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News-Blog
13.11.2015

Deutscher unter den Opfern - Attentäter wollten offenbar ins Stadion

Schwer bewaffnete Soldaten patrouillieren im Zentrum von Paris. Die Stadt, ganz Frankreich - ja, ganz Europa steht nach den furchtbaren Terroranschlägen mit über 120 Toten unter Schock.
Foto: Christophe Petit Tesson (dpa)

Terror in Paris: Bei einer Anschlagsserie am Freitagabend starben fast 130 Menschen, 200 wurden verletzt. Reaktionen und aktuelle Entwicklungen in unserem News-Blog.

Dieser Teil des News-Blogs endet an dieser Stelle. Hier geht unsere aktuelle Berichterstattung weiter.

10:58 Uhr: Zwei Attentäter wollten offenbar ins Stadion =

Einem Bericht der französischen Sportzeitung "L'Équipe" zufolge haben zwei Attentäter versucht, ins Stadion beim Fußball-Testspiel Frankreich gegen Deutschland zu gelangen. Beide sollen aber entgegen anderslautender Berichte keine Tickets für die Partie im gehabt haben und deswegen auch nicht ins Stade de France gekommen sein, schrieb das Blatt am Sonntag.

10:56 Uhr: Auswärtiges Amt: Ein Deutscher bei Attentaten von Paris getötet

Bei den Attentaten von Paris ist ein deutscher Staatsangehöriger getötet worden. Ob auch Verletzte unter den Opfern sind, konnte das Auswärtige Amt am Sonntag in Berlin zunächst nicht sagen.

Lesen Sie dazu auch

09:34 Uhr: DOSB-Chef Hörmann: "EM-Absage wäre eine Kapitulation"

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich mit deutlichen Worten gegen eine Absage der Fußball-EM im kommenden Jahr in Frankreich ausgesprochen. "Wenn man die EM jetzt absagen würde, dann käme dies einer Kapitulation vor den Verbrechern gleich. Das darf nicht passieren", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

09:14 Uhr: Ein Terrorkommando konnte flüchten

Französische Ermittler haben ein zweites Auto der Attentäter von Paris östlich der französischen Hauptstadt gefunden. Nach Einschätzung der Ermittler bedeute dies, dass einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen sei, berichtete der französische Sender Europe 1 am Sonntag.

08:32 Uhr: Außenamt: Weiterhin keine Gewissheit über deutsche Opfer in Paris

Eineinhalb Tage nach den Attentaten von Paris ist weiterhin unklar, ob es deutsche Opfer gegeben hat. Das Auswärtige Amt in Berlin habe in diesem Zusammenhang noch keine Gewissheit, teilte ein Sprecher am Sonntagmorgen in Berlin mit. Im Außenministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet, der mit der Botschaft Paris und den französischen Behörden in Kontakt steht. Bei den Attentaten waren am späten Freitagabend 129 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt worden.

08:02 Uhr:  Frankreich erklärt Islamischem Staat den Krieg - Spur nach Belgien

Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung der Situation: Frankreich sieht sich nach der verheerenden Anschlagserie von Paris im Krieg gegen den islamischen Terrorismus. Die Massaker mit 129 Toten und mehr als 350 Verletzten waren nach ersten Ermittlungen eine minutiös koordinierte Kommandoaktion von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Erste Spuren weisen nach Belgien. Womöglich wollten die Attentäter sogar ein noch größeres Blutbad anrichten. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" könnte ein Anschlag auf das mit knapp 80 000 Fans besetzte Stadion versucht worden sein, in dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte.

21:45 Uhr: Tausende Menschen trauern in Berlin am Brandenburger Tor

Nach den verheerenden Terroranschlägen in Paris haben in Berlin Tausende Menschen Trauer und Mitgefühl bekundet. Der Pariser Platz vor der französischen Botschaft verwandelte sich bis zum Samstagabend in ein wahres Blumen- und Kerzenmeer. Seit Anbruch der Dämmerung war das nahegelegene Brandenburger Tor in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot angestrahlt. Wie die Polizei mitteilte, waren zur Spitzenzeit rund 2000 Menschen gleichzeitig am Platz.

Menschen trauern vor der französischen Botschaft am Brandenburger Tor in Berlin nach den Attentaten in Paris.
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Kabinettsmitgliedern trug sich am Abend auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit Senatskollegen in das Kondolenzbuch der Botschaft ein. Zusammen mit Innensenator Frank Henkel (CDU) traf er mit dem französischen Botschafter Philippe Étienne auch zu einem Gespräch über die Sicherheitslage zusammen. Paris ist Partnerstadt von Berlin.

21:30 Uhr: Mehrere Festnahmen: Spur der Pariser Attentäter führt nach Belgien

Eine Spur der Attentäter von Paris führt nach Belgien. Bei einer Razzia der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek wurden am Samstag nach Justizangaben mehrere Personen festgenommen. Eine von ihnen soll sich am Freitagabend in der französischen Hauptstadt aufgehalten haben. Details zu den Ermittlungen und eine genaue Zahl der Festgenommenen nannte die Staatsanwaltschaft bei einer kurzen Pressekonferenz zunächst nicht. Sie verwies lediglich darauf, dass die Pariser Behörden in vier konkreten Fällen in Brüssel um Amtshilfe gebeten hätten. Unter anderem sei es dabei um Informationen zu einem in Belgien angemeldeten Mietwagen gegangen, der in der Nähe der Pariser Konzerthalle "Bataclan" gefunden worden war.

Spezialeinheiten der belgischen Polizei durchsuchen mehrere Wohnungen im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.
Foto: Oliver Hoslet (dpa)

Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft benutzten die Attentäter bei den Anschlägen mindestens zwei Autos - einen schwarzen Seat und einen ebenfalls schwarzen Polo mit belgischem Kennzeichen. Letzteres Fahrzeug soll von einer Person mit französischem Pass ausgeliehen worden sein, die zuletzt in Belgien lebte. Die Person sei am Samstagmorgen bei einer Routinekontrolle an der Grenze in einem dritten Auto kontrolliert worden, berichtete der französische Staatsanwalt François Molins. In dem Wagen hätten weitere Personen mit Wohnsitz in der Region Brüssel gesessen.

21:10 Uhr: Einer der Terroristen könnte über Griechenland eingereist sein

Einer der mutmaßlichen Terroristen von Paris könnte  Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein. "Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort in Paris gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden", teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit. Das Ministerium wisse nicht, durch welche andere Länder der Inhaber des Passes weitergereist sei, hieß es. Die französischen Behörden hatten in der Nähe der Leiche eines der mutmaßlichen Terroristen einen syrischen Pass gefunden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise berichtete.

20: 49 Uhr: Frankreich mobilisiert nach Anschlägen 3000 weitere Soldaten

Als Reaktion auf die Anschläge in Paris schickt die französische Regierung 3000 zusätzliche Soldaten auf die Straße. Das teilte die französische Präsidentschaft am Samstagabend nach einer Kabinettssitzung in Paris mit. In der Nacht direkt nach den Anschlägen seien bereits 500 Soldaten mobilisiert worden, hieß es aus dem Umfeld von Staatschef François Hollande. 1000 weitere Soldaten seien am Samstag eingesetzt worden, bis Dienstag sollten 1500 weitere folgen.

Die französische Armee hat in Frankreich im Zuge des Anti-Terror-Einsatzes "Operation Sentinelle" bereits 7000 Soldaten im Einsatz. Sie patrouillieren unter anderem an Bahnhöfen und Touristenattraktionen und schützen jüdische Einrichtungen. Seit dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Januar herrscht im Großraum Paris die höchste Terrorwarnstufe, zwischenzeitlich waren landesweit bereits 10.000 Soldaten im Einsatz.

19:31 Uhr: Cousine von französischem Nationalspieler Diarra bei Terrorserie in Paris getötet

Der französische Fußball-Nationalspieler Lassana Diarra trauert um eine bei den Terrorakten in Paris getötete Cousine. Der 30 Jahre alte Profi von Olympique Marseille wandte sich am Samstagabend mit einer Botschaft via Twitter und Facebook an seine Fans und bestätigte die schreckliche Nachricht. Mit schwerem Herzen ergreife er das Wort, schrieb Diarra. Sein Cousine sei für ihn ein Bezugspunkt gewesen, eine große Schwester. "In diesem Klima des Terrors ist es für uns alle wichtig, die wir dieses Land mit seiner Vielfältigkeit repräsentieren, das Wort zu ergreifen und vereint zu bleiben gegen einen Horror, der weder Farbe noch Religion hat", schrieb Diarra. "Lasst uns alle zusammen die Liebe verteidigen, den Respekt und den Frieden."

Lassana Diarra trauert um seine bei den Terroranschlägen in Paris getötete Cousine.
Foto: Sergei Ilnitsky (dpa)

Auswahlkollege Antoine Griezman war ebenfalls persönlich betroffen von den grausamen Ereignissen, die nach letztem Stand 129 unschuldige Menschen das Leben gekostet hatte. Seine Schwester hatte aber den Musikclub Bataclan verlassen können.

19:20 Uhr: Staatsanwaltschaft von Paris korrigiert Opferzahl nach oben

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat die Pariser Staatsanwalt aktuell 129 Todesopfer verkündet. Bisher ging die Öffentlichkeit von 128 Opfern aus.

19:01 Uhr: Mann wollte mit Waffen an Bord wohl nach Paris fahren

Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes haben ergeben, dass im Navigationssystem des gestern mit Waffen an Bord gestoppten VW Golfes als Ziel eine Adresse in Paris eingegeben war. Zusätzlich war diese Adresse auf einem im Fahrzeug aufgefundenen Zettel notiert.

Die bisherigen Auswertungen des Navigationsgerätes haben folgenden Reiseweg ergeben: Die Route führte von Montenegro über Kroatien, Slowenien, Österreich und schließlich zur Kontrolle in der Nähe von Rosenheim. Auf die Zieladresse angesprochen, sagte der 51-jährige Fahrer, den Eiffelturm in Paris besichtigen zu wollen, danach wollte er wieder die Heimreise antreten. Von den sichergestellten Waffen und Sprengmitteln habe er nichts gewusst.

18:22 Uhr: Razzien und Festnahmen in Belgien

Nach den Terroranschlägen von Paris hat die Polizei in Belgien einen Großeinsatz gestartet. Nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten am Samstag mehrere Wohnungen im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Nach Angaben des Rundfunksenders RTBF wurde mindestens ein Mensch festgenommen. Die Polizei wollte zunächst nicht bestätigen, dass der Einsatz in Verbindung mit den Anschlägen von Paris steht. Augenzeugen sollen dort allerdings am Freitagabend ein Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen beobachtet haben, das mit den Taten in Verbindung stehen könnte.

16:56 Uhr: Niederlande stoppen Flug nach Paris wegen anonymer Drohung

Nach einer anonymen Drohung ist am Samstag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol ein Passagierflugzeug der Air France kurz vor dem Start nach Paris gestoppt worden. Die Maschine sei von Sicherheitskräften durchsucht worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Zuvor hätten alle Passagiere den Airbus verlassen müssen. Das Panoramadeck des Flughafens sei aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

16:40 Uhr: Zentralrat der Muslime: "Terroristen führen Krieg gegen Islam"

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat mit Entsetzen auf die Terrorserie in Paris reagiert. "Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Massenmord", sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek laut einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung. "Die Terroristen führen Krieg gegen die Menschlichkeit und damit auch direkt gegen den Islam." Medien und Politiker rief der Zentralrat dazu auf, "den Terroristen nun nicht auf dem Leim zu gehen, indem ihre pseudo-religiösen Begründbarkeiten einfach unkritisch übernommen werden". Das leiste der Vereinnahmung des Islam Vorschub. In Paris waren mindestens 128 Menschen getötet worden.

15:25 Uhr: Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland nach Anschlägen in Paris

Nach der Anschlagsserie in Paris sind in auch Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden. Die Bundespolizei führte wieder Kontrollen an der Grenze zu Frankreich ein und überprüfte mögliche Verdächtige in Flügen aus Frankreich und internationalen Zügen, wie ein Sprecher am Samstag sagte. CSU-Chef Horst Seehofer forderte rasch schärfere Grenzkontrollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicherte Frankreich "jedwede" Unterstützung zu.

15.08 Uhr: Auswärtiges Amt rät Frankreich-Reisenden zur Umsicht

Reisende werden dringend gebeten, den Anweisungen der französischen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten, sich in Frankreich umsichtig zu bewegen und über Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise zur Lageentwicklung informiert zu halten. Das teilt das Auswärtige Amt mit.

15.02 Uhr: Attentäter identifiziert

Einer der mutmaßlichen Attentäter in der Pariser Konzerthalle Bataclan ist identifiziert worden. Es handele sich um einen Franzosen, der dem Geheimdienst bekannt war, hieß es am Samstag aus Ermittlerkreisen.

14.38 Uhr: Herrmann: Nach Waffenfund wird Zusammenhang mit Paris-Terror geprüft

Nach dem Fund eines umfangreichen Waffenarsenals in Oberbayern prüfen die Ermittler einen möglichen Zusammenhang mit der verheerenden Terrorserie in Paris. Das teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München mit. "Wenn jemand mehrere Kalaschnikows, Handgranaten und Sprengstoff transportiert, könnte das jemand aus dem Bereich der Schwerkriminalität sein. Der Verdacht liegt aber nahe, dass es sich um terroristische Absichten handelt, beziehungsweise jemand den Terroristen Waffen liefert", sagte der CSU-Politiker.

"Wir prüfen in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden intensiv, ob es einen Zusammenhang mit den Ereignissen von Paris gibt", so Herrmann. Aufgrund der Daten des Navigationssystems des Mannes und seines Handys gebe es "deutliche Hinweise, dass der Mann nach Frankreich wollte". Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft Traunstein wurden bei dem Mann am Donnerstag vergangener Woche bei Bad Feilnbach unter anderem acht Kalaschnikow-Gewehre, zwei Handgranaten und 200 Gramm TNT-Sprengstoff sichergestellt.

14.14 Uhr: Bundespolizei verstärkt Kontrollen an Grenzen

Angesichts der Anschläge in Paris hat die Bundespolizei in Deutschland an der Grenze zu Frankreich wieder selektive Grenzkontrollen eingeführt. Dies sei bereits in der Nacht zum Samstag geschehen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam. Zudem seien seit Samstagmorgen um 07.00 Uhr die Kontrollen auf den deutschen Flughäfen und in internationalen Zugverbindungen verstärkt worden. Die Bundespolizei überprüfe bei Landungen von Flügen aus Frankreich "gegebenenfalls selektiv" die Passagiere, sagte der Sprecher. In den internationalen Zügen seien Bundespolizisten präsent. Dies sei mit den französischen Kollegen abgestimmt. Bei diesen drei verschärften Sicherheitsmaßnahmen werde es vorerst bleiben, sagte der Sprecher weiter.

13.45 Uhr: Syrischer Pass bei Attentäter gefunden

Nahe einem der Attentäter in Paris ist nach Angaben aus Polizeikreisen ein syrischer Pass gefunden worden. Der Pass sei in der Nähe der Leiche eines der Angreifer entdeckt worden, sagte ein Polizeivertreter am Samstag. Laut Polizeikreisen gehen die Ermittler zusammen mit französischen und ausländischen Geheimdiensten derzeit einer "syrischen Spur" nach.

13.26 Uhr: Frankreich im Ausnahmezustand - Behörden erhalten nach Anschlägen weitgehende Befugnisse

Nach der verheerenden Anschlagsserie von Paris hat die französische Regierung den Ausnahmezustand verhängt - eine in Frankreich höchst seltene Maßnahme. Der Ausnahmezustand ermöglicht unter anderem Ausgangssperren, Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss und Hausarrest für Menschen, deren "Aktivität" als "gefährlich für die Sicherheit und die öffentliche Ordnung" angesehen wird. Außerdem können Versammlungsverbote verhängt und Konzertsäle und Kinos geschlossen werden. Der Ausnahmezustand kann zunächst für höchstens zwölf Tage verhängt werden - eine Verlängerung darüber hinaus muss per Gesetz gebilligt werden.

13:08 Uhr: Terrorexperte: Anschläge von Paris haben neue Dimension

Die Anschläge von Paris stellen nach Expertenansicht eine neue Dimension des Terrorismus dar. Es handele sich um eine koordinierte Aktion und eine synchrone Anschlagsserie einer ganzen Zelle, sagte der Terrorexperte Rolf Tophoven am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das operative Vorgehen der Terroristen zeige zunehmend "kriegsmäßige Planungen", bei dem die Täter an mehreren Orten gleichzeitig zuschlagen.

13:06: Seehofer: Festnahme in Bayern "möglicherweise" im Zusammenhang mit Anschlägen

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat nach der Anschlagsserie von Paris verstärkte Kontrollen an den europäischen Außengrenzen und den nationalen Grenzen gefordert. "Wir müssen sehr, sehr schnell festlegen, wie das mit den Grenzkontrollen in Europa und an unseren Binnengrenzen weitergeht", sagte Seehofer am Samstag am Rande des Landesparteitags der CDU Sachsen in Neukieritzsch. Das müsse "in Tagen" geschehen.

Seehofer sagte, der Fund von Waffen bei einem Anfang November in Bayern festgenommenen Mann stehe womöglich im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris. "Es gibt die begründete Annahme, dass es möglicherweise mit der Sache zusammenhängt." Dies zeige, wie notwendig es sei, "dass wir uns Klarheit verschaffen, wer im Land ist und wer durch unser Land fährt", sagte Bayerns Regierungschef weiter.

12:40 Uhr: Nach Paris-Terror: Flug-, Bahn- und Busverkehr aus Deutschland normal

Die verheerende Terrorserie in Paris hat nach Angaben von Fluggesellschaften, Bahn und Busunternehmen bisher keine Auswirkungen auf den Verkehr von Deutschland in die französische Hauptstadt. "Alle Flüge sind planmäßig vorgesehen", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ob die Anschläge mit weit mehr als 100 Todesopfern Folgen für den Flugbetrieb haben könnten, hänge davon ab, welche konkreten Maßnahmen die französischen Behörden noch ergreifen würden.

12:33 Uhr: Bekennerschreiben im Namen des IS zu Anschlägen von Paris

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Erklärung zu den Anschlägen von Paris bekannt. "Eine treue Gruppe der Armee des Kalifats [...] griff die Hauptstadt der Unzucht und Laster an", hieß es in einer im Internet kursierenden Botschaft im Namen des IS. Es seien Sprengstoffgürtel und Maschinenpistolen eingesetzt worden. 

12:03 Uhr: Islamischer Staat bekennt sich zu Anschlägen von Paris 

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für die Anschlagsserie von Paris übernommen. In einer am Samstag im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, "acht Brüder" mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen "gesegneten Angriff" auf das "Kreuzzug-Frankreich" verübt. Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident François Hollande den IS für die Anschläge verantwortlich gemacht, bei denen am Freitagabend mindestens 128 Menschen getötet wurden.

11:13 Uhr: Hollande macht IS für Anschlagsserie von Paris verantwortlich

Frankreichs Staatschef François Hollande hat die Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) für die Anschlagsserie von Paris verantwortlich gemacht. Die Anschläge mit fast 130 Todesopfern seien ein "Kriegsakt" einer "terroristischen Armee, dem IS", sagte Hollande am Samstag in Paris. Die Anschläge seien "von außen" geplant und organisiert und mit Komplizen "im Inneren" verübt worden.  

 

11:08 Uhr: Seehofer und Tillich fordern schärfere Sicherheitsmaßnahmen

Nach den Anschlägen von Paris fordern Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) schärfere Sicherheitsmaßnahmen auch in Deutschland. Neben der Sicherung der EU-Außengrenzen müsse auch über durchgehende Kontrollen an den deutschen Grenzen nachgedacht werden, sagte Seehofer am Samstag beim Landesparteitag der sächsischen CDU in Neukieritzsch. "Wir müssen wissen, wer bei uns ist und wer durch unser Land fährt." Tillich sprach sich ebenfalls für Kontrollen aus. "Eine faktisch längere unkontrollierte Einreise darf es nicht länger geben", sagte er.

10:45 Uhr: Sicherheitskabinett tritt gegen Mittag im Kanzleramt zusammen

Angesichts der Anschläge von Paris tritt am Samstag gegen Mittag das Sicherheitskabinett im Bundeskanzleramt in Berlin zusammen. Ein Regierungssprecher wollte keine Angaben zu den Teilnehmern und der genauen Uhrzeit machen.

10:37 Uhr: Disneyland Paris bleibt Samstag geschlossen

Das Disneyland Paris bleibt an diesem Samstag geschlossen. Der Vergnügungspark teilte auf seiner Homepage mit, dass diese Entscheidung vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse in Frankreich und aus Solidarität mit den Opfern der Anschläge vom Freitagabend getroffen worden sei.

10.11 Uhr: Berliner Polizei erhöht Schutz französischer Einrichtungen

Angesichts der Anschlagsserie in Paris hat die Polizei in Berlin ihre Sicherheitsvorkehrungen insbesondere bei französischen Einrichtungen verstärkt. "Wir haben unsere Schutzmaßnahmen noch in der Nacht angepasst", sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Zur Art und Weise wollte die Polizei keine Einzelheiten nennen. Die französische Botschaft am Pariser Platz wurde abgesperrt. Die Flaggen wurden auf Halbmast gesetzt.

09:58 Uhr: Zahl der Toten nach Terrorserie steigt auf mindestens 127

Bei den Terrorattacken in Paris sind nach neuesten Erkenntnissen  mindestens 127 Menschen getötet worden. Etwa 180 wurden verletzt, 80 davon lebensgefährlich, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Samstag unter Berufung auf Polizeiquellen

09:14 Uhr Deutsche Nationalmannschaft auf Heimweg nach Frankfurt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach den Terroranschlägen in Paris jetzt auf dem Heimweg. Am Samstagmorgen um kurz nach neun Uhr startete die Sondermaschine LH 343 mit der deutschen Delegation nach Frankfurt/Main. Das Flugzeug war extra aus Frankfurt gekommen und stand auf dem Flughafen Charles de Gaulle auf einer Außenposition weit weg vom Terminal. Polizeiwagen und zwei Beamte mit Maschinengewehren waren neben der Maschine postiert. 

08:53 Uhr: DFB-Team verbrachte die Nacht im Stade de France

Angesichts der Anschlagserie in Paris hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Nacht zum Samstag im Stade de France verbracht. Vom Stadion im Vorort St. Denis sei sie am Morgen direkt zum Flughafen gebracht worden, zitierte der Sportinformationsdienst SID einen DFB-Sprecher.

08:26 Uhr: Iran verurteilt Terrorangriffe in Paris - Ruhani sagt Reisen ab 

Der Iran hat die Terrorangriffe in Paris scharf verurteilt und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus erklärt. Präsident Hassan Ruhani schrieb am Samstag an seinen französischen Amtskollegen François Hollande: "Im Namen des iranischen Volkes verurteile ich diese unmenschliche Tat." Das schreckliche Ereignis habe nur eine Botschaft: Alle Staaten müssen gemeinsam den Terrorismus und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen.

07:51 Uhr: Noch keine Gewissheit über deutsche Opfer in Paris

Das Außenministerium in Berlin hat noch keine Gewissheit, ob unter den Opfern der Terroranschläge von Paris auch deutsche Opfer sind. "Das Auswärtige Amt hat noch am Abend einen Krisenstab eingerichtet, der mit der Botschaft Paris und den französischen Behörden die ganze Nacht über in Kontakt stand", sagte ein Sprecher am Samstagmorgen in Berlin.

07:10 Uhr: US-Rockband Eagles of Death Metal: Mitglieder haben Anschlag offenbar überlebt

Die Musiker der US-Rockband Eagles of Death Metal haben den verheerenden Angriff auf die Pariser Konzerthalle Bataclan offenbar überlebt. Die Frau von Schlagzeuger Julian Dorio sagte der "Washington Post", ihr Mann habe sie angerufen, "um mir zu sagen, dass er mich liebt und dass er in Sicherheit ist". Dorios Mutter bestätigte, dass ihr Sohn und die anderen Bandmitglieder den Angreifern entkommen seien. Einige Mitglieder ihrer Crew würden aber noch vermisst.

06:50 Uhr: Hilferufe per Twitter - Menschen suchen nach Angehörigen und Freunden

Nach der Anschlagsserie in Paris haben Twitter und Facebook in der Nacht zum Samstag eine wichtige Rolle für verzweifelte Angehörige gespielt. "Alarm! Wenn jemand etwas hört von Lola, 17 Jahre, heute Abend im #Bataclan, nehmen Sie Kontakt mit uns auf", schrieb ein Nutzer über den Kurzbotschaftendienst Twitter. Ein anderer gab bekannt: "Ich suche meine kleine Schwester Soad." Denn in den chaotischen Stunden nach den Anschlägen mit mindestens 120 Toten und 200 Verletzten in der französischen Hauptstadt konnten viele ihre Freunde oder Verwandten zunächst nicht erreichen.

Bewaffnete Polizei sichert die Straßen in Paris nach den Anschlägen.
Foto: Ian Langsdon (dpa)

06:15 Uhr: DFB-Team verharrte im Stadion

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach den Terroranschlägen in Paris entgegen anderslautender Berichte nicht zurück ins Hotel gefahren worden. Die Spieler verharrten die Nacht von Freitag auf Samstag nach der 0:2-Niederlage gegen Frankreich im Stade de France. Sie brachen erst am frühen Samstagmorgen von dort aus Richtung Flughafen Charles de Gaulle auf. Begleitet wurde die Mannschaft von einer Polizeieskorte mit Blaulicht. 

05:40 Uhr: Anschläge fast zeitgleich an mindestens sechs Orten in Paris

Die nahezu zeitgleichen Anschläge in Paris sind am Freitagabend an mindestens sechs verschiedenen Orten in der französischen Hauptstadt verübt worden. Mindestens 120 Menschen wurden den Behörden zufolge getötet, doch deuten verschiedene Informationen, darunter aus Justizkreisen, auf eine noch höhere Opferzahl hin. Die Anschläge wurden am nördlichen Stadtrand von Paris in der Nähe des Fußballstadions Stade de France sowie im östlichen Zentrum von Paris nicht weit vom Platz der Republik ausgeführt.

05:15 Uhr: U2 sagen Konzert in Paris wegen Anschlägen ab

Nach der verheerenden Terrorserie in Paris hat die Band U2 ein für Samstag geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt abgesagt. "Mit Fassungslosigkeit und schockiert haben wir die sich entwickelnden Ereignisse in Paris verfolgt", hieß es auf der Internetseite der Gruppe.

04:55 Uhr: Ermittler: Mindestens acht tote Terroristen in Paris

Bei der Terrorserie in Paris sind nach neuen Angaben mindestens acht Attentäter ums Leben gekommen. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf Ermittler. Die meisten Angreifer sollen sich nach dem Überfall auf die Konzerthalle "Bataclan" oder bei den Anschlägen in der Nähe des Stadions Stade de France selbst in die Luft gesprengt haben.

04:23 Uhr: Ermittler: Mehr als 200 Verletzte in Paris, davon 80 Schwerverletzte

Bei der Anschlagsserie in Paris sind mindestens 120 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden. 80 Menschen davon seien schwer verletzt worden, verlautete am Samstagmorgen aus Ermittlerkreisen. Angreifer hatten am Freitagabend fast zeitgleich an mindestens sechs Orten in Paris Anschläge verübt, alleine bei einer Geiselnahme in einer Konzerthalle wurden 100 Menschen getötet.

03:55 Uhr: Polizeipräfekt: Drei Konzert-Angreifer sprengten sich in die Luft

Drei Terroristen im Pariser Konzertsaal "Bataclan" sollen nach Medienberichten beim Zugriff der Polizei Sprengstoffgürtel gezündet haben. Dies berichteten die Zeitung "Le Figaro" und weitere französische Medien am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf den Polizeipräfekten. Insgesamt habe es bei dem Konzert vier Angreifer gegeben, alle seien tot.

03:45: Uhr IS-Anhänger bejubeln auf Twitter Terrorserie in Paris

Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderer extremistischer Gruppen haben die neue Terrorserie in Paris auf Twitter bejubelt. "Nach den französischen Verbrechen in Mali und der Bombardierung in Syrien und im Irak hat der Kampf jetzt begonnen", hieß es am Samstagmorgen in einem Tweet. Ein anderer Twitterer schrieb auf Englisch: "Nehmt einen Schluck von dem, was Muslime in Syrien und Irak jeden Tag erleben."

03:05 Zeuge: Attentäter von Paris verwiesen auf Militäreinsatz in Syrien

Die Attentäter von Paris haben nach Angaben eines Augenzeugen den französischen Militäreinsatz in Syrien und im Irak als Grund für die Anschlagserie genannt. Der 35-jährige Pierre Janaszak, der die Geiselnahme in der Konzerthalle Bataclan miterlebte, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Ich habe deutlich gehört, wie sie zu den Geiseln gesagt haben: 'Hollande ist Schuld, euer Präsident ist Schuld, er hat nicht in Syrien einzugreifen.'" Die Attentäter hätten auch den Irak erwähnt, sagte der Radio- und Fernsehmoderator.

02:30 Uhr: Angaben zu Opferzahlen bei Terrorangriffen in Paris schwanken

Die genaue Zahl der Opfer bei den verschiedenen Terrorangriffen in Paris ist weiter unklar. Nach Berichten von France Info wurden mindestens 118 Menschen getötet, etwa 90 Opfer gab es demnach im Club "Bataclan". "Le Monde" und der Sender BFMTV melden 112 Tote, 70 davon in dem Konzertsaal. Der stellvertretende Pariser Bürgermeister Patrick Klugman schrieb auf Twitter von 118 Todesopfern. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf Ermittler von mindestens 120 Toten.

02.10 Uhr: Angreifer riefen angeblich "Allah ist groß"

Die Angreifer im Pariser Konzertsaal "Bataclan" haben nach Angaben eines Augenzeugen im französischen Radio auf Arabisch "Allah ist groß" gerufen. "Mitten im Konzert sind Männer reingekommen, sie haben im Bereich des Eingangs zu schießen begonnen", sagte der Konzertbesucher Louis dem Sender France Info. "Sie haben voll in die Menge geschossen, ich glaube mit Pumpguns und dabei "Allahu akbar" gerufen."

02.02 Uhr: Deutsche Politiker erschüttert

Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel und andere führende deutsche Politiker haben Frankreich nach den tödlichen Attentaten von Paris Solidarität versprochen. Am Samstag und in den nächsten Tagen dürfte eine politische Debatte über die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland und den Kampf gegen den Terrorismus folgen. Merkel will sich um 9.00 Uhr im Kanzleramt in Berlin zu den Vorgängen in der französischen Hauptstadt äußern.

Gauck sagte laut einer Mitteilung vom frühen Samstagmorgen: "Ich bin tief erschüttert angesichts der Nachrichten, die uns aus Frankreich erreichen. Meine Gedanken sind bei den Opfern."

Foto: Miguel Medina, afp

 

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