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KreisligaAugsburg

01.04.2017

Die Pechsträhne hinter sich lassen

Blankes Entsetzen beim SSV Margertshausen. Zuletzt musste Trainer Murat Birlik drei weitere Verletzte beklagen.
Bild: Michael Hochgemuth

Beim SSV Margertshausen fährt der Krankenwagen Linienverkehr. Die Mannschaften aus dem Landkreis wollen ihre Pechsträhnen beenden

Augsburg Wenn der Ball einfach nicht ins Tor will, obwohl die Mannschaft gute Chancen hat oder wenn individuelle Fehler einen den wichtigen Sieg kosten, dann ist das Pech. Vor allem der TSV Diedorf, die SpVgg Westheim und der TSV Zusmarshausen klagen darüber, dass die Ergebnisse vom letzten Wochenende nicht dem entsprechen, was möglich gewesen wäre. An diesem Wochenende wollen sie die Pechsträhne beenden. Noch viel schlimmer ergeht es dem Tabellenletzten SSV Margertshausen. Derzeit fährt der Krankenwagen Linienverkehr zum Hungerberg.

„Wir haben uns auch am vergangenen Wochenende, so wie bisher die ganze Rückrunde lang, wieder selbst geschlagen“, erklärt Zusmarshausens Trainer Christoph Kehrle. Individuelle Fehler und eine gehörige Portion Pech hätten zur Niederlage gegen den DJK Lechhausen geführt. Trotzdem ist die Stimmung weiter gut. Am wichtigsten ist für Kehrle: „Meine Mannschaft funktioniert.“ Deshalb findet er auch, dass sie sich im Spiel gegen Schwabmünchen am Samstag nicht verstecken müssten. „Wenn wir unsere Leistung bringen, wenig Fehler machen und mit etwas Glück dann auch noch das Tor treffen, steht einem Sieg nichts im Wege“, erklärt der Trainer.

Diedorf – SSV Margertshausen „So etwas habe ich noch nie erlebt“, stöhnt Klaus Mayr, der sportliche Leiter des SSV Margertshausen. Allein im Spiel gegen den VfR Foret gab es drei weitere Verletzte: Tobias Grolig (Kreuzbandriss), Michael Braxmeier (Verdacht auf Kreuzbandriss) und Max Gschwilm (Muskelfaserriss). „Das hatte nichts mit der Spielweise des Gegners zu tun“, stellt Mayr klar, dass das Kellerduell zwar umkämpft, aber frei von bösen Fouls war. Das Trio gesellt sich jetzt zu Paul Niklas, Felix Prem, Daniel Gentile (alle Kreuzbandriss) sowie Stefan Holl (Patellasehne). „Lauter krasse Verletzungen“, so Mayr, „doch die Mannschaft hat am Dienstag im Training überragend reagiert. Das war sehr emotional.“ Jetzt erst recht, lautet die Devise beim Schlusslicht. „So lange es noch irgendwie möglich ist, glauben wir immer noch daran.“

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Eine Pechsträhne lähmt auch den TSV Diedorf in der Rückrunde. Eigentlich wollte man gegen Göggingen angreifen. Trainer Jürgen Fuchs schielte im Vorfeld sogar auf eine Platzierung an der Tabellenspitze. Die Begegnung machte diese Ambitionen aber zunichte. 1:3 lautete das Endergebnis. Am kommenden Sonntag will die Mannschaft im Derby gegen den SSV Margertshausen zurück in die Spur finden. Trainer Fuchs ist noch immer überzeugt: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Er weiß, dass beim SSV gerade einige wichtige Spieler verletzt sind. „Ein angeschlagener Boxer ist immer gefährlich“, will man den Gegner ernst nehmen.

Westheim – TSV Leitershofen „Das 1:2 kam aus dem Nichts und dann sind wir nicht mehr hinten raus gekommen“, resümiert Trainer Oliver Haberkorn von der SpVgg Westheim das Spiel in Horgau, das 2:2 endete. Seine Mannschaft hätte einfach Pech gehabt, findet Trainer Haberkorn. Beim kommenden Heimspiel erhofft sich Westheims Trainer drei Punkte, obwohl in seiner Mannschaft wichtige Spieler fehlen. Haberkorn ist trotzdem zuversichtlich, denn er weiß: „Guter Ersatz ist da.“

Trainer Michael Kreutmayr vom TSV Leitershofen freut sich auf die kommende Begegnung. Er weiß, dass seine Mannschaft es in Westheim schwer haben wird, denn der SpVgg habe sich bisher gut entwickelt. Trotzdem rechnet er sich gute Chancen in dem Spiel mit Derby-Charakter aus. Nach dem wichtigen Sieg gegen den SV Türkgücü Königsbrunn ist die Mannschaft hoch motiviert und fährt optimistisch auf das Auswärtsspiel. Auch wenn er natürlich auf drei Punkte hofft, sind Kreutmayr vor allem „eine positive Einstellung und ein bequemer Abstand nach unten“ wichtig.

Foret – FC Horgau Der VfR Foret braucht unbedingt Punkte. Trainer Mario Zeba weiß: „Ein Sieg muss her, sonst wird es wirklich eng.“ Eigentlich wollte Foret beim Kellerduell gegen den SSV Margertshausen punkten. Der Vereinsvorsitzende Ayhan Korkmaz hatte die Devise ausgegeben: „In den letzten neun Spiele müssen sechs Siege her.“ Gegen den SSV konnte Foret aber nur ein Unentschieden holen. Deshalb will sich die Mannschaft um Trainer Zeba jetzt den „nötigen und goldwerten“ Sieg gegen Horgau holen. Dass das nicht einfach wird, weiß Zeba. „Das Problem ist, dass Horgau auswärts gut spielt. Aber unsere Devise ist: einfach angreifen“, erklärt er.

Mit dem 2:2 gegen Westheim ist Horgaus Trainer Franz Stroh einverstanden: „Natürlich haben wir uns das anders vorgestellt. Aber wir müssen zufrieden sein, denn die SpVgg ist eine starke Truppe mit erfahrenen Spielern, die etwas unter dem Radar fliegt.“ Auf dem kleinen Platz in Foret erwartet er den „unangenehmsten Auswärtsausflug der Liga“ und ein sehr intensives Spiel gegen eine Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht. Bis auf Julian Kaiser sind die Kleeblätter komplett. Auch die Gebrüder Egle sind wieder im Lande.

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