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Fußball-Kreisliga Augsburg

18.08.2018

Pecher trifft auf seine alte Liebe Leitershofen

Vor einem Jahr saß Karlheinz Pecher (rechts mit Mütze) noch auf der Trainerbank des TSV Leitershofen, morgen trifft er als Chefcoach des TSV Neusäß auf seinen Ex-Verein.
Bild: Andras Lode

Mit dem Bezirksliga-Absteiger geht es für den Trainer des TSV Neusäß am Sonntag gegen seinen Ex-Verein. Bei Spitzenreiter FC Horgau fehlt im Duell gegen den TSV Göggingen Chefcoach Franz Stroh

Bereits nach vier Spieltagen ist das Tabellenbild in der Fußball-Kreisliga Augsburg total verzerrt. Während der neue Spitzenreiter FC Horgau und sieben weitere Teams bereits vier Spiele absolviert haben, steht für den TSV Neusäß erst eine Partie zu Buche. Lediglich zweimal haben der SSV Margertshausen, die SpVgg Westheim und der FC Königsbrunn gespielt. An diesem Wochenende muss der TSV Zusmarshausen pausieren, in den Fokus des fünften Spieltages rückt die Heimpartie des FC Horgau gegen den Tabellenvierten TSV Göggingen, aber auch das Duell zwischen dem TSV Neusäß und dem TSV Leitershofen hat es in sich.

FC Horgau

Um beim Spitzenspiel am vergangenen Mittwoch in Dinkelscherben noch dabei sein zu können, hat Franz Stroh seinen Italien-Urlaub extra um ein paar Tage verschoben. Im morgigen Heimspiel gegen den Tabellenvierten TSV Göggingen wird er aber definitiv fehlen und gemeinsam mit seiner Familie die schönen Strände an der Adria genießen. Den 2:1-Erfolg in Dinkelscherben bezeichnet der Horgauer Coach als „hochverdient“. Für seine Mannschaft sei es im Vergleich zur vergangenen Bezirksliga-Saison in der Kreisliga schon leichter, den Gegnern Paroli zu bieten. „Die eigenen Fehler werden nicht mehr so brutal bestraft wie im letzten Jahr; außerdem stehen wir nicht permanent so unter Druck“, hat der 35-Jährige die beiden größten Unterschiede zwischen beiden Spielklassen schnell aufgezählt. Nach dem tollen Start mit zehn Punkten aus vier Spielen wollen die Kleeblättler nun gegen Göggingen nachlegen. Dabei muss Co-Trainer Torsten Zimmermann, der Franz Stroh vertritt, gegenüber dem Dinkelscherben-Spiel ein wenig umbauen. Denn nicht nur der Chefcoach hat sich bei den Grün-Weißen nach dem Sieg auf dem Kaiserberg in den Urlaub verabschiedet. (her)

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TSV Neusäß

Fern der Heimat verfolgt derzeit Abteilungsleiter Ernst Krendlinger das Geschehen beim Bezirksliga-Absteiger. Im England-Urlaub wird er das Derby am Sonntag gegen Leitershofen gespannt im Liveticker verfolgen und seinem Team fest die Daumen drücken. „Wir wollen natürlich im zweiten Spiel den zweiten Sieg“, nachdem seine Mannschaft bisher erst einmal um Punkte gespielt hat und dabei am ersten Spieltag die zweite Mannschaft des TSV Schwabmünchen mit 1:0 besiegte. Dieses Spiel liegt drei Wochen zurück. Auch deshalb kann Krendlinger nur schwer einschätzen, wie sich seine Mannschaft nach dem personellen Umbruch letztlich entwickeln wird. „Ich habe aber ein gutes Gefühl, dass wir in der Kreisliga mithalten können“, so der TSV-Funktionär. (her)

TSV Leitershofen

Saisonübergreifend hat der TSV Leitershofen nach dem 4:2-Erfolg vom Mittwoch gegen den SSV Margertshausen nun zum sechsten Mal in Folge zu Hause gewonnen. „Langsam werden wir wieder zur Alm-Festung“, schmunzelt Marcel Bertele. Die wiedergewonnene Heimstärke führt der sportliche Leiter auch auf das kleinere Spielfeld in Leitershofen zurück. Beim Derby morgen in Neusäß müssen seine Kicker wieder wie in Horgau und Göggingen auf einer großen Anlage antreten. „Ich bin gespannt, ob wir nun damit besser zurechtkommen“, hofft Bertele, dass nun auch auswärts der Knoten platzt. Eine ganz besondere Note hat das Leitershofer Gastspiel in Neusäß durch die Personalie Karlheinz Pecher. Er wechselte im vergangenen Winter überraschend von der Alm in den Lohwald. Beim Wiedersehen ist Bertele gespannt, was sein Kumpel und Mitspieler in der Altherrenmannschaft des TSV Leitershofen der Neusässer Truppe als Trainer beigebracht hat. Als Favorit gehe Leitershofen, so Bertele, nicht ins Spiel. Die Abgänge der beiden Routiniers Markus Bröll und Markus Batzer (beide TSV Fischach) wurden bisher aber gut kompensiert. Besonders Max Wieland als neuer Abwehrchef und Benni Gerstmeier, der gegen Margertshausen zweimal traf, haben sich in den Vordergrund gespielt. (her)

SpVgg Westheim

Zweimal nacheinander hat die SpVgg Westheim aus urlaubsbedingten Gründen nicht gespielt – die Begegnungen gegen Neusäß und Margertshausen wurden verlegt. Nun aber muss der Vorjahressechste am heutigen Samstag beim Aufsteiger FC Haunstetten wieder ran. Dabei muss Trainer Oliver Haberkorn noch auf mindestens fünf, wenn nicht sogar auf sechs Urlauber verzichten. Einzig bei Patrick Fendt hat er Hoffnung, dass er noch rechtzeitig aus Kroatien zurückkehrt. Doch gleichgültig, wer bei der SpVgg heute aufläuft, Bangemachen gilt nicht. „Wir haben einen guten Kader und können in Haunstetten durchaus bestehen“, gibt Haberkorn optimistische Töne von sich. Gut eingeführt haben sich die beiden Neuzugänge Noah Waschkut (FC Kempten) und Mathias Moser (TSV Unterthürheim). „Sie sind absolute Verstärkungen für uns“, lobt Haberkorn deren bisherige Leistungen. (her)

SSV Anhausen

Der Vorjahresneunte ist die bisherige Überraschung in der noch jungen Saison. Aus vier Spielen gegen hoch eingeschätzte Mannschaften hat die Truppe aus dem Diedorfer Ortsteil bisher sieben Punkte geholt. Im Heimspiel gegen das punktlose Schlusslicht FC Königsbrunn wollen die SSV-Kicker am Sonntag nun ihren tollen Start „vergolden“, wie Benni Schmid die Zielsetzung formuliert. Dabei dürfe seine Mannschaft allerdings nicht „blauäugig“ ins Spiel gehen, nur weil der Gegner mit null Punkten ganz hinten stehe. „Wir müssen als SSV Anhausen immer an unsere Leistungsgrenze gehen“, weiß Schmid um die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft Bescheid. Ein ganz wichtiger Faktor im SSV-Spiel ist nach wie vor Josef Guggenberger. Der Ex-Spielertrainer war beim 3:1-Erfolg am Mittwoch mit der entscheidende Mann, indem er zwei Tore durch gute Standards vorbereitet hatte. „Da hat er wieder einmal gezeigt, wie wertvoll er für uns ist. Er ist fast nicht zu ersetzten“, lobt Schmid seinen Vorgänger. (her)

SSV Margertshausen

Die zweite Heimpartie steht für den Aufsteiger am Sonntag an, wenn der FSV Wehringen auf dem Hungerberg gastiert. Dabei liegt den Grün-Weißen noch die späte Niederlage vom Mittwoch im Magen. „Im zweiten Abschnitt haben wir das Spiel aus der Hand gegeben und sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen“, erinnert sich SSV-Coach Thomas Kempter. Gegen Wehringen um Trainerfuchs Reinhard Brachert erwartet er einen Gegner auf Augenhöhe, gegen den seine Mannschaft zu Hause auf jeden Fall punkten müsse. Bei den Gästen ist vor allem die Offensive um die flinken Angreifer Zittenzieher, Gleich und Stockinger stark besetzt. Von seinem Team erwartet Kempter hingegen umsichtiges Defensivverhalten und Flexibilität im Angriffsspiel: „Dass wir das können, haben wir gegen Königsbrunn und im ersten Durchgang in Leitershofen bewiesen.“ Margertshausen hofft auf die Rückkehr vom angeschlagenen Markus Kranzfelder. Sinan Özkan und Malte Tjarks fallen sicher aus (beide Urlaub). (nff)

TSV Dinkelscherben

Im vierten Spiel haben nun auch die Kaiserbergkicker gegen den FC Horgau die ersten Punktverluste verbuchen müssen. „Verdient, wir haben uns zu viele Fehler geleistet“, gibt Coach Michael Finkel zu. Trotzdem zeigt er sich mit dem Saisonstart mit drei Siegen aus vier Spielen zufrieden. Über den Sonntagsgegner TSV Haunstetten hat der Übungsleiter nur wenige Informationen: „Der Abstieg kam wohl überraschend, nachdem die Platzierungen in den Vorjahren immer ordentlich waren.“ Sein Team müsse die zuletzt gezeigten Unsicherheiten im Defensivbereich abstellen, denn im Angriffsspiel sind die Lila-Weißen immer brandgefährlich. Finkel: „Ich wünsche mir das erste Zu-null von meiner Mannschaft.“ Mit Mittelfeldstabilisator Julian Kugelbrey, Angreifer Josef Kastner und Youngster Simon Achatz kehren drei Stammspieler zurück, Hakan Avci weilt im Urlaub. (nff)

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