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Königsbrunn

09.04.2015

Bundestagsabgeordneter fordert andere Trasse für die Osttangente

Mit Sprayfarbe haben Mitglieder der Interessensgemeinschaft auf einigen Straßen im Süden von Königsbrunn die vorgesehene Trasse der vierspurigen Augsburger Ostumfahrung markiert.
Bild: Andreas Niess

Bundestagsabgeordneter Volker Ullrich hält die Trasse für die geplante Ostumgehung Augsburg im Bereich Königsbrunn für ungeeignet. Er hat einen anderen Vorschlag.

Der Stimmkreisabgeordnete für Augsburg und Königsbrunn im Bundestag, Volker Ullrich ( CSU), hält die Trasse für die geplante Ostumgehung Augsburg im Bereich Königsbrunn für ungeeignet und hat in Schreiben an den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, das Straßenbauamt Augsburg und das Bundesverkehrsministerium einen Alternativvorschlag gemacht.

Generell nannte der Bundestagsabgeordnete die Osttangente Augsburg „ein für die Region bedeutendes Verkehrsprojekt“. Denn sie ermögliche die großräumige östliche Umfahrung Augsburgs, entlaste „die an Kapazitätsgrenzen stoßende B 17“ und schaffe Ortsumgehungen für Friedberg, Kissing und Mering. „Außerdem stellt diese Straße auch für überörtliche Verkehrsbeziehungen einen bedeutenden Vorteil dar.“

Ullrich tritt daher entschieden dafür ein, dass dieses Projekt in den vordringlichen Bedarfes in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen und infolgedessen zeitnah realisiert werden kann.

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Der Vorschlag von Volker Ullrich

Bedenken erhebt er jedoch gegen die vorliegenden Überlegung des Staatlichen Straßenbauamts Augsburg, den „vierten Abschnitt“ im Bereich Königsbrunn nahezu parallel zur vorhandenen Staatsstraße 2380 verlaufen zu lassen. Seiner Einschätzung nach hat diese Trasse „unter keinen Umständen Aussichten auf eine Realisierung und sollte daher nicht weiter zum Gegenstand etwaiger Überlegungen gemacht werden“. Laut Ullrich sind die Gründe dafür mehr als offensichtlich. Die jetzt skizzierte Trasse zerschneide wesentliche Teile des noch verbliebenen freien Königsbrunner Stadtgebietes und verursache „zahlreiche Betroffenheit an Lärm im südlichen Königsbrunn“, so die Presseerklärung.

Noch entscheidender sei, dass sie unmittelbar die Schutzzone I der Trinkwasserfassungsbereiche „Fohlenau“ und die Schutzzone IIIa2 der Trinkwasserfassungsbereiche „Stadtwald“ tangieren würde. Die seien für die Städte Augsburg und Königsbrunn „von essenzieller Bedeutung“, so Ullrich und könnten daher nicht Gegenstand einer Straßenplanung werden.

Er regt dringend an, dass bevorzugt eine Variante südlich der Lechstaustufe 23, wenn möglich sogar südlich der Lechstaustufe 22 überprüft wird. Die habe seiner Meinung nach zudem den Vorteil, dass sie in unmittelbarer Nähe des Logistikzentrums bei Graben in die B 17 münden und dieses direkt erschließen würde. (AZ)

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