Anhausen

20.09.2019

Schmid rechnet ab

Nach drei Niederlagen in Folge rechnet Anhausens Spielertrainer Benedikt Schmid mit seiner Mannschaft ab. Gegen Spitzenreiter SpVgg Langerringen erwartet er von den Seinen eine 130-prozentige Leistungssteigerung.
Bild: Oliver Reiser

Beim SSV Anhausen hängt nach drei Niederlagen in Folge der Haussegen schief. Auch in Dinkelscherben ist die Stimmung getrübt

Wie eng die Mannschaften in der Fußball-Kreisliga Augsburg zusammenliegen, musste nicht nur der TSV Zusmarshausen am vergangenen Wochenende gegen das ehemalige Tabellenschlusslicht SpVgg Westheim am eigenen Leib verspüren. Auch beim SSV Anhausen hängt nach der dritten Niederlage in Folge der Haussegen schief. Spielertrainer Benedikt Schmid rechnet vor dem Spiel beim Tabellenführer Langerringen mit seinen Jungs ab.

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SpVgg Langerringen – SSV Anhausen „Unterirdische Trainingsbeteiligung, fehlende Einstellung und Bereitschaft, lustlose Auftritte“ – SSV-Spielertrainer Benedikt Schmid platzte nach der dritten Niederlage in Folge gegen den FC Haunstetten (1:2) der Kragen. „Die Jungs müssen endlich begreifen, dass das letzte Jahr einfach herausragend war. Legen wir nicht schnell den Schalter um, könnte es dieses Jahr sehr ungemütlich werden“, klagt der 28-Jährige. Nach einem guten Saisonstart ist der SSV Anhausen nun auf einem Abstiegsplatz angekommen. Dass mit der SpVgg Langerringen jetzt der Tabellenführer wartet, passt Schmid aber eigentlich ganz gut. „Das Spiel könnte genau zum richtigen Zeitpunkt kommen“, erklärt der Verteidiger und erwartet von seinen Jungs eine 120-prozentige Leistungssteigerung.

TSV Göggingen – TSV Täfertingen Trainer Antonio Cuevas bekam nach dem 6:0-Achtungserfolg gegen Tabellenschlusslicht TSV Kriegshaber das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. „Wir haben ihnen von der ersten Minute an keine Chance gelassen. Es waren wirklich zwei Klassen Unterschied“, war der 39-Jährige stolz auf die Reaktion seiner Mannschaft. Voller Zuversicht stellt sich der Aufsteiger nun der Auswärtsaufgabe beim TSV Göggingen. „Sie gehören für mich zu den Topmannschaften der Liga. Sie haben wirklich gute Einzelspieler. Mit einem Punkt wäre ich sehr zufrieden“, erklärt Cuevas. Zudem sind gegen die Augsburger Simon und Gregor Weis wieder an Bord – die Dreh- und Angelpunkte des Aufsteigers.

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SpVgg LagerlechfeldFC Horgau Der Auftakt ist geglückt: Der FC Horgau ist nach fünf Spielen noch immer ohne Niederlage und schob sich nach dem 2:0-Erfolg gegen den TSV Dinkelscherben auf Rang zwei. Doch die Rothtal-Kicker mussten den absolut verdienten Dreier gegen den Mitfavoriten teuer bezahlen. Nach einer schweren Verletzung von Maximilian Vogele (doppelter Bänderriss) fallen nun beide Vogele-Brüder und damit der gesamte Sturm des FC aus. Zudem fehlt Markus Hefele die nächsten Wochen rotgesperrt. „Jetzt gilt es gegen einen sehr starken Aufsteiger neue Lösungen zu finden“, erklärt Spielertrainer Franz Stroh. Denn die Spielvereinigung Lagerlechfeld sorgt in der Liga für Furore, verfügt über einen qualitativ hochwertigen Kader mit zahlreichen Spielern, die bereits höherklassig aktiv waren. „Dementsprechend erwarte ich eine Hausnummer“, so Stroh.

TSV Dinkelscherben – SpVgg Westheim Beim TSV Dinkelscherben war die Stimmung nach der Niederlage gegen den FC Horgau stark getrübt. „Wir haben eindeutig zu wenig investiert. Das Engagement und die Laufbereitschaft hat einfach gefehlt. So wird man auch gegen andere Gegner nichts holen“, findet Trainer Michael Finkel harte Worte und warnt: „Wenn wir so ein Engagement gegen Westheim an den Tag legen und nicht bereit sind, deutlich mehr zu investieren, werden wir wieder ohne Punkte bleiben.“

Sein Gegenüber Oliver Haberkorn ist nach dem ersten Dreier der Saison gegen den TSV Zusmarshausen (4:2) selbstverständlich sehr zufrieden. Die Spielvereinigung hat den Abstiegskampf endlich angenommen. Zudem sind am Wochenende gegen den TSV Dinkelscherben bis auf den langzeitverletzten Ricardo Nieddu wieder alle Mann an Bord. „Wir fahren mit breiter Brust nach Dinkelscherben“, stellt der 35-Jährige klar. „Auch wenn sie für mich Aufstiegsfavorit Nummer eins sind.“ Bringt die SpVgg eine ähnlich starke Leistung auf den Platz wie gegen Zusmarshausen, ist auch der nächste Coup gegen einen Aufstiegsfavoriten nicht weit weg.

TSV Zusmarshausen – TSV Schwabmünchen II Dass die Liga in diesem Jahr wieder einmal sehr ausgeglichen ist, musste der TSV Zusmarshausen gegen die SpVgg Westheim feststellen. „Wir haben zurecht verloren. Westheim hat mehr Wille gezeigt und wir haben sie zusätzlich mit unseren Fehlern aufgebaut. Die Liga ist total ausgeglichen“, resümierte Trainer Thomas Weber. Akribisch hat er mit seiner Mannschaft die Fehler aufgearbeitet. „Ich hoffe, die Jungs haben daraus gelernt“, erklärt der 39-Jährige. Doch auch die Bayernliga-Reserve aus Schwabmünchen wird den TSV vor eine harte Probe stellen. Weber: „Ich erwarte einen sehr lauf- und spielstarken Gegner. Wir werden eine Topleistung brauchen, um gegen sie zu bestehen.“

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