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Fußball-Nachlese

27.08.2019

Ein frustriertes Bezirksliga-Trio

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Keine Punkte für TSV Meitingen, TSV Wertingen und SC Altenmünster

Zum ersten Mal in dieser Saison gab es für alle drei Bezirksligisten aus der Region keinen einzigen Punkt. Am meisten überraschte die 1:3-Heimniederlage des bisherigen Spitzenreiters TSV Meitingen gegen den FC Stätzling. Die Kicker aus dem Friedberger Stadtteil entwickeln sich allmählich zu einer Art Angstgegner für die Lechtaler. Den bisher einzigen Sieg feierte Meitingen in der Relegation zur Landesliga im Sommer 2016. Der 2:1-Erfolg nutzte freilich wenig, da das Hinspiel in Stätzling mit 0:1 verloren wurde und der Gegner aufgrund des erzielten Auswärtstores letztlich die Nase vorne hatte.

Bei drei eigenen Siegen, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen fällt die Bilanz des TSV Wertingen in den Duellen mit dem SC Bubesheim ebenfalls negativ aus. Bei der jüngsten 0:4-Niederlage kam erschwerend hinzu, dass Trainer Christoph Kehrle aufgrund seiner im Spiel beim TSV Meitingen erhaltenen Roten Karte während des Spiels nicht eingreifen konnte, um die Fehler seiner Mannschaft vielleicht abstellen zu können. „Es war schon ein komisches Gefühl, ohne Einfluss von außen spielen zu müssen“, gestand am Tag nach der Pleite der bisher erfolgreichste Wertinger Torschütze Christoph Prestel. Während der Partie und in der Halbzeitpause hatten Moritz Hempel und Kapitän Florian Eising versucht, mit entsprechender Moderation für Ordnung zu sorgen. Doch das TSV-Team konnte dies nicht umsetzen. Gegenüber der 6:0-Gala in der Vorwoche gegen den TSV Hollenbach habe die Mannschaft diesmal um fünf Prozent weniger gegeben, merkte Christoph Prestel kritisch an. Dies reiche dann halt gegen eine bessere Mannschaft wie den SC Bubesheim nicht, um punkten zu können. Zumal die Wertinger auch noch mit einer umstrittenen Szene haderten. Vor dem durch Patrick Merkle verwandelten Elfmeter zum 2:0 habe der Linienrichter auf Eckball für Bubesheim entschieden. Doch Schiri Hendrik Hufnagel sah die Dinge anders und entschied zum Leidwesen der Gäste auf Strafstoß.

Nicht gut zu sprechen war Altenmünsters Spielertrainer Peter Ferme bei der 1:2-Niederlage in Nördlingen auf den ansonsten gut leitenden Schiedsrichter Patrick Rossow aus Bobingen. Ferme wurde nämlich vor dem Flankenball von Nördlingens Vorbereiter Simon Gruber gefoult, die Hereingabe verwertete Leon Lechner vier Minuten vor Schluss zum glücklichen Siegtreffer. Zum zweiten Mal nach dem 2:3 in Stätzling am Feiertag „Mariä Himmelfahrt“ hat der SC Altenmünster in der Schlussphase nach eigener Führung nun ein Spiel verloren, bei dem er erneut Lehrgeld bezahlt hat. Im anstehenden Heimspiel gegen den BC Adelzhausen sollte dies den Zusamtalern kein weiteres Mal passieren, wenn man unangenehme Zeiten im Tabellenkeller verhindern möchte.

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Beim Ortsrivalen SSV Neumünster war bei Trainer Jan Schrodi und den Verantwortlichen die Enttäuschung groß, als am Sonntagvormittag die Partie gegen die SpVgg Wiesenbach in der Kreisliga West wegen Personalmangel abgesagt werden musste und die Punkte nun kampflos an den Gegner gehen. Dabei wunderten sich neutrale Besucher in Neumünster, dass zur gleichen Zeit, als eigentlich die erste Mannschaft in Aktion sein sollte, die Reserve des SSV in der B-Klasse West II gegen die SpVgg Gundremmingen spielte. Akteure aus der zweiten Mannschaft in die „Erste“ hochzuziehen, um gegen Wiesenbach antreten zu können, das mochte Jan Schrodi nicht: Der Klassenunterschied von der B-Klasse zur Kreisliga sei zu gewaltig, meinte er als Beobachter beim Spiel der „Zweiten“, die gegen Gundremmingen ein 4:4 erkämpfte.

Gar mancher Experte rieb sich verwundert die Augen, als er vom glatten 4:0-Heimsieg des SV Grün-Weiß Baiershofen gegen denSV Aislingen in der Spitzenpartie der Kreisklasse West II erfuhr. Die Aislinger stellten sich mit der Empfehlung als Tabellenführer und schier unglaublichen 23 Einschüssen nach drei Spieltagen im Angerdorf vor. Dies ist natürlich auch Grün-Weiß-Coach Bernd Lipp nicht entgangen: „Ich habe den Gegner vorher explizit beobachtet und dafür einen Matchplan aufgestellt, und der ist zu 100 Prozent aufgegangen.“ Die Parole lautete, tief stehen und den Gegner vom Tor weghalten. „Natürlich wurde es für uns leichter mit den frühen zwei Treffern“, meinte Lipp zum Spielverlauf. Für diese Führung sorgte der 18-jährige Neuzugang Johannes Kraft, der vom Jettinger Nachwuchs nach Baiershofen gewechselt ist. Und was hält der Trainer von seinem neuen Juwel, der die rechte Offensive beackert: „Ich habe zu ihm gesagt, nehme ganz schnell das grün-weiße Gen auf.“ Lobende Worte verteilt Lipp derweil freilich an die gesamte Mannschaft, die als Kollektiv voll überzeugt habe. Und das, obwohl gegen Aislingen einige wichtige Stammspieler gar nicht zur Verfügung standen. (her/dirg)

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