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Augsburg

15.12.2018

Samstags gibt's rund um Augsburg künftig mehr Züge

Rund um Stuttgart und auf der Strecke München - Lindau ist Go Ahead mit Elektrotriebwagen des Typs Stadler Flirt 3 (hier in der Lackierung für Baden-Württemberg) im Einsatz. Kommt dieser Typ auch rund um Augsburg?
Bild: Go Ahead

Mit der Vergabe des Fugger-Express-Netzes an Go Ahead ist eine Taktverdichtung geplant. Die Grünen begrüßen das, fordern aber, dass es beim Übergang kein Chaos gibt.

Nachdem vor einer Woche bekannt wurde, dass der Freistaat ab 2022 das Fugger-Express-Netz nicht mehr von der Deutschen Bahn, sondern vom britischen Mitbewerber Go Ahead betreiben lassen möchte, werden erste Einzelheiten bekannt. Wie das Verkehrsministerium auf Anfrage von Grünen-Landtagsabgeordneter Stephanie Schuhknecht mitteilte, ist künftig sowohl zwischen Dinkelscherben und Augsburg als auch zwischen Aichach und Augsburg (diese Strecke soll weiterhin von der Bayerischen Regiobahn bedient werden) auch an Samstagen ein Halbstundentakt vorgesehen. Eine solche Taktverdichtung war auch vom Fahrgastverband Pro Bahn gefordert worden, unter anderem um Innenstadt-Kunden aus dem Umland eine bessere Anbindung zu ermöglichen.

Go Ahead übernimmt ab 2022 die Strecken des Fugger-Express

Laut Auskunft des Verkehrsministeriums ist der Takt zwischen 8 und 21 Uhr (Dinkelscherben) bzw. zwischen 5.30 bis 20.30 (Aichach) geplant, wenn es zur Vergabe an Go Ahead und BRB kommt. In der Ausschreibung des Freistaats war die Samstags-Taktverdichtung als so genannte „Eventualposition“ aufgeführt worden, also nicht als zwingende Voraussetzung bei der Abgabe von Angeboten.

Die Grünen begrüßen es prinzipiell, dass mit Go Ahead ein Bahn-Konkurrent zum Zuge kommt. Konkurrenz, so Schuhknecht, belebe das Geschäft. „Wir erwarten aber von der Staatsregierung, dass beim Übergang kein Chaos entsteht und weder DB Regio noch Go Ahead mit irgendwelchen Ausreden durchkommen, wenn Züge ausfallen oder Personal fehlt. Es gibt nun genügend Zeit, den Wechsel gründlich vorzubereiten“, so Schuhknecht. Das Verkehrsministerium machte bereits deutlich, dass es in die Verantwortung der einzelnen Unternehmen falle, genug Personal bereitzustellen. Ursprünglich war auch vorgesehen, die Neuausschreibung ab 2021 gelten zu lassen. Allerdings zeichnete sich schon im Sommer ab, dass es Probleme für die Eisenbahnunternehmen geben würde, ausreichend Neufahrzeuge bei Triebwagenherstellern bis 2021 zu bestellen. Wegen der Lieferschwierigkeiten verschob der Freistaat den Betriebsstart auf 2021.

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Klagt die Deutsche Bahn gegen die Entscheidung des Freistaats?

Noch ist unklar, ob die Deutsche Bahn gegen die Entscheidung des Freistaats, die aus rechtlichen Gründen erst kommende Woche fix gemacht werden soll, rechtlich vorgehen will. Die Bahn hatte dies in einer ersten Reaktion offengelassen und eine Prüfung angekündigt. Daran habe sich bis jetzt nichts geändert, so ein Sprecher der Bahn.

In Nürnberg klagte die Bahn 2016 gegen eine Entscheidung des Freistaats, der den Betrieb der dortigen S-Bahn dem britischen Betreiber National Express Rail (NX) zuschlagen hatte. Das Klageverfahren sorgte dafür, dass NX schließlich das Handtuch warf, weil aufgrund der Verzögerungen durch das Verfahren eine Bestellung von Neufahrzeugen nicht mehr möglich sei.

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