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Landkreis Dillingen

14.02.2020

Überlegen in den verschiedensten Disziplinen

Dillingens erfolgreiche Schachspieler bei den nordschwäbischen Blitzmeisterschaften in Welden. Links im Bild Ulrich Bäuml (Rang drei) und rechts Sieger Vitus Lederle.
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Dillingens erfolgreiche Schachspieler bei den nordschwäbischen Blitzmeisterschaften in Welden. Links im Bild Ulrich Bäuml (Rang drei) und rechts Sieger Vitus Lederle.
Bild: Repro her

Lokale Sportgeschichte(n): Läufer, Gewichtheber, Allkämpfer und Bogenschützen aus dem Landkreis zeigen sich wenige Wochen nach der Jahrtausendwende in Bestform. Und ein Nachwuchs-Fußballteam lässt keinen Gegentreffer zu.

Bei der Jahrtausendwende vor 20 Jahren setzte die Europäische Zentralbank Anfang Februar 2000 alle Leitzinsen für das Euroland um 0,25 Prozentpunkte herauf. Der wichtigste Leitzins der EZB stand damals bei 3,25 Prozent. Zahlen, von denen die Sparer derzeit nur noch träumen können. Auf Heimatbesuch begab sich vor zwei Jahrzehnten die damalige Kanzler-Gattin Doris Schröder-Köpf. Sie war als Schirmherrin bei der Feier „50 Jahre Faschingsgesellschaft Laudonia Lauingen“ eingeladen. „Das ist der erste Kuss eines Prinzen“, sagte Schröder-Köpf beim närrischen Treiben, an dem ihr Schorsch I. mit einem Bussi den Jahresorden umhängt. „Ich habe zwar schon echte Prinzen kennengelernt, aber keinen so schönen“, lächelte die Kanzler-Gattin. Für Schröder-Köpf, die neun Jahre lang das St.-Bonaventura-Gymnasium in Dillingen besucht hat und später als Volontärin bei der Donau-Zeitung ihre ersten journalistischen Gehversuche unternahm, war es eine triumphale Rückkehr in den Landkreis.

In der Fußball-Bundesliga wurde die Rückrunde nach der Winterpause erst am zweiten Februar-Wochenende eingeläutet. Damals waren unter anderem der TSV 1860 München, der 1. FC Kaiserslautern, Hansa Rostock, aber auch die SpVgg Unterhaching und der SSV Ulm 1846 im Oberhaus vertreten. Unterhaching gelang zum Rückrundenstart ein 1:0-Heimerfolg gegen Eintracht Frankfurt, die Ulmer Spatzen verloren beim SC Freiburg mit 0:2. Im DFB-Pokal-Halbfinale zitterte sich der FC Bayern München im Olympiastadion zu einem 3:2-Sieg gegen Hansa Rostock durch Tore von Roque Santa Cruz (2) und Sammy Kuffour. Nicht das Ergebnis ist es, das man erwähnen müsste, sondern die Zuschauerzahl: Ganze 11000 Fans verfolgten bei Schneegestöber das Spiel im weiten Rund. Heutzutage ist nahezu jedes Bayern-Spiel in der Allianz Arena ausverkauft, Tickets für ein Bayern-Spiel sind nur schwer zu ergattern.

Auf regionaler Ebene sorgten ein Läufer aus Mörslingen und die Allkämpfer aus Dillingen für Furore. Dies und einiges mehr lesen Sie in unserer Serie „Lokale Sportgeschichte(n). Heute blicken wir auf den Februar im Jahr 2000 zurück.

Überlegen in den verschiedensten Disziplinen

Thomas Jahn „Spieler des Jahres“

"Er hat nicht nur den Fußball beim FC Gundelfingen geprägt, sondern bayernweit Akzente gesetzt. So begann Abteilungsleiter Hans Anderl die Laudation, als der „Spieler des Jahres“ bei den Grün-Weißen gekürt wurde. Die Rede war von Thomas Jahn, der diese vereinsinterne Wahl zum dritten Mal gewann und der selbst mit damals 35 Jahren noch zu den herausragenden Kickern des FCG gehörte. Bei seiner Wahl konnte Thomas Jahn auf mehr als 400 Punktspiele im Trikot der Gärtnerstädter zurückblicken.

Schützenkönigin in Oberringingen

Die Schützenvereine in der Region proklamierten zum Jahresbeginn ihre Vereinsmeister und Könige. Stellvertretend seien hier die „Eichenlaub“-Schützen aus Oberringingen genannt, bei denen sich mit einem 4,0-Teiler Sandra Stelzer die Königswürde vor Wolfgang Deuter (18,9-Teiler) sicherte. Der neue Jugendkönig kurz nach der Jahrtausendwende wurde Bernd Beck mit einem 14,4-Teiler vor Benjamin Oswald (21,8-Teiler).

Mörslinger Länderkampfsieger

Der Mörslinger 400-Meter-Läufer Wolfgang Kraus von der LG Staufen vertrat die Farben Baden Württembergs beim Länderkampf der Alpen-Anrainerstaaten in der Münchner Werner-von-Linde-Halle. Auf seiner Spitzenstrecke ließ er der Konkurrenz keine Chance. In 49,02 Sekunden siegte er deutlich vor dem Karlsruher Philipp Parzer. Und als Schlussläufer der 4 x 200-Meter-Staffel ließ Wolfgang Kraus den Sportwart der Württemberg-Auswahl, Hans Krieg, ins Schwärmen geraten. Mit seinem zweiten Sieg trug Kraus maßgeblich dazu bei, dass Baden Württemberg bei den Männern mit 56 Punkten vor Bayern (52) und Südtirol (21) den Alpencup gewann.

Gewichtheber in der Zweiten Liga

Die Gewichtheber der SSV Höchstädt haben vor zwei Jahrzehnten ihre Saisonziele erreicht. Die erste Mannschaft wurde mit einem 553:260,3-Sieg in Neumarkt vorzeitig Bayernliga-Meister und stieg in die zweite Bundesliga auf. Die „Zweite“ kam Mitte Februar beim ESV Augsburg ebenfalls zu einem ungefährdeten Erfolg mit der Saisonbestleistung von 281,6 Kilopunkten und wurde Meister der Bezirksoberliga. Beim Sieg der „Ersten“ in Neumarkt wuchsen Waldemar Stolz, Eugen Kraz, Andreas Alexander, Oliver Fischer, Andreas Pfünder und Krzysztof Ukleja teilweise über sich hinaus.

33:24 vor 300 Fans

Selten hat der TV Lauingen in der Handball-Bezirksoberliga so dominiert wie beim 33:24-Sieg über den TSV Gersthofen. Trainer Werner Daumann hatte sein Team optimal eingestellt. Vor 300 Zuschauern in der Stadthalle zeigten die Gastgeber ihr spielerisches und kämpferisches Potenzial. Sechs Lauinger konnten sich mit vier bis sieben Treffern in die Torschützenliste eintragen. Die meisten Treffer erzielte Martin Barfuß.

FCG-D-Junioren Kreismeister

Mit einem 6:0-Sieg gegen den FC Lauingen im Finale der Kreismeisterschaft in der Höchstädter Nordschwabenhalle sicherten sich die Fußball-D-Junioren des FC Gundelfingen den Titel. Die Grün-Weißen gewannen alle sechs Spiele und konnten am Ende ein Torverhältnis von 24:0 aufweisen. Zum Einsatz kamen für den Kreismeister: Michael Stenzel, André Fuchsluger, Claudia Schwarz, Florian Prießnitz, Stefan Winkler, René Günzel, Christoph Marek, Christian Kurz, Nuh Arslan und Edi Keil.

Drei Dillinger Faustball-Meister

Berlin war eine Reise wert für die drei Dillinger Faustballer Gerhard Drießle, Wolfgang Hugo und Harro Schaefer. Im Team des Polizeisportvereins Donauwörth wurden sie deutscher Hallenmeister der Altersklasse bis 60 Jahre. Im Endspiel traf die Donauwörther/Dillinger Truppe auf Ausrichter PSV Berlin und gewann verdient mit 18:15.

„Pfiffige“ Veranstaltung

Eine solche „pfiffige“ Veranstaltung gab es bis dato auf schwäbischer Ebene noch nicht. Der Bezirk-Schiedsrichter-Ausschuss Schwaben hatte eine Fortbildungsoffensive für Fußball-Schiedsrichter-Funktionäre ins Leben gerufen. 50 Teilnehmer trafen sich dazu unter der Leitung von Günther Holz (Lauingen) in der Luitpold-Kaserne in Dillingen. Einen ganzen Tag lang galt es, sich mit den Möglichkeiten der Motivation, Teamgeist, dem effektiven Gestalten von Ausschusssitzungen und rhetorischen Grundlagen intensiv auseinanderzusetzen.

Dillingen stark im Blitzschach

Die besten Aktiven- und Jugendspieler Nordschwabens ermittelten in Welden im Blitzschach ihre Meister. Dabei schnitten die Teilnehmer des SC Dillingen sehr gut ab. In der Aktivenklasse siegte ungeschlagen mit 10,0 von 11,0 möglichen Punkten der 35-jährige Vitus Lederle. Die Bronzemedaille in der gleichen Klasse sicherte sich Lederles Teamkollege Ulrich Bäuml.

Bronze für Höchstädter Bogenschützen

Franz Huber, Ludwig Hergöth, Otto Krakowski, Stefan Oswald, Lorenz Lachenmayr und Klaus-Dieter Gantke sicherten sich in der Gesamtwertung der Bogenschützen-Verbandsliga Rang drei. Einen hervorragenden Kampf lieferten die Höchstädter beim vierten und letzten Turnier in Tapfheim, bei dem sie sechs von sieben Einzelwettkämpfen mit 12:2-Punkten gewannen.

Deutsche Allkampf-Elite misst sich in Dillingen

Die 9. Deutschen Allkampfmeisterschaften wurden am letzten Februar-Sonntag in Dillingen ausgetragen. Für die Aktiven der Sportschule Magosch waren diese Titelkämpfe ein voller Erfolg. Unter 180 Sportlerinnen und Sportlern sicherte sich das Magosch-Team den ersten Platz in der Vereinswertung und konnte somit den Vorjahrestitel verteidigen. (her)

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