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Coronavirus

06.04.2021

Das Corona-Update vom 6. April

Jeden Abend um 20 Uhr erhalten Sie von uns kuratierte Artikel zum Coronavirus.
Foto: AZ Grafik

Jeden Tag laufen viele Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig ist – mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

Bei CDU-Chef, NRW-Ministerpräsident und Kanzleraspirant Armin Laschet mag derzeit nichts so recht gelingen, wie es scheint: Erst kritisiert Angela Merkel (CDU) seinen lockeren Kurs live im Fernsehen, jetzt legt er eine Kehrtwende hin, fordert einen harten Lockdown - und bekommt prompt wieder auf die Mütze. Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, stellt sich gegen das kurzfristige Treffen, das Laschet vorgeschlagen hatte. Und selbst Laschets Parteikollege und Saarland-Ministerpräsident Tobias Hans, der gerade sein Bundesland weitgehend öffnet, erteilt ihm eine Absage.

Der Streit um den richtigen Kurs in der Corona-Pandemie findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern fünf Monate vor der Bundestagswahl. Für Laschet geht es um nicht weniger als den Einzug ins Kanzleramt. Seinen neuen Vorstoß für den "Brückenlockdown", wie er ihn nennt, hat er medienwirksam am nachrichtenarmen Ostermontag platziert. Die erwünschte Aufmerksamkeit hat er damit erregt. Ob ihm das zum Vorteil gereicht, daran hat mein Kollege Stefan Lange große Zweifel.

Weitere wichtige Corona-Nachrichten des Tages:

  • Während der Lockdown die dritte Welle kurzfristig brechen soll, gilt die Impfung als einzig langfristiger Weg aus der Corona-Pandemie. Bislang verläuft die Impfkampagne in Deutschland schleppend, doch Impfexperte Carsten Watzl ist sich sicher, dass sie recht einfach beschleunigt werden könnte. Wie das ginge und warum AstraZeneca ein sicherer Impfstoff für Ältere ist, erklärt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie im Interview.
     
  • Eine Forderung von Experten lautet, den zeitlichen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung zu erhöhen, um mehr Menschen schneller zumindest einen grundlegenden Schutz gegen schwere und tödliche Corona-Verläufe zu gewähren. Bayern setzt diese Strategie bereits um. Die Zweitimpfung sei weiterhin sehr wichtig im Freistaat, aber der Abstand zur ersten sei gemäß der Zulassung verlängert worden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) unserer Redaktion.
     
  • Nicht nur Deutschland kämpft gegen die steigenden Fallzahlen. Auch in den Niederlanden verschärft sich die Corona-Lage - so sehr, dass das Nachbarland hierzulande jetzt als Hochinzidenzgebiet eingestuft wurde. Das hat weitreichende Auswirkungen und erschwert die Ein- und Ausreise immens. Wer einreisen will, muss künftig einen negativen Corona-Test vorweisen.

Die Zahlen: Bislang gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts 2.900.768 Fälle, das sind 6885 mehr als am Vortag. In Bayern haben sich bisher 511.193 Menschen mit dem Virus infiziert, das sind 893 mehr als am Vortag.

Das RKI weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass die Corona-Infektionszahlen über die Osterfeiertage nicht den tatsächlichen Fallzahlen entsprechen, da weniger Personen einen Arzt aufsuchen und auch die Gesundheitsämter nicht an allen Tagen ihre Daten an das RKI übermitteln würden.

Mit unseren interaktiven Karten und Grafiken geben wir Ihnen einen Überblick:

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