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Region

10.11.2015

Kneipp-Lechfeldbahn: Private Konkurrenz für die Bahn

Bayerische Regiobahn am Bahnübergang und Bahnhof Dasing.
Bild: Andreas Schwarzbauer

Die Deutsche Bahn bekommt auf Strecken der derzeitigen Kneipp-Lechfeldbahn private Konkurrenz. Vor allem Schüler und Berufspendler werden davon vorerst profitieren.

Ab Ende 2018 bekommt die Deutsche Bahn in der Region stärkere Konkurrenz. Die Bayerische Regiobahn GmbH (BRB) wird die Regionalverkehre auf den Linien München–Füssen sowie Augsburg–Füssen und Augsburg–Landsberg betreiben. Davon sind auch Reisende ab und von den Bahnhöfen Bobingen und Schwabmünchen betroffen. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung des Liniendienstes durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert.

Die in BRB ist in der Region bereits durch ihre in blau, weiß und gelb gehaltenen Züge auf den Strecken von Augsburg nach Weilheim, Ingolstadt und Eichstätt bekannt.

Die BEG spricht von einer langfristigen Sicherung des Angebotes mit neuen Fahrzeugen. Einher gehen werde plangemäß die Elektrifizierung der Strecke Geltendorf– Memmingen–Lindau. Der Vertrag beginnt im Dezember 2018 und läuft bis Dezember 2030. Er sieht zwei Betriebsstufen vor.

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Diese Fahrten sind geplant

Der Fahrplan in Betriebsstufe 1 entspricht weitgehend dem heutigen Angebot, so die BEG. Auf allen Linien werde die BRB künftig Neufahrzeuge einsetzen. Der Regio-Schienen-Takt zwischen Augsburg und Bobingen bleibe als 15-Minuten-Takt morgens Richtung Augsburg, abends Richtung Bobingen erhalten. Ebenso der ganztägige 30-Minuten-Takt zwischen Landsberg und Kaufering mit Anschlusszügen nach München und ins Allgäu. Auch der Stundentakt zwischen Füssen und Buchloe bleibe bestehen. In Buchloe können Fahrgäste aus Kaufbeuren, Marktoberdorf und Füssen von den jeweils im Zweistundentakt nach Augsburg bzw. München verkehrenden Zügen direkt am selben Bahnsteig in Richtung München bzw. Augsburg umsteigen. An Sonntagen werde weiterhin der zusätzliche „Neuschwanstein-Express“ zu stark nachgefragten Tageszeiten München und Füssen direkt verbinden.

Der Stundentakt zwischen Kaufering und Augsburg werde durch zusätzliche Züge im Schüler- und Berufsverkehr ergänzt. Dabei sollen die Arbeitszeiten im Gewerbegebiet in Graben berücksichtigt werden. Zudem werden im Schüler- und Berufsverkehr weitere Züge ab Marktoberdorf verkehren, die alle Halte in Richtung Augsburg anfahren. Der Fahrplan berücksichtigt dabei die Anschlussverbindung in Kaufbeuren bzw. Biessenhofen aus Richtung Marktoberdorf und Füssen nach Kempten. So verkündete die BEG gestern.

Vieles bleibt bestehen

Die Betriebsstufe 2 umfasst dann die Elektrifizierung der Strecke von München nach Lindau. Die Vorgaben zum Taktfahrplan und der Anbindung von und nach Landsberg würden laut BEG in der zweiten Stufe weitgehend erhalten.

Auch zukünftig würden im Knotenbahnhof Kaufering mindestens stündlich Anschlussverbindungen nach München und in Richtung Allgäu angeboten. Auch der Stundentakt zwischen Füssen und Buchloe bleibt bestehen. Der zusätzliche „Neuschwanstein-Express“ wird in der Betriebsstufe 2 nicht nur sonntags, sondern auch samstags zu stark nachgefragten Tageszeiten München und Füssen direkt verbinden.

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