Fußball

11.08.2015

Ein rauschender Pokalabend

Die Spieler des TSV Landsberg feierten nach Abpfiff ausgelassen mit den Fans. Sie hatten zuvor den Regionalligisten FV Illertissen mit 4:0 geschlagen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der TSV Landsberg kickt den Regionalligisten FV Illertissen aus dem Wettbewerb und zündet ein Offensivfeuerwerk.

Ja, der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Diese gern verwendete Floskel hat sich am Dienstagabend wieder einmal bewahrheitet. Der Fußball-Bayernligist TSV Landsberg hat dem FV Illertissen ein Bein gestellt und den Regionalligisten mit 4:0 aus dem Pokal gekegelt. Zwei Jahre hintereinander hatte der FVI den Bayerischen Toto-Pokal gewonnen und sich damit für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert. Daraus wird in der nächsten Saison nichts. Dafür dürfen die Landsberger träumen.

Wer lieber mit Freunden grillte oder am See entspannte als den Pokal-Auftritt auf dem TSV-Gelände zu verfolgen, hatte die falsche Abendplanung gewählt. Von Beginn an machte die Elf von Trainer Sven Kresin Druck nach vorne. Schon nach sechs Minuten hatten die Landsberger Fans – ein aus jungen Burschen bestehender Fanklub machte erstmals unterm Tribünendach richtig Stimmung – den Torschrei auf den Lippen. Nach einem Salemovic-Freistoß hielt Stefan Strohhofer den Kopf hin, doch der Ball klatschte an die Latte. Während der TSV bissig in die Zweikämpfe ging und sich schnell nach vorne kombinierte, präsentierte sich der Regionalligist ziemlich zurückhaltend. Muriz Salemovic – vor der Saison vor dem Sprung nach Illertissen – hatte an diesem Abend richtig Spielfreude. Angriff um Angriff leitete er ein. Zweimal schickte er Charly Fülla, doch der kam nicht zum Abschluss. Der dritte Versuch saß dann – die verdiente Führung für Landsberg nach 20 Minuten.

Illertissen fand nach einer halben Stunde besser in die Partie und drückte Landsberg tief in die eigene Hälfte. Tobias Heiland rettete mit einem guten Reflex gegen FVI-Angreifer Andreas Hindelang (33.), der plötzlich frei vor dem Landsberger Keeper aufgetaucht war. Ansonsten kamen die Gäste zu keinen Gelegenheiten. Mit einer sehenswerten Kombination erhöhte der TSV kurz vor der Pause auf 2:0. Rainer Storhas eroberte im Zentrum den Ball, Salemovic leitete weiter auf den Flügel zu Sebastian Gilg und der passte zu Fülla. Dessen Hereingabe verwertete Philipp Siegwart aus rund 14 Metern. Nach dem Wechsel hätten Siegwart und Fülla auf 3:0 erhöhen müssen (51. und 58.). Eine kurze Illertisser Drangphase überstand Landsberg danach schadlos. Der Mann des Abends sorgte schließlich selbst für die Vorentscheidung: Muriz Salemovic stellte nach schönem Solo in der 73. Minute auf 3:0 und bereitete das 4:0 durch den eingewechselten Manuel Detmar (81.) vor.

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TSV-Trainer Sven Kresin schwärmte nach dem Pokalerfolg von seiner Mannschaft. „Ich weiß, was die Jungs können. Nach jeder Balleroberung im Zentrum wurde es spannend. Der Siegwar in dieser Höhe verdient.“ Sein Illertissener Kollege Holger Bachthaler kritisierte den Auftritt seiner Mannschaft, die in dieser Formation kein zweites Mal spielen werde. „Das war eine schwache Leistung – vor allem in den Zweikämpfen. Es ist ärgerlich, dass wir rausgeflogen sind, aber das war mehr als verdient.“ Hier geht's zur Bildergalerie.

Landsberg: Heiland – Wochnik, Birkner, Nichelmann, Gilg – Storhas, Spannenberger – Fülla (75. Detmar), Salemovic (87. Kutschera), Siegwart – Strohhofer (79. Petrovic).

Illertissen: Anders – Heikenwälder, Rupp, Rössler (67. Schaller), Böck – Hämmerle, Akaydin, F. Kling (46. L. Kling), Ludmann – Hindelang (46. Morina), Kiral.

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