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Futsal

27.01.2019

Mit Disziplin und Durchhaltevermögen

Das vielleicht beste Turnierspiel war die Viertelfinalbegegnung zwischen dem Titelverteidiger TSV Bobingen (weiß) mit Christopher Detke (links) und Cemal Mutlu (rechts) und dem späteren Sieger Türkgücü Königsbrunn mit Dominic Britsch (schwarzes Trikot).
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Das vielleicht beste Turnierspiel war die Viertelfinalbegegnung zwischen dem Titelverteidiger TSV Bobingen (weiß) mit Christopher Detke (links) und Cemal Mutlu (rechts) und dem späteren Sieger Türkgücü Königsbrunn mit Dominic Britsch (schwarzes Trikot).

Türkgücü Königsbrunn holt sich zum ersten Mal den Hallentitel. Der Modus bleibt umstritten

Diedorf Am Ende war es eine enge Kiste. Nach einem gutem Auftritt im Viertelfinale und einer starken Leistung in der Vorschlussrunde tat sich Türkgücü Königsbrunn im Finale gegen den Kreisklassisten TSV Diedorf relativ schwer. Doch am Ende war es die Routine und Disziplin, die die Königsbrunner an den Tag legten, die den Sieg ausmachten.

Den Auftakt ins Turnier machte der TSV Schwabmünchen gegen Auerbach-Streitheim (Kreisklasse). Schwabmünchen ging dabei früh in Führung, verlor aber kurz vor der Pause Torhüter Patrick Joder, als dieser einen Ball klar außerhalb des Strafraumes fing. „Ich war da ein wenig durch die vielen Linien irritiert, dachte ich bin noch drin“, so der Keeper nach dem Spiel. Mit einem Feldspieler zwischen den Pfosten ging es weiter. Noch vor dem Pausenpfiff erzielte Auerbach den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel brachte Akgün Schwabmünchen wieder in Führung, dochkurz vor dem Ende fiel der erneute Ausgleich und läutete eine turbulente Schlussphase ein, in der die Schwabmünchner das glücklichere Ende für sich hatten. Ganze 1,4 Sekunden standen auf der Anzeigetafel, als Schwabmünchens Gero Wurm zum 3:2-Siegtreffer abstaubte.

Im zweiten Viertelfinale siegte Leitershofen mit 7:2 über Westheim, und dass, obwohl Westheim zur Paus mit 2:0 in Führung lag.

Die dritte Vorrundenpartie brachte die erste Überraschung. Der TSV Diedorf, als Gastgeber für das Finalturnier qualifiziert, schickte den zu den Favoriten zählenden Bezirksligisten früh nach Hause – und das völlig verdient.

Das abschließende Viertelfinale war für viele ein vorneweggenommenes Finale. Der amtierende Landkreismeister TSV Bobingen stand dem Mitfavoriten Türkgücü Königsbrunn gegenüber. Schwabmünchens Trainer Markus Hanisch prognostizierte schon vor der Partie „dass der Sieger dieses Spiels wohl auch das Turnier gewinnen wird.“ Ähnlich sah auch Bobingens Marco Di Santo, der den Modus kritisierte. „Ich weiß nicht, warum man beim Finale keine Vorrunde spielt. Das wäre für die Zuschauer schöner und auch für die Team, da die dann alle mehr Spiele hätten“, so Bobingens Trainer. Eine Meinung, die auch Schwabmünchens Markus Hanisch vertritt. „Die Schwäbische und Bayerische Meisterschaft wird mit Vorrunde gespielt, die Qualifikation zur Landkreismeisterschaft ebenfalls. Nur das Finale nicht. Für die Hälfte der Teams ist daher nach einem Spiel schon Schluss, dass verstehe wer will“, kritisiert Schwabmünchens Hallentrainer.

Und nach eben diesem einen Spiel war für Bobingen Schluss. Das Viertelfinale gegen Königsbrunn war das erwartet starke Spiel. Die Partie war lange ausgeglichen, beide Mannschaften spielten auf hohem Niveau. Sekundenbruchteile vor der Pausensirene gingen die Königsbrunner durch einen schönen Treffer von Ibrahim Tonar in Führung. Doch der vermeintliche psychologische Vorteil eines Treffers zu solch einem Zeitpunkt hielt nur wenige Sekunden, denn fast direkt nach Wiederanpfiff sorgte Emre Mutlu für den Ausgleich. Doch das sollte der einzige Bobinger Treffer an diesem Tag sein. Königsbrunn zeigte viel Disziplin und Cleverness und lies kaum Chancen zu. Und die wenigen Bälle, die aufs Tor kamen, waren allesamt sichere Beute von Torhüter Rene Bissinger. Mit einem frechen Freistoß ins kurze Eck brachte Burak Tok Königsbrunn in Führung. Nicht nur diese Aktion sorgte dafür, das der überragende Tok auch den Pokal für den besten Turnierspieler mit nach Hause nehmen durfte. In der Schlussminute des letzten Viertelfinales sorgte erneut Tonar, nachdem Bobingen alles nach vorne warf, für die endgültige Entscheidung.

Im ersten Halbfinale trat Schwabmünchen mit Feldspieler David Juric im Tor an, der seine Sache auch richtig gut machte. Dass die junge Truppe am Ende nicht im Finale stand, lag deren Chancenverwertung. Kurz vor der Pause versiebte Berkay Akgün einen 10-Meter und somit die Chance, auf 3:1 davonzuziehen. Auch danach vergaben die Schwabmünchner mehrere dicke Gelegenheiten. Mit einem Doppelschlag nach dem Seitenwechsel zeigte Diedorf dem Favoriten, wie man es richtig macht.

So spielten sich die Gastgeber mit einer cleveren Leistung verdient ins Finale.

Dort wartete der Topfavorit Königsbrunn, der im zweiten Halbfinale gegen müde Leitershofer einen klaren 5:1-Sieg feierte.

Das Finale war nicht für schwache Nerven. Königsbrunn war spielbestimmend, Diedorf wartete ab und setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche. Mit einem schönen Schuss brachte Florent Kuci Königsbrunn in Führung. Gestützt auf den besten Keeper des Turniers, Ferdinand Ströhl, stand Diedorf aber weiter defensiv sicher und konterte weiter mutig. so häuftet sich die Zahl der Königsbrunner Fouls. 14 Sekunden vor dem Ende war es dann soweit, Diedorf bekam einen 10-Meter. Florian Sandner trat an und scheiterte an Rene Bissinger. Der Rest war dann nur noch Königsbrunner Jubel. Die Brunnenstädter holten sich am Ende hochverdient vor rund 500 Zuschauern verdient die zum ersten Mal die Landkreismeisterschaft.

Finalgegner Diedorf hat dabei nicht nur sportlich überzeugt, sonder auch in der Turnierorganisation Lob verdient.

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