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Aystetten

26.01.2020

Reaktionen auf Keime im Trinkwasser: „Willkommen im Club“

Die Nachricht, dass ab sofort auch in Aystetten das Wasser abgekocht werden muss, kam für viele Bürger am Freitag zwar überraschend, einige aber hatten offenbar früher oder später damit gerechnet.
Foto: Matthias Becker (Symbolfoto)

Diedorf, Dinkelscherben, Bobingen, Gersthofen und jetzt Aystetten. Im Internet reagieren die Nutzer auf den neuesten coliformen Keim mit bissigem Humor.

Die Nachricht, dass ab sofort auch in Aystetten das Wasser abgekocht werden muss, kam für viele Bürger am Freitag zwar überraschend, einige aber hatten offenbar früher oder später damit gerechnet. Dies zeigen unter anderem die Reaktionen in den sozialen Netzwerken auf die Berichterstattung in unserer Zeitung. Relativ gelassen reagieren auch die Gersthofer, die ab Montag etappenweise tagsüber die Klospülung nicht nutzen sollen.

„Hast du etwas anderes erwartet?“, fragt eine Leserin auf Facebook ganz lapidar ihre Freundin, die ihr die Nachricht über das Abkochgebot gepostet hat. „Dann dauert es nicht mehr lange, dass wir den Dreck auch bald in Neusäß haben“, vermutet ein anderer User. Wie berichtet, bezieht Aystetten das Wasser von der Loderberggruppe. Betroffen sei laut Bürgermeister Peter Wendel aber nur das Gemeindenetz von Aystetten, nicht jedoch die anderen versorgten Stadtteile von Neusäß: Hammel, Ottmarshausen und Täfertingen. Das restliche Neusäß bezieht sein Wasser von den Stadtwerken Augsburg.

Den Toilettengang einfach in den Garten verlegen

Mit einer großen Portion Ironie und bissigem Zynismus haben die Gersthofer im Internet auf die Einschränkung der Toilettenspülung reagiert. „Ich geh dann in der Arbeit aufs Klo“, schreibt beispielsweise eine Userin, die offenbar außerhalb der Stadtgrenzen arbeitet. Ein anderer Nutzer kündigt ab, seinen Toilettengang dann einfach in den Garten zu verlegen.

Andere wiederum erzählen, dass sie mittlerweile das gechlorte Wasser trinken und nicht, wie zu Beginn der Maßnahme, sich mit stillem Wasser aus dem Supermarkt eindecken. „Das gechlorte Wasser wird auch von unseren Hunden problemlos getrunken“, betonen sie. Und ein Hund habe schließlich zehnmal mehr Riechzellen als ein Mensch.

Und ein Nutzer auf Facebook kommentiert die Nachricht, dass nun auch Aystetten einen coliformen Keim hat, ganz lapidar mit der Aussage: „Willkommen im Club“!

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