Beifall erhielt. „Wir haben keinen Cent für Straßensanierungen, auch die Verwirklichung des Kindergarten Willishausen steht an, aber man träumt von einem Rathaus“, kritisierten jedoch andere Diedorfer.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Man könne doch zusätzliche Räume anmieten oder mit Räumen in Containerbauweise kostengünstigere Wege gehen. Überwiegend aber sprachen sich die Bürger dafür aus, ein schwäbisches Sparmodell zu vermeiden, indem man „Hüttle baut“. Sie tendieren zu einer vernünftigen, sparsamen Lösung am bereits lange geplanten Standort neben der Schmuttertalhalle, der bereits seit langem als „Rathausplatz“ benannt ist. Dieses Grundstück ist bereits im Eigentum der Marktgemeinde.

Umfahrung Zur Umgehung der B300 erfolgten Gespräche mit dem Staatlichen Straßenbauamt sowie dem Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz, erklärte der Vorsitzende der CSU Diedorf-Biburg, Horst Heinrich. Die Straße komme vermutlich nicht vor 2022, eher zwischen 2022 und 2032, setzte er ein Zeitfenster. Der geplante Verlauf der Umgehungsstraße gefällt aber nicht allen Diedorfern, wurde klar. Insbesondere Anwohner aus dem Unterdorf, durch das die Umgehungsstraße künftig führen soll, sehen sich dadurch weitaus mehr belastet als bisher. Nach Meinung der meisten Bürger wäre in Diedorf wohl eine Untertunnelung die Lösung aller Probleme. Dies wird aber laut Heinrich an den wesentlich höheren Kosten scheitern.

Entwicklung Zum Thema Flächennutzungsplan, den die Marktgemeinde derzeit für das gesamte Marktgebiet aufstellt, informierte der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Rittel. Im Zusammenhang mit dem Flächennutzungsplan kam auch wieder die Diskussion zur Ackerfläche zwischen Diedorf und Lettenbach auf, auf der vom Eigentümer ein Bullenmaststall gebaut werden soll. Scharf kritisiert wurde von den Zuhörern, dass der Landwirt inzwischen die Baugenehmigung des Landratsamts erhalten hat, dass die Marktgemeinde hier zu spät gehandelt hätte.

WLAN Derzeit gibt es in der Marktgemeinde Diedorf WLAN an drei Hotspots: im neuen Begegnungszentrum „Diez“, im Jugendzentrum sowie am Bahnhof. Ein weiterer Standort wäre nur in der Schmuttertalhalle sinnvoll, waren sich Politiker und Bürger einig. Bürger um das Wohngebiet Pestalozzistraße, aber auch Diedorfer Geschäftsleute klagten über zu langsames Internet. Die Marktgemeinde solle schnellstmögliche Abhilfe schaffen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren