Kreisliga Augsburg

30.03.2019

Alarmstufe Rot im Tabellenkeller

Mit Tobias Foth (MItte) fällt beim Schlusslicht TSV Leitershofen ein weiterer Stammspieler verletzt aus. Für Maximilian Wieland (links) und Torhüter Markus Wieland wird es noch schwerer, das rettende Ufer zu erreichen.
Bild: Marcus Merk

Schlusslicht TSV Leitershofen hat einen weiteren Verletzten zu beklagen. Warum das Kellerduell zwischen Zusmarshausen und Wehringen etwas Besonderes ist

Da waren’s nur noch Drei. Der TSV Neusäß, TSV Dinkelscherben und FC Horgau sind vorerst die übrig gebliebenen Anwärter aus dem Landkreis Augsburg auf die Bezirksliga. Im Keller brennt es hingegen weiterhin lichterloh. Löscharbeiten seien aber im vollen Gange.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Der erste Konkurrent wäre ausgestochen. Nach dem 2:1-Sieg des Tabellenführers gegen den TSV Göggingen sind dessen Aufstiegsambitionen erst mal dahin. „Wir hatten die Nase letztlich vorne, uns das Leben durch verpasste Großchancen dennoch schwergemacht“, resümiert Trainer Karlheinz Pecher. Um sich für das 1:1-Remis im Hinspiel beim SSV Margertshausen zu revanchieren, soll es mit der Chancenverwertung wieder bergauf gehen. „Das wird jedoch keine leichte Aufgabe“, ahnt der 52-Jährige vor dem Derby gegen den abstiegsbedrohten SSV. Denn trotz 0:3-Auftaktniederlage zum Beginn der Frühjahrsrunde ist in Margertshausen die Stimmung durchaus positiv. „Klar sind wir beim Tabellenführer zu Gast. Doch wir haben doch nichts zu verlieren“, bringt es Trainer Thomas Kempter auf den Punkt. Der Aufsteiger wolle vorerst an sich selbst arbeiten. „Wir müssen zurück zu mannschaftlicher Geschlossenheit, Zweikampfstärke und Kampfgeist finden“, erklärt Kempter. Doch wer weiß, vielleicht luchst der Aufsteiger dem Spitzenreiter, der in der kommenden Saison auf Mathias Steger (wechselt zum FC Affing) verzichten muss, zum wiederholten Male einen Punkt ab.

Beim 3:0-Derbysieg gegen Westheim zeigte der SSV Anhausen „die beste Saisonleistung“. Umso größer war die Freude bei Spielertrainer Benedikt Schmid. „Der Sieg war zwar nicht unbedingt eingeplant, im Nachgang aber mehr als verdient. Die Jungs haben alles umgesetzt, was ich wollte“, resümierte der 27-Jährige. Am Sonntag erwartet der Tabellenachte seinen ganz persönlichen Angstgegner. „Leitershofen liegt uns einfach nicht“, gab Schmid zu, nimmt seine Truppe aber in die Pflicht: „Ein Sieg gegen Westheim bringt nichts, wenn wir gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt patzen.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Beim TSV Leitershofen hagelt es derzeit jedoch Hiobsbotschaften ohne Ende. Mit Tobias Foth fällt nun ein weiterer Stammspieler für den Rest der Rückrunde, wenn nicht länger aus. Der 26-Jährige zog sich bei der 1:2-Niederlage gegen den TSV Zusmarshausen einen doppelten Wadenbeinbruch zu. Trainer Bernd Endres hat und will seinen Optimismus aber noch nicht aufgeben. „Verloren ist heuer noch gar nichts und wir bleiben dran. Die rote Laterne wollen wir wieder abgeben“, erklärt Endres.

Erstes Spiel, erster Sieg und die rote Laterne abgegeben – Thomas Weber ballte nach dem 2:1-Sieg auf der Alm gegen Leitershofen die Fäuste. „Das war Abstiegskampf pur. Jetzt sind es nur noch vier“, so der 39-Jährige, der fünf Siege vor der Rückrunde als Garant für den Klassenerhalt festmachte. Die Einstellung, der Teamgeist und auch die fußballerische Leistung hat gepasst. „Genau diese Tugenden musst du im Abstiegskampf an den Tag legen“, war auch der Sportliche Leiter Matthias Voss zufrieden. Daran soll gegen den FSV Wehringen angeknüpft werden. Durch einen Sieg könnte der TSV Zusmarshausen mit den Gästen, die vom ehemaligen Zusmarshauser Trainer Reinhard Brachert gecoacht werden, gleichziehen und einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen. „Und genau dafür werden wir unser Bestes geben. Wir haben Selbstvertrauen getankt, das hat uns gutgetan“, meint Weber.

Den 3:0-Sieg gegen Margertshausen wollte FC-Spielertrainer Franz Stroh nicht allzu hoch hängen. „Wir waren an dem Tag schon gut, letztlich lag es aber auch am Gegner, der nicht ganz unsere Erwartungen erfüllt hat“, geht ein Seitenhieb Richtung Margertshausen. Gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen erwartet der 36-Jährige trotz ähnlich mieser Lage ein völlig anderes Spiel. „Kurios, dass die mit ihrer individuellen Klasse da unten stehen. Die haben auf jeden Fall die Grundsubstanz da unten wieder rauszukommen“, zollt Stroh dem kommenden Gegner Respekt. Zumal dieser das Trainerkarussell anschmiss und fündig wurde. Markus Hanisch und Christian Wanner werden dort die Verantwortung übernehmen (wir berichteten). „Trotzdem wollen wir oben dran bleiben. Zu Hause zählt daher nur ein Sieg“, entgegnet Stroh.

„Einfach schlecht, ohne Körper und Köpfchen!“ – Die Begeisterung nach der 0:3-Niederlage im Derby gegen Anhausen hielt sich bei SpVgg-Trainer Oliver Haberkorn in Grenzen. „Nach oben brauchen wir jetzt erstmal nicht mehr schauen. Das Thema ist vom Tisch“, fügt der 34-Jährige hinzu. Gegen Aufsteiger Suryoye Augsburg gilt es nun, die verlorenen Punkte wieder einzufahren. Um einer spielerisch guten Mannschaft wie Suryoye den Zahn zu ziehen, „müssen wir ihnen so schnell wie möglich die Lust am Fußballspielen nehmen und ein bisschen härter an die Sache rangehen“, so Haberkorn.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren