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Illertissen

08.04.2021

Daniel Mayer aus Roggenburg will für die Freien Wähler in den Bundestag

Daniel Mayer will für die Freien Wähler in den Bundestag.
Foto: Franziska Wolfinger

Plus Die Freien Wähler haben ihren Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Neu-Ulm nominiert. Sie setzen nach den CSU-Skandalen um Nüßlein und Sauter auf ein frisches Gesicht.

Frisch und unverbraucht - so könnte man den Bundestagskandidaten der Freien Wähler beschreiben. Im Wahlkreis Neu-Ulm, zu dem die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Teile des Unterallgäus gehören, schickt die Partei Daniel Mayer ins Rennen. Der 28-Jährige engagiert sich zwar schon länger bei den Freien Wählern. Doch bekannt dürfte er vielen noch nicht sein. Wer ist er? Und was treibt den Politiker an?

Auch für Ruth Abmayr, die Günzburger Kreisvorsitzende, ist Mayer der richtige Kandidat für die Region: Er lebt in Roggenburg (Landkreis Neu-Ulm), arbeitet in Krumbach (Landkreis Günzburg), was wiederum vom Unterallgäu nicht weit weg ist. Das deckt alle Ecken des Wahlkreises ab. Und nicht zuletzt durch seine Arbeit als Teamleiter für den Flexibus beim Krumbacher Busunternehmen Brandner (BBS) kenne er die Region gut, wie Mayer selbst sagt.

Mayer will Fokus auf Nachwuchsarbeit setzen

Mayer ist seit zwei Jahren Mitglied bei den Freien Wählern und ist Assistent der Kreisvorstandschaft der Freien Wähler Neu-Ulm. Vor seiner Arbeit für den Flexibus studierte Mayer Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaften in Augsburg. Ein Herzensthema für den Freien Wähler ist der Umwelt- und Naturschutz. Durch die Hobbyimkerei seines Vaters, bei der er regelmäßig hilft, bekomme er aus nächster Nähe mit, wie wichtig das ist. Auch Nachwuchsarbeit steht weit oben auf der To-do-Liste Mayers. Er sagt: "Es gibt derzeit viel Interesse der Jugend an Politik und politischen Themen, aber wenig Interesse daran, selbst mitzuwirken." Das zeige allein der Altersdurchschnitt der meisten politischen Veranstaltungen. Und mit seinen 28 Jahren sei Mayer noch nah genug dran an der Jugend, um ihre Bedürfnisse zu kennen, bringt aber doch schon ein paar Jahre Lebenserfahrung mit, wie er sagt.

Kreisvorsitzende rechnen mit guten Chancen für Mayer

Abmayr rechnet dem Bewerber sogar gute Chancen für das Mandat aus. Denn: Dem Wahlkreis, dabei vor allem ihrem Heimatlandkreis Günzburg, bescheinigt sie ein CSU-Problem. Ob Nüßlein, Sauter oder Denzler, sie alle würden gerade ein schlechtes Licht auf Günzburg werfen, so Abmayr. Und auch Wolfgang Schrapp, Kreisvorsitzender im Landkreis Neu-Ulm, schlägt in dieselbe Kerbe: "Schwarz taumelt und ist angeschlagen. Die haben ein gewaltiges Imageproblem, das sich auch mit einem Lobbyregister nicht so leicht beheben lässt." Gefahr vonseiten der SPD, die heuer wieder auf den erfahrenen Bundespolitiker Karl-Heinz Brunner setzt, sieht Schrapp ebenfalls nicht. Die Sozialdemokraten seien im Kreis Neu-Ulm doch nur Steigbügelhalter der CSU.

Dem Mief der letzten Jahre wollen die Freien Wähler also einen möglichst frischen Kandidaten entgegensetzen. Mit 18 von 18 Stimmen sprachen die Anwesenden Mayer geschlossen ihr Vertrauen aus. Stattgefunden hat die Nominierungsversammlung in der Produktionshalle der Firma Schrapp & Salzgeber. Eigentlich eine coronabedingte Notlösung, weil alle ansonsten infrage kommenden Veranstaltungsorte zu sind, steht die Location für Wolfgang Schrapp auch symbolisch für Politik der Freien Wähler, ganz nach dem Parteimotto "Bayerns starke Mitte".

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