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Coronavirus

17.03.2020

Polizei soll härter gegen "Corona-Partys" vorgehen

Auch auf Privatpartys sollten Feierlustige vorerst verzichten.
Bild: Frank Rumpenhorst, dpa

In Zeiten des Virus gilt es, Kontakte weitgehend zu vermeiden. Trotzdem feiern manche "Corona-Partys". Teilnehmern und Veranstaltern drohen nun Konsequenzen.

Weil sich Menschen trotz strenger Regeln und zahlreicher Warnungen zu "Corona-Partys" treffen, soll die Polizei in Bayern härter durchgreifen. "Sorry, aber das geht gar nicht", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Wer in diesen Tagen die Vorgaben bewusst ignoriere, soziale Kontakte einzudämmen, gefährde sich selbst und alle anderen. "Das ist eine wirkliche Gefährdung." Söder betonte, die Polizei sei angewiesen, darauf umgehend zu reagieren und dagegen vorzugehen.

Nürnberg: Polizei beendet "Corona-Party" mit rund 100 Besuchern

In Nürnberg und Schwabach beispielsweise hatte die Polizei solche Partys beendet. Rund 100 junge Menschen hatten sich am Montagabend in einem Nürnberger Stadtpark zum Feiern getroffen und dazu eine mit Generatoren betriebene Musik- und Lichtanlage laufen lassen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

In Schwabach trafen sich den Angaben nach 50 Jugendliche in einem Skater-Park und feierten ebenfalls lautstark mit einer Musikanlage. Sie hatten sich offenbar über soziale Medien zu der Feier verabredet. Hier wie dort stellten Beamte die Anlage sicher und erteilten Platzverweise.

Polizei soll härter gegen "Corona-Partys" vorgehen

Bei der Münchner Polizei war am Dienstag noch keine "Corona-Party" bekannt, wie ein Sprecher sagte. Man werde das aber genau im Blick haben. Die Polizei in Mittelfranken appelliere eindringlich, derartige Zusammenkünfte zu unterlassen. Es liege in der Verantwortung jedes Bürgers, die Infektionsrate so gering wie möglich zu halten und damit lebensbedrohliche Erkrankungen vor allem in Risikogruppen zu vermeiden. Eltern sollten ihre Kinder entsprechend sensibilisieren.

Coronavirus: Robert Koch-Institut warnt vor Fest-Besuchen

Am Montag hatte das Robert Koch-Institut (RKI) davor gewarnt, nach Hause einzuladen oder zu anderen Festen zu gehen. Das sei im Sinne der Eindämmungsbestrebungen nicht sinnvoll, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade in Berlin. "Ich sage das deshalb, weil es inzwischen offenbar bereits sogenannte Corona-Partys gibt, wenn die Clubs geschlossen wurden." Er appellierte: "Bitte tun Sie das nicht. Bleiben Sie möglichst zu Hause, und schränken Sie ihr Gesellschaftsleben so weit wie möglich ein."  

Wegen des Coronavirus sind in Bayern bis einschließlich 19. April öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt. Um die rasante Ausbreitung des Virus zu bremsen, hatte die Staatsregierung die Maßnahme am Montag beschlossen. (dpa)

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17.03.2020

Auch in Augsburg laufen größere Gruppen junger Menschen rum, als ob nichts wäre. Besonders schlimm, wenn sie dann zu einem Einkaufszentrum gehen, das mitten in einem Seniorenzentrum liegt!

Alboretto 50+ an der Bürgermeister-Ackermann-Strasse!

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