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Fußball Kreisklasse

28.09.2019

Drei brisante Derbys um die Spitze

Im Derby gegen Schwabegg gab es für den SV Untermeitingen (schwarze Trikots) wenigstens einen Punkt. Nun wartet mit dem FSV Wehringen die nächste schwere Aufgabe.
Bild: Christopher Detke

Hiltenfingen empfängt Schwabegg, Margertshausen ist in Ustersbach zu Gast und das Überraschungsteam aus Königsbrunn spielt in Inningen

Spannend bleibt der Kampf um die Tabellenspitze in der Kreisklasse Süd: Nur zwei Punkte trennen derzeit Platz eins bis sieben. So kommt es am siebten Spiel gleich zu drei Derbys, in denen jede Mannschaft am Schluss ganz oben stehen könnte. Wehringen empfängt nach seinem ersten Sieg den zurzeit arg schwächelnden SV Untermeitingen und möchte den Anschluss zum Mittelfeld herstellen.

Autsch, das tat weh: Wenn bei einer 1:5-Klatsche der Torwart mit tollen Paraden noch der beste Mann ist, dann weiß der allgemeine Fußballsachkundige, dass der Rest ganz schnell zum vergessen war. In Königsbrunn erwischte Untermeitingen so einen unterirdischen Tag und befindet sich weiter auf Talfahrt. Woran es liegt, darüber kann Dominik Sandner auch nur mutmaßen: „Wir wollen vielleicht einfach zu viel, aber nur mit schön spielen gewinnst du halt nichts. Wir müssen schauen, dass wir die Basics wie das Zweikampfverhalten wieder in den Griff bekommen. Uns fehlen momentan auch etwas das Selbstbewusstsein und eben der nötige Biss. Dazu kommt, dass wir vorne eher harmlos agieren“. Nun müssen die Lechfelder nach Wehringen, wo Trainerkollege Florian Britsch endlich seinen ersten Sieg feiern durfte. „Gegen Walkertshofen haben wir endlich mal das auf den Rasen bekommen, was wir uns auch vorgenommen haben“, so Britsch erleichtert. Der FSV Wehringen ist für den Untermeitinger Coach schwer einzuschätzen: „Wehringen ist unglücklich gestartet, aber das sind beileibe keine schlechten Kicker. Wir werden mutig ins Spiel gehen und hoffentlich punkten, um so schnell wie möglich da hinten wieder rauszukommen“.

Von der Siegeseuphorie aus der Vorwoche gegen Königsbrunn blieb in Walkertshofen dagegen sehr wenig übrig. Das Problem ist weiter die Abwehrarbeit, die öfters wie ein Schweizer Käse auf dem Butterbrot der Gegner vernascht wird. Im Heimspiel gegen den FC Kleinaitingen darf sich das Staudenteam daher gegen die schnellen Stürmer Walter Seckler und Co. ganz warm anziehen, um die sechste Niederlage im siebten Spiel zu vermeiden. Kleinaitingen kommt nach einem spielfreien Wochenende ausgeruht zum Aufsteiger.

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Auch in Großaitingen hängen die sportlichen Fahnen nicht gerade hoch. Ähnlich wie in Untermeitingen läuft hier gerade nicht viel zusammen. Da kommt eventuell die SpVgg Langenneufnach gerade recht, um sich aus dem Schlamassel zu ziehen. Die Langenneufnacher glänzten offensiv bei der 0:1-Niederlage in Fischach nicht wirklich und waren erst in der Schlussphase etwas präsenter. Trotzdem geht die Staudenelf vom Saisonverlauf her etwas favorisierter in die Partie.

Dann die „Big Five“ der Liga. Bereits am Samstag um 14 Uhr findet in Hiltenfingen das Duell gegen Schwabegg statt. Der SVS zeigte im Topspiel gegen Inningen eine gute und geschlossene Mannschaftsleistung, mit der Trainer Michael Hanwalter genau die richtige Antwort auf das schnelle Kombinationsspiel der Inninger fand. Gegen Hiltenfingen erwartet die Schwabegger dagegen wieder eine kämpferisch starke Mannschaft, die in Margertshausen in einer packenden Partie beinahe noch ein Unentschieden holte. Sollte Hiltenfingen das Heimspiel gewinnen, katapultieren sie sich an Schwabegg vorbei, da sie auf Rang fünf nur zwei Punkte Rückstand auf den derzeitigen Primus haben. In der Vorsaison gab es übrigens zwei Auswärtssiege. Eine ähnliche Situation haben wir auch in Ustersbach. Margertshausen hat sich mittlerweile gefangen und spielt wie ein Absteiger, der gleich wieder nach oben will. Bei Ustersbach ist es nach den letzten Resultaten ganz schwierig einzuschätzen, wo die Reise nun wirklich hingeht. Schätzungsweise werden sie im oberen Mittelfeld ihren Platz finden und im Nachbarschaftsduell gegen Margertshausen könnte man mit einem Punktgewinn durchaus zufrieden sein.

Im dritten Derby tritt der Tabellendritte aus Königsbrunn beim Zweiten, dem FSV Inningen, an. Sehr zufrieden mit seiner jungen Mannschaft war Wolfgang Missenhardt nach dem Spiel gegen Untermeitingen: „Die Jungs haben das echt klasse gespielt und in der zweiten Halbzeit perfekt ihre Konter abgeschlossen“. Aus der vergangenen Brunnenstädter Wundertüte scheint so langsam eine stabile Einheit zu werden, die durchaus das Zeug zu mehr hat. Ob es gegen Inningen allerdings schon reicht, ist auch hier wieder sehr schwer vorauszusagen. Inningen überzeugte bisher spielerisch und war in Schwabegg lange mindestens gleichwertig. Allerdings kamen sie durch die körperbetontere Gangart des SVS in der zweiten Hälfte nicht mehr ganz so in ihr Spiel. Hier könnte es bei zwei spielerisch guten Mannschaften durchaus zu einem sehenswerten Spiel kommen und dem späteren Sieger könnte sogar noch Platz eins winken.

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