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Vöhringen

09.05.2019

Raser sollen in Vöhringen ausgebremst werden

Der ganz normale Wahnsinn auf der Ulmer Straße am Abend, wenn viele Autofahrer nach der Arbeit auf dem Heimweg sind. Seien weniger Autos unterwegs, werde gerast, klagen die Anwohner.
Bild: Balken

In Vöhringen klagen Anwohner über vereinzelte Verkehrssünder. Deswegen soll es in Zukunft mehr Stellen geben, an denen die Geschwindigkeit gemessen wird.

Für notorische Geschwindigkeitssünder heißt es aufpassen. In Vöhringen werden mehr Messstellen zur Geschwindigkeitskontrolle eingerichtet. Das hat Martina Matzner von der Kommunalen Verkehrsüberwachung (KVÜ) im Hauptausschuss angekündigt. Die neuen Messstationen würden in Zusammenarbeit mit der Polizei festgelegt. Anlass dazu sind Klagen von Anwohnern in bestimmten Bereichen, die nicht nur überhöhte Geschwindigkeiten kritisieren, sondern auch wiederholtes Falschparken.

Im Allgemeinen seien aber die Fallzahlen im fließenden Verkehr in den Mitgliedskommunen Illertissen, Senden, Vöhringen und Weißenhorn leicht rückläufig. Heißt: Autofahrer nehmen öfter den Fuß vom Gaspedal. In Unterroth seien sie leicht gestiegen, hieß es während der Sitzung.

Ulmer Straße gilt als Problemzone

Matzner erklärte, die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen würden nicht aus Absicht, sondern eher aus Nachlässigkeit geschehen, weil Fahrer nicht so genau auf das Tempo achten würden. Allerdings schränkte sie ein, dass in Schulbereichen von den Autofahrern nicht ausreichend auf das strikte Tempolimit geachtet werde.

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Für Stadtrat Volker Barth (SPD) war das Anlass, um auf einen weiteren neuralgischen Punkt in der Ulmer Straße hinzuweisen. „Auf Höhe des Eiscafés Cortina wird zu schnell gefahren.“ Das sei nach Beobachtungen einiger Bürgern vor allem dann der Fall, wenn der Feierabendverkehr am Eiscafé vorbei rausche. Die Folge: Es bilde sich oft eine Stop-and-Go-Situation. Sei das Verkehrsaufkommen geringer, werde gerast.

Neue Messstellen kommen hinzu

Im ruhenden Verkehr gingen die Fallzahlen in Illertissen und Senden leicht zurück. Nicht so in Vöhringen. Dort parke so mancher Fahrer sein Auto an der falschen Stelle. Und an den Badeseen in Senden seien nach Auskunft von Matzner die Mitarbeiter der Kommunalen Verkehrsüberwachung konsequent unterwegs. Das habe zu einem leichten Rückgang der Fallzahlen geführt, während in Altenstadt die Zahlen konstant blieben.

Ein Defizit gab es im Abrechnungszeitraum in diesem Jahr für Vöhringen nicht. Bisher hat die Stadt immer drauf gezahlt. Jetzt lag nach Abzug aller Ausgaben das Plus bei etwa 2718 Euro. In Illertissen lag das „Einkommen“ bei rund 12800 Euro. Dass die Ausgaben bei der KVÜ gestiegen sind, liege an notwendigen Anschaffungen, sagte Matzner. Es wurden zwei neue Außendienstmitarbeiter im ruhenden Verkehr eingestellt, die dann im Herbst auch für den fließenden Verkehr eingesetzt werden. In diesem Jahr muss die Radaranlage im Messfahrzeug durch eine Laser-Anlage ersetzt werden. Dafür fallen 60000 Euro an. Die alte Anlage ist nur noch bis 2020 geeicht, hieß es. Als weitere Investition steht die Anschaffung eines Blitzers auf einem Stativ an. Der jetzige kann bei Regenwetter nicht eingesetzt werden.

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Stadtrat Hans Gutter (CSU) forderte, dass die Messstellen bekannt gegeben werden und fragte, wann diese dann in Betrieb seien. Das könnte, so Gutter, die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Rat Roland Bader (SPD) lehnte diesen Vorschlag ab. „Das ist der Sache wenig dienlich.“ Bürgermeister Karl Janson erklärte, dass die neuen Standorte wohl bekannt gegeben werden, aber ohne die Zeit zu nennen, wann die Messgeräte aktiv sind.

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