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Landkreis Neu-Ulm/Ulm

09.10.2019

Falsche Polizeibeamte versuchen erneut ihr Glück

Telefonbetrüger sind nach wie vor in der Region aktiv.
Bild: Symbolfoto Arno Burgi, dpa

In Ulm ergaunern die unbekannten Täter Geld und Schmuck. In Neu-Ulm, Weißenhorn und Pfaffenhofen gehen die Anrufer leer aus.

Betrüger, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgeben, sind derzeit wieder sehr aktiv in der Region. 38 Fälle wurden allein am Dienstag in den Zuständigkeitsbereichen der Polizeiinspektionen Weißenhorn, Neu-Ulm, Illertissen, Günzburg, Burgau, Memmingen und Kempten angezeigt. In Ulm brachten Betrüger erneut einen Senior um sein Erspartes. 50 weitere Male versuchten die Unbekannten, an das Ersparte von Ulmer Senioren zu kommen. Diese fielen, wie in den anderen Fällen im Landkreis Neu-Ulm, nicht auf die Masche herein.

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Wie die Ulmer Polizei mitteilt, erbeuteten die unbekannten Täter bei dem älteren Mann Gold und Schmuck. Ein angeblicher Kriminalbeamter hatte ihn am Telefon dazu aufgefordert, seine Wertsachen aus dem Schließfach der Bank zu holen. Dort sollen angeblich mehrere Fächer von Kunden, auch seines, leer geräumt werden. Um den Tätern eine Falle zu stellen, so hieß es, solle der Mann die Wertsachen der Polizei übergeben. Nach der Festnahme der Täter könne er sie bei der Polizei wieder abholen. Der gutgläubige Senior folgte der Anweisung und deponierte seine Wertgegenstände auf seinem Grundstück. Ein Unbekannter holte sie ab. Der Betrug fiel erst auf, als der vorgetäuschte Rückruf des falschen Polizisten ausblieb.

Angerufene sollten keinesfalls auf die Forderungen eingehen

Der Polizeiinspektion Neu-Ulm wurden am Dienstag auch wieder mehrere Anrufe von falschen Polizeibeamten mitgeteilt. In keinem der Fälle hatten die Täter Erfolg, dennoch wurden polizeiliche Ermittlungen wegen des versuchten Betrugs eingeleitet.

Falsche Polizeibeamte versuchen erneut ihr Glück

Vier weitere Fälle ereigneten sich am Dienstagnachmittag in Weißenhorn und Pfaffenhofen. Dem Polizeibericht zufolge meldete sich dort eine unbekannte Frau telefonisch bei überwiegend älteren Personen. Sie gab an, vom „Landeskriminalamt Ulm“ zu sein und erzählte die mittlerweile hinlänglich bekannte Masche, wonach in der Nachbarschaft eine ausländische Tätergruppierung festgenommen worden sei, bei der ein Zettel mit der jeweiligen Anschrift des Angerufenen gefunden wurde. Nun werde ein Einbruch beim Angerufenen befürchtet, sagte die Frau, damit die Täter an Geld und Wertgegenstände der älteren Personen gelangen. Glücklicherweise erkannten alle vier Personen die Absichten der Anruferin und unterbrachen das Telefonat, sodass kein Schaden entstand.

Die Polizei rät Bürgern, die solche Anrufe erhalten, keinesfalls auf derartige Forderungen einzugehen. Betroffene sollten die 110 oder die nächstgelegene Polizeidienststelle anrufen. Dabei sollte niemals die Rückruftaste benutzt werden. (az)

Weitere Tipps der Polizei finden Sie auf dieser Internetseite.

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