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Leader

11.11.2016

Geht’s in Aidenried bald los?

Der neue Leadervorstand (von links) Klaus-Peter Wershofer, Hans Jürgen Böckelmann, Ferdinand Holzer, Klaus Horney, Valeria Scheffel-Jurisch, Heinrich Papesch, Prof. Dr. Barbara Kreis-Engelhardt, Anke Strobl, Monika Ofer, Werner Grünbauer und Hubert Vögele.
Bild: Stephanie Millonig

Mitgliederversammlung mit Wahlen. Freizeitgelände war eines der Themen

Zwischenbilanz bei der Leaderregion Ammersee: Vier Projekte sind bewilligt und eine Reihe von Konzepten sind vom Steuerkreis, dem Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Ammersee, abgesegnet. Sie müssen nun noch behördlich bewilligt werden, damit EU-Gelder fließen. Über diesen Stand der Dinge informierte LAG-Manager Detlef Däke bei der Mitgliederversammlung in Seefeld, bei der auch ein neuer Vorstand gewählt wurde.

An der Spitze bleibt Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer, die Dießener Gemeinderätin Petra Sander hat ihren Stellvertreterposten aus privaten Gründen abgegeben. An ihre Stelle tritt der Weiler Bürgermeister Christian Bolz, womit auch eine der in der neuen Förderperiode hinzugekommenen Gemeinden vertreten ist. Bis 2014 hatte die Leaderregion Ammersee aus den Seeanrainergemeinden sowie Windach, Eresing, Greifenberg, Grafrath und Kottgeisering bestanden. Kottgeisering nimmt nicht mehr teil, hinzugekommen sind Seefeld, Wörthsee, Weil und Egling.

Bereits bewilligte Projekte sind das LAG-Management, die Erfassung von Kulturelementen in der Landschaft und die Neugestaltung des Freizeitgeländes in Aidenried. Darüber hinaus soll eine Studie Aufklärung über Freizeiträume an den Seen geben. „Es geht um ein Gesamtkonzept See“, so Däke, Aidenried sei der Auslöser gewesen. Die Gemeinde Pähl will in Aidenried das Gelände erweitern, unter anderem eine öffentliche Slipanlage bauen, Badeplattformen schaffen und einen Naturbeobachtungsstand. Außerdem wird der Parkplatz ausgebaut. Die Kosten werden auf rund 350000 Euro geschätzt, die Fördersumme liegt bei 175000 Euro und nach Bürgermeister Grünbauer könnte es im Dezember schon mit den Arbeiten losgehen. In Kooperation mit weiteren Leaderregionen aus dem Alpenvorland wird auch der Urlaub auf dem Bauernhof professionalisiert. Auch dies ist bewilligt.

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Die behördliche Zusage für eine Soccerbox in Dießen steht noch aus. Der MTV Dießen möchte ein solches Kunstrasenkleinfeld aufstellen, um damit einheimische Jugendliche, aber auch junge Flüchtlinge zu erreichen. Pädagogisch betreut wird dies vom SOS-Kinderdorf. Darüber hinaus sollen derartige Freizeitplätze in den Gemeinden vernetzt werden und auch Jugendliche eingebunden werden.

Als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete Detlef Däke den Schacky-Park, der für mehrere Renovierungen wie beispielsweise am Teehaus schon Leader-Geld bekommen hat. Jetzt geht es laut Däke darum, geplante Arbeiten der nächsten zwei Jahre zusammenzufassen, angesetzt ist ein Volumen von 160000 Euro. Nach Däkes Information will der Förderkreis beispielsweise die Brunnen im Park wieder zum Laufen bringen, beziehungsweise das Wasser in ihnen. Ein Dorfladen in Wörthsee und ein Wegekonzept sind weitere Punkte, die beantragt sind, die Weiterentwicklung der Prähistorischen Siedlung Pestenacker ist auf Eis gelegt, da laut Däke noch wissenschaftliche Untersuchungen stattfinden müssen.

Außerdem kann die LAG künftig auch 20000 Euro für Bürgerengagement ausgeben. Aus der Erkenntnis heraus, dass Bürger oder kleine Initiativen kaum als Träger von Projekten auftreten, da der Verwaltungsaufwand hoch ist, wurde laut Däke dieses Instrument geschaffen, Ideen zu bezuschussen. Er schlägt vor, maximal 5000 Euro pro Jahr auszugeben und bis zu 1000 Euro pro einzelnem Projekt.

Zu wenig aktiv ist die LAG bei den Kooperationsprojekten mit anderen Leaderregionen. Hier müssen laut Däke bis zum 31. Dezember 2017 150000 Euro von einem Budget von 400000 Euro abgerufen sein. „Wir haben hier nur die Professionalisierung Bauernhof- und Landurlaub Bayerisches Alpenland und sind daran mit 6000 Euro beteiligt.“ Insgesamt stehen pro LAG 1,6 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

In Diskussion sind weitere Projekte wie beispielsweise ein Themenweg Andechs, ein Themenweg Forstwirtschaft, das alte Schulhaus in Eresing, die Agrarhistorische Bibliothek im Haus der Landwirtschaft in Herrsching oder auch die Förderung des öffentlichen Bereiches beim Haus „LebensWert“ in Egling, welches laut Bürgermeister Ferdinand Holzer Lebensraum für Alt und Jung sein soll. Involviert ist das Leaderteam – Detlef Däke, Hans Peter Sander und Peter Nonnenmühlen – in ein Innovationsforum als Kooperation mit weiteren Landkreisen. „Es geht um ein Bildungsangebot für Gründer“, so Däke.

Bei den Wahlen wurde Werner Grünbauer als Vorsitzender bestätigt, sein Stellvertreter ist Christian Bolz. Kassenwart bleibt Heinrich Papesch aus Dießen, Schriftführer Klaus Horney (Utting). Beisitzer sind Hans Jürgen Böckelmann (Herrsching), Valeria Scheffel-Jurisch (Dießen), Hubert Vögele (Inning), Anke Strobl (Breitbrunn), Klaus-Peter Wershofen (Eresing), Prof. Dr. Barbara Kreis-Engelhardt (Aidenried), Ferdinand Holzer (Egling) und Monika Ofer (Wörthsee).

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