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Coronavirus

25.05.2020

Das Corona-Update vom 25. Mai

Bild: AZ Grafik

Jeden Tag laufen unzählige Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig war – mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

Seit Montag dürfen bayernweit alle Vorschulkinder und ihre Geschwister wieder in die Kindertagesstätten. Es ist ein Neustart, den sich viele Eltern, vor allem aber auch viele Kinder, lange herbeigesehnt haben. Endlich wieder die Freunde sehen, endlich wieder spielen mit Gleichaltrigen. Doch mit der Vorfreude geht bei vielen, auch bei Erzieherinnen und Erziehern, ein mulmiges Gefühl einher. Was, wenn... Und so war der erste Tag nach der Corona-Zwangspause auch ein Tag der gemischten Gefühle. Lea Thies und Max Kramer über den Kita-Start, der sich fast so angefühlt hat wie der erste Tag nach laaaangen Sommerferien.

Es sind heftige Szenen, die sich am Wochenende in der Augsburger Innenstadt abgespielt haben: Eine Barbesitzerin und ihre Mutter lieferten sich eine wilde verbale und körperliche Auseinandersetzung mit Polizisten - angefacht und kommentiert von zahlreichen Passanten. Der Auslöser des Zusammenstoßes: Ordnungsamt und Polizeistreife hatten die Nichteinhaltung der Sicherheits- und Abstandsregeln vor der Bar moniert. Wieso es anschließend zu den wüsten Szenen kam - dazu gibt es verschiedene Sichtweisen. Unser Autor hat derweil eine klare Meinung zum Fall. Er schreibt in seinem Kommentar, warum man sich eines Urteils enthalten sollte und welche Folgen drohen. Unsere Autorin hat derweil bereits den Blick nach vorne gerichtet und aufgeschrieben, welche Konsequenzen Stadt und Polizei ziehen, was andere Wirte sagen und was mit der Bar geschieht.

Viele Familien leiden ganz erheblich unter der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Beschränkungen von Kontakten und Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Home Schooling, Home Office, Home Frust: Die Verzweiflung ist vielerorts nach langen Wochen des Aufeinanderhockens spürbar groß. Damit Familien besser durch und aus der Krise kommen, wollen Politiker nun Corona-Boni auszahlen. Dabei überbieten sich SPD und Union geradezu. Finanzminister Olaf Scholz hat die Auszahlung von 300 Euro pro Kind vorgeschlagen, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fordert gar 600 Euro. "Hört sich gut an. Ist aber teuer und verfehlt das Ziel", kommentiert unser Autor - und macht Alternativvorschläge. Er schreibt zum Beispiel: "Steckt das viele Geld lieber in Kitas."

Weitere wichtige Corona-Nachrichten des Tages

  • Die Eishockey-Profis der Augsburger Panther haben ein starkes, solidarisches Zeichen gesetzt: Alle Puck-Spezialisten haben eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der 25 Prozent ihres Gehalts eingefroren werden. Ausgezahlt wird das Geld nur, wenn der Verein am Ende der kommenden Saison seine wirtschaftlichen Ziele des Vorjahres wieder erreicht. Bei anderen Vereinen soll es zu diesem Passus durchaus Diskussionen geben. Aus Reihen der Panther heißt es: "Die Spieler haben die Situation verstanden. Die glauben an die Augsburger Panther und wollen alles dafür tun, dass wir weiterhin bestehen können."
  • Die insgesamt 197 bayerischen Volkshochschulen haben schon vor der Corona-Krise nicht ganz leichte Zeiten erlebt. Und: Häufig fühlten sich die Verantwortlichen von der Landesregierung nicht ausreichend gewertschätzt. Dass sich diese Wahrnehmung mit Ausbruch des Coronavirus zum Positiven verändert hätte, das kann man nun wahrlich nicht behaupten. Im Gegenteil: Die Existenzangst ist groß, der Fortbestand etlicher Volkshochschulen in Gefahr.
  • Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist auch das Passagieraufkommen bei der Deutschen Bahn wieder gestiegen. Es gibt aber auch immer noch viele Menschen, die aus Angst auf Reisen verzichten. Zu groß ist die Sorge, sich zum Beispiel im Großraumabteil bei einem Infizierten anzustecken. Ein bisschen möchte die Deutsche Bahn die Sorgen zerstreuen. So will die Deutsche Bahn zu volle Züge zum Beispiel mithilfe ihrer App verhindern.
  • Nicht nur in den Abteilen der Deutschen Bahn ist wieder deutlich mehr los: Auch auf den deutschen Autobahnen nimmt der Verkehr mit jedem Tag mehr zu. Bald ist Pfingsten, in normalen Zeiten eine klassische Stauzeit, in der Autofahrer landauf, landab besonders viel Geduld mitbringen müssen. So auch in diesem Jahr, wenn man den Vorhersagen des ADAC glauben mag. Der warnt vor erheblichem Verkehrsaufkommen zu Pfingsten.

Die Zahlen: Derzeit gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 178.570 Fälle, das sind 289 mehr als am Vortag. In Bayern haben sich aktuell 46.326 Menschen mit dem Virus infiziert, das sind 120 mehr als am Vortag. Insgesamt kommen in Bayern auf 100.000 Menschen aktuell 354 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Alle bestätigten Fälle in der Region finden Sie in diesem Artikel.

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