Relegation zur Bezirksliga

24.05.2017

Drama in Offingen

Diese Szene änderte alles: Der Lauinger Markus Nsouli verwandelt den Elfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer. Am Ende unterlagen Günzburg unglücklich.
Bild: Ernst Mayer

Der FC Günzburg verliert seine Aufstiegschance in der Nachspielzeit der Verlängerung

Fix und fertig waren die Günzburger Fußballer, wie versteinert standen sie auf dem Rasen. Es war aber auch zu dumm gelaufen für sie. 2:0 führte der Vizemeister der Kreisliga West am Dienstagabend im ersten Relegationsspiel zur Fußball-Bezirksliga, lange stand’s hinterher 2:2, bis kurz vor Schluss der Verlängerung durfte Günzburg vom Aufstieg träumen. Dann, mit der allerletzen Aktion der Partie, das Aus: Der Lauinger Daniel Müller köpfte die Kugel infolge eines Eckballs ins Netz. Es war das 3:2 für den Tabellen-13. der Bezirksliga Nord. In der 122. Minute. Der FC Lauingen benötigt nun zwei weitere Siege für den Klassenerhalt. Nächster Gegner ist am Samstag der FC Affing (5:3-Sieger nach Elfmeterschießen gegen den TSV Wertingen).

Vor 750 Zuschauern in Offingen gehörte die erste Viertelstunde klar den Günzburgern. Die Elf von Trainer Marco Chessa präsentierte sich kombinationsstark und eiskalt. Nach einem schönen Spielzug bis an den Sechzehner erreichte der Ball Daniel West, der aus 18 Metern einschoss (8.). Die Lauinger waren hinterher noch in der Sortierphase, ihre Kontrahenten dagegen hellwach. Ein Steilpass in den Strafraum fand Andreas Nerdinger als Abnehmer und der bugsierte den Ball aus zehn Metern ins Netz (11.).

Erst jetzt kam Lauingen konstruktiv nach vorne. Den ersten richtigen Warnschuss gab Michael Przyklenk ab: Sein Versuch landete am Lattenkreuz. Kurz danach war der Anschluss hergestellt. Als FCG-Torwart Granit Bujupi den Lauinger Daniel Müller im Strafraum fällte, entschied Schiedsrichter Patrick Krettek (SC Ried) zu Recht auf Elfmeter. Markus Nsouli verwandelte (33.). Kurz danach knallte Lars Jaud den Ball aus zehn Metern per Vollspann unter den Querbalken (39.). Chessa sollte nach der Partie geknickt sagen: „Wenn der Elfer nicht passiert, gewinnen wir dieses Spiel.“

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Im zweiten Durchgang konnten die Kicker beider Seiten das zuvor gezeigte Niveau nicht mehr halten. Auch Chancen gab’s deutlich weniger als im ersten Durchgang. Immerhin waren sie von guter Qualität. So zeigte Lauingens Torwart Tobias Fuchsluger seine Klasse, als er einen Direktschuss von Andreas Buchta über die Latte lenkte (49.). Für Lauingen zielte Nico Breskott knapp drüber (53.). Dann das dickste Ding: FCG-Torjäger Alexander Lamatsch startete ein Solo über den halben Platz, tanzte einen Feldspieler aus, spielte den Torwart aus, schoss – aber Max Gallenmüller klärte auf der Torlinie (79.). Vor allem wegen dieser Szene grämte sich Chessa, der später sagte: „Wir haben es in der regulären Spielzeit versäumt, das 3:2 zu machen.“

In der Extraschicht tat sich vergleichsweise wenig. Nerdinger hatte eine Gelegenheit hüben, Breskott eine drüben. Für die Schlussphase hatten die Günzburger Überzahl, da Przyklenk wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah (113.). Es folgte das Drama.

FC Lauingen Fuchsluger – Nsouli, Müller, Marek (91. Stegner), Jaud (71. Hoti), Strak, Eberhardt, Völker (120. Weber), Przyklenk, Brescott, Gallenmüller

FC Günzburg Bujupi – Müller, Casamayor-Bell, Grau (44. Dinc), A. Buchta (71. Sauter), West, Nerdinger, Hepp, Lamatsch, Mieß, Kelmendi

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