Fußball-Bezirksliga

06.08.2016

Das Warten auf den ersten Erfolg

Beim TSV Möttingen gibt Armin Resselberger die Richtung vor. Dem Trainer ist nicht bange, dass man punktlos auf einem Abstiegsrang steht, denn die für den Aufsteiger wichtigen Partien kommen erst noch.
Bild: Benninger

Der TSV Möttingen will beim Aufstiegsfavoriten Cosmos Aystetten für eine Überraschung sorgen. Nördlingen II möchte aus der hohen Niederlage gegen Bubesheim lernen. Angespannte Personallage bei Wemding

In der Bezirksliga Nord muss die Nördlinger Reserve zum ungeschlagenen Aufsteiger Neuburg, Aufsteiger Möttingen tritt beim Aufstiegsfavoriten Cosmos Aystetten an und Wemding spielt gegen die Stadtwerke Augsburg.

– Wie zum Start seiner ersten Bezirksliga-Saison liegt Möttingen derzeit erneut auf einem Abstiegsrang. Doch das lässt Trainer Armin Resselberger kalt. Die Begegnungen gegen die Favoriten seien für den Aufsteiger Bonusspiele, bei denen man nicht punkten müsse. „Wir schauen aber dennoch, ob beim Aufstiegsfavoriten was möglich ist“, sagt Resselberger. Dazu seien alle Mann an Bord und er könne aus dem Vollen schöpfen. „Selbst unsere Studenten sind jetzt wieder zuverlässig im Trainingsbetrieb“, sagt der Trainer. Obwohl Aystetten zu den Topfavoriten der Liga zähle, wolle man sich so teuer wie möglich verkaufen. Mit vier Punkten aus zwei Spielen liegen die Gastgeber derzeit auf Rang fünf. Gegen Aufsteiger Hollenbach gewann der TSV 3:1, in Meitingen gab es ein 2:2. Marco Löring ist Chef eines achtköpfigen Betreuerteams und bekam für diese Runde Xhevalin Berisha (Meitingen), Lukas Hohenberger (Zusmarshausen), Samet Kurt (Schwaben Augsburg), Markus Gärtner (Firnhaberau) und Patrick Szilagyi (Stätzling) dazu. Den Verein verließen Simon Haas (Verein unbekannt), Deniz Eryildirim (Türk Augsburg), Holger Eweka (Karriereende) und Denis Becker (MBB Augsburg).

– Nördlingen bestreitet heute sein drittes Auswärtsspiel in Serie. Der Zufall will es an diesem Wochenende so, dass nicht nur die TSV-Erste gegen den Tabellenführer Türkspor Augsburg spielt, auch die Zweite muss beim Spitzenreiter VfR Neuburg antreten. Die Donaustädter gewannen ihre ersten beiden Spiele. Am ersten Spieltag gab es im Derby gegen den TSV Rain II einen Last-Minute-Sieg und beim 6:1 gegen Wemding blieb die Frage offen, ob Wemding so schwach oder Neuburg so stark war. Trainer der Neuburger ist der 39-jährige Christian Krzyzanowski. Die Neuburger stiegen als Vize-Meister hinter dem TSV Hollenbach, in die Bezirksliga Nord auf. Stefan Klink ist mit vier Toren der Top-Scorer der Lilaweißen, die den Verlust ihres Co-Trainers und Führungsspielers Alexander Egen (Kreuzbandriss) offensichtlich gut kompensieren können. Zur 2:5-Niederlage in Bubesheim erklärt TSV-Trainer David Wittner: „Wir wussten, dass man einen Michael Wende nicht 90 Minuten ausschalten kann. Wir haben uns in einigen Situationen etwas naiv angestellt beziehungsweise waren noch zu grün hinter den Ohren.“ In Neuburg fehlen weiterhin die Urlauber Sascha Hemayatkar-Fink, Manuel Schreitmüller und Fabian Soldner. Thomas Hönle weilt beruflich drei Wochen in Portugal und auch Daniel Kienle muss auf Montage arbeiten. Dazu ist Felix Käser wegen seines Einsatzes in der Ersten gesperrt. „Wir wollen in Neuburg zeigen, dass wir aus Niederlagen lernen können, allerdings muss das Zweikampfverhalten besser werden“, sagt Wittner.

– Alles auf Anfang beim TSV Wemding: Nach dem katastrophalen Saisonstart mit zwei Pleiten und 3:10 Toren soll im Heimspiel gegen Stadtwerke endlich Zählbares eingefahren werden. „Es wird schwer“, ist Spartenleiter Manfred Spenninger klar. Weiterhin angespannt ist die Personallage: Manuel Heuberger ist noch gesperrt, dazu kommen Urlauber und Verletzte. Immerhin wird Spielertrainer Elvir Letica nach seinem Auslandsaufenthalt aus dringenden familiären Gründen wahrscheinlich wieder dabei sein. Unter der Woche scheiterte der TSV im Pokal nach Elfmeterschießen am FSV Reimlingen, dabei spielten aber zum Großteil Kicker aus der zweiten Mannschaft. Als nach der Pause einige Stammkräfte eingesetzt wurden, lief es besser und ein 1:3 wurde aufgeholt. „Das haben wir ganz ordentlich gemacht“, erinnert sich Spenninger. Der morgige Gegner, angeführt von Ex-FCA-Kicker Ajet Abazi als Spielertrainer, schaffte nach einem starken Frühjahr noch den Klassenerhalt. In den zwei Spielen der neuen Saison zeigte sich Stadtwerke sehr wechselhaft: Der Auftaktniederlage gegen Wörnitzstein-Berg folgte ein überraschender 4:1-Erfolg gegen Bubesheim. Gegen Neuling VfR Neuburg kassierte der TSV vergangenen Sonntag mit einem 1:6 die höchste Heimpleite seit vielen Jahren.

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