1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Lokalsport
  4. TSV Friedberg: Komplimente ja, Punkte nein

Fußball-Nachlese

21.10.2019

TSV Friedberg: Komplimente ja, Punkte nein

Copy%20of%20Fus-pt-1-19-022.tif
4 Bilder
Geknickt waren die Friedberger Fußballer Marcel Pietruska (am Boden) nach der 3:4-Niederlage in Thalhofen. Man spielte gut, ging aber leer aus.

Plus Der TSV Friedberg spielt gut, geht aber leer aus. Mering überzeugt nur eine Halbzeit lang. Der FC Stätzling II mausert sich zum Titelaspiranten.

In das berühmt-berüchtigte „Phrasenschwein“ hätte Friedbergs neuer Trainer Markus Specht diesmal des Öfteren einzahlen müssen. Doch er hätte das sicher gern getan, wenn eine Truppe in der Bezirksliga Süd beim FC Thalhofen etwas mitgenommen hätte. Doch das hatte sie nicht und stattdessen mit 3:4 verloren. „Drei Tore auswärts sollten eigentlich mindestens für einen Punkt reichen“, ärgerte sich der neue Coach. Der musste auch feststellen, dass die alte Weisheit Sepp Herbergers, ein Spiel würde 90 Minuten dauern, so nicht mehr stimmt. Zweimal kassierten die Friedberger in der Nachspielzeit Tore – das 1:2 in Minute 45+4, das 3:4 in Minute 90+2. „Wenn dir das zweimal in einem Spiel passiert, dann ist das natürlich mehr als bitter“, so Specht.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Ein "ganz krummes Ding" entscheidet

Vor allem das 3:4 sei ein „ganz krummes Ding“ gewesen, ein Freistoß, der halbhoch durch gefühlt 17 Spieler hindurch unberührt ins Netz flutschte. Trotz allem sah Specht das Spiel als Schritt in die richtige Richtung, wenn auch mit bitterem Beigeschmack. „Wir haben gut gespielt und auch die Allgäuer haben uns gesagt, dass sie noch keine Mannschaft so im Griff gehabt habe – aber von den Komplimenten kannst du dir halt nichts kaufen“, erklärte Specht. Der muss nun seine Truppe bis zum schweren Gastspiel am Samstag in Haunstetten aufrichten. Und noch eines muss abgestellt werden: Die Schwäche bei Standards. „Die drei Gegentore resultierte aus einer Ecke, einem Elfer und einem Freistoß“, so Specht.

Jetzt ist Mering spielfrei

Nur eine Halbzeit lang überzeugte diesmal der zuletzt in der Landesliga Südwest so erfolgreich spielende SV Mering. Und ausgerechnet in der besseren der beiden Halbzeiten kassierte das Team von Trainer Ajet Abazi die beiden Treffer, die zur 1:3.-Niederlage gegen den FC Ehekirchen führten. Der MSV wurde spät bestraft mit den Gegentoren in den Minuten 89 und 90+5. „Was die Leistung in den zweiten 45 Minuten betrifft, kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Da hat sie so gespielt, wie in den sechs Spielen davor – nur Halbzeit eins haben wir komplett verpennt“, meinte Abazi. Ein Gegentor könne man immer kassieren, diesmal sei es spielentscheidend gewesen, weil es eben so spät fiel. „Wir hatten aber nach dem 1:1 sechs, sieben gute Möglichkeiten, die halt immer knapp daneben gingen und so stehen wir leider am Ende mit leeren Händen da“, so der MSV-Trainer. Am Wochenende ist der MSV nun spielfrei, die Partie gegen Memmingen II (4:0) wurde ja schon am 18. September ausgetragen. „Das freie Wochenende kommt mir gerade recht, einige können sich dann auch auskurieren“, meinte Abazi. Und man kann die Hochzeit von Kapitän Stefan Wiedemann genießen, wegen der das Memminger Spiel ja verlegt worden war.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Es hängt alles eng zusammen

Ebenfalls späte Treffer erlebten die Zuschauer beim FC Stätzling in der Bezirksliga Nord – allerdings hier welche, die ein Happy-End für die Platzherren zur Folge hatten. Mit 3:1 gewann der FCS gegen den TSV Wertingen und rückte damit auf Platz vier nach vorne. Doch Trainer Andres Jenik wiegelt ab, wenn er gefragt wird, ob man denn jetzt nach vorne hinschnuppern würde. „Es ist nur eine Momentaufnahme und es hängt ja alles so eng beieinander. Wenn du ein Spiel verlierst, dann kannst du auch gleich wieder Achter sein“, meinte er. Zwischen Platz drei und elf sind es nämlich nur fünf Punkte. „Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen. Gut ist es jedenfalls, dass wir jetzt zehn Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz haben“, so Jenik.

BCR-Gegner erweist sich als äußerst fair

In der Kreisliga Ost haben sowohl der BC Rinnenthal als auch der TSV Dasing den Abstiegsrelegationsplatz im Blick. Und wie wichtig der 1:0-Sieg der Rinnenthaler in Burgheim und auch das 2:2 der Dasinger in Langenmosen waren, zeigte sich beim Blick auf die anderen Resultate – denn die Konkurrenten Untermaxfeld und Firnhaberau gewannen ebenfalls. Der BCR versuchte es mit einer neuen, etwas defensiveren Taktik - mit Erfolg. Stefan Winterhalter hielt die Abwehr zusammen, Torhüter Manuel Ostermair erwischte einen Glanztag – und man hatte auch das nötige Quäntchen Glück. Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass ein vermeintlich gefoulter Stürmer dem Unparteiischen bekundet, es sei kein Foul gewesen und dieser dann die Entscheidung revidiert. Luca Jurida war so fair und erklärte dem Schiedsrichter, er sei nicht gefoult worden. „Solche Fairness findet man leider selten“, meinte BCR-Berichterstatter Thomas Lindemeyer.

Der TSV Dasing bewies beim Unentschieden in Langenmosen Moral, schließlich musste das eh schon ersatzgeschwächte Team kurzfristig mit Christian Fischer, Fabian Schmid und Simon Gilg drei weitere Ausfälle verkraften. „Das steckst du irgendwann nicht mehr weg“, meinte Trainer Jürgen Schmid. Und trotzdem machte sein Team dann noch einen 0:2-Rückstand wett.

„Also wenn wir gegen die nicht gewinnen....“, meinte Kissings Abteilungsleiter Mario Borrelli kurz vor der Pause beim Spiel der Kreisliga Augsburg gegen den FC Königsbrunn. Wenig später stand es 0:1, doch am Ende machte der KSC mit dem 2:1 den geforderten „Dreier“ – dank Jonas Gottwald. Der Torjäger war überraschend früher von seinem USA-Aufenthalt zurückgekehrt und köpfte gleich das Siegtor. KSC-Trainer Marco Henneberg musste das Spiel wieder von der Tribüne aus verfolgen – er ist nach wie vor gesperrt.

Stätzling II wird zum Titelkandidaten

Wer innerhalb von sieben Tagen zwei Top-Teams der Liga „abfieselt“, der muss sich langsam aber sicher auch gefallen lassen, zu den Titelanwärtern gerechnet zu werden. Der FC Stätzling II bezwang eine Woche nach dem 4:0 gegen Aresing in der Kreisklasse Aichach nun auch die Sport-Freunde Bachern mit 6:4. Zum zweiten Mal machte Benjamin Kandler dabei drei Tore in einem Spiel.

Ähnlich erfolgreich ist in der Augsburger Gruppe gerade der TSV Merching: Fünf Siege – zuletzt ein 6:3 gegen die SG Göggingen – sprechen eine deutliche Sprache. Der neue Trainer Peter Müller, der in dieser Woche nun das Kommando übernimmt, darf sich auf eine funktionierende Truppe freuen.

Die hat auch Wolfgang Marzini, der Trainer der Sportfreunde Friedberg. Sein Team ist nach sechs Siegen in Serie gerüstet für das Schlagerspiel der A-Klasse Ost beim Tabellenführer Gebenhofen. Bleibt zu hoffen, dass es dann weniger hektisch zugeht, als beim 1:0 gegen Aindling II.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren